Montag, 31. August 2009

A Lack of Communication...

28. August, Trondheim, ZAHL

The New Wine. Vier gutaussehende Milchbubies aus Bergen. Sehen aus, wie aus einem Indie-Modemagazin ausgeschnitten, mit bunten Röhrenjeans, V-Ausschnitt-Shirts, Trainingsjacken, viel zu großen Schuhen und wirren Frisuren.
Dafür, dass sie aussehen wie 15 machen sie gewaltigen Krach auf der kleinen Bühne im Samfundet. Sie koppeln ihre Lieder aneinander, dass man nicht genau merkt, wann das eine aufhört und das andere anfängt. Das haben sie sich gut ausgedacht, denn sie sind gar nicht solche Rampensäue, die sich feiern lassen wollen und deswegen nur dreimal Applaus bekommen, aber trotz des monströsen Schlussapplauses doch nicht mehr zurückkommen auf die Bühne sondern wieder fahren, nach Hause, nach Bergen, zu Mutti.
Ihre Musik lässt sich nicht so leicht beschreiben. Es ist sehr technoider Rock’n’Roll. Die Synthies und die Bässe erinnern an MGMT oder Bloc Party, die Gitarre untermalt das ganze Gewumms sehr melancholisch, das Schlagzeug gibt dem ganzen den Rockbeat. Die Stimme des Herrn Iversen ist ebenso jung und ungeschliffen, wie er auch aussieht. Die obengenannten Elektroniker treffen in THE NEW WINE also auf Razorlight, the Kooks und Maximo Park.
Die erste Hälfte des Konzertes, man weiß nicht genau, wie viele Lieder, da diese nahtlos ineinander übergehen, ist gut tanzbar, manche der Besucher neigen auch zum Ausflippen.
Dann geht es eher geruhsam zu, man schwelgt in seiner Melancholie zu leicht psychedelischen Klängen und waberndem Bass.
Das Schlusslicht bilden dann die Hits der Herren, von denen wir einfach ausgegangen sind, dass es Hits sind, weil die ersten fünf Reihen alles mitsingen konnten. Und springen. Und taumeln und in einem wilden Derwisch-Mob verwschwinden.


http://newwinemusic.wordpress.com/about/
http://www.myspace.com/newwinemusic

Live ist das Ganze aber besser gewesen als jetzt hörbar in Internetforen. Also nicht betrüben oder abschrecken lassen, sondern hingehen.

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