Ich bin gerade noch ein bißchen irritiert, weil ich ein Best Of Album von Tom Jones in meinen iTunes gefunden habe und mir beim besten Willen nicht erklären kann, wie das da hingekommen ist... Das soll mich aber nicht davon abhalten mal kurz von den letzten Tagen zu berichten!
Ich hatte nämlich Besuch von Palme. Eine ganze Woche ist er geblieben und hat den Temperatursturz auf -14° miterlebt. Er wollte den Winter haben!
Zwei Tage dieser Woche haben wir in der Bibliothek verbracht. Aber natürlich haben wir auch schöne Sachen gemacht!
Am ersten Tag sind wir beispielsweise gemütlich durch die ganze Stadt geschlendert (immer auch auf der Ausschau nach einem potenziellen Wintermantel für mich).
Und weil am zweiten Tag das Wetter so schön war, sind wir hoch zur Frognerseteren gefahren (das gehört so langsam zu meinem Standardbesuchsprogramm) und haben uns dort durch den Schnee zurück zum Holmenkollen geschlagen.
Palme hat da sehr schöne Fotos gemacht, die ich nicht vorenthalten will.
Und was könnte man am Holmenkollen besser machen, als nicht ins Museum gehen, weil es zu teuer ist, dafür aber im Museumsshop ein schönes Eis kaufen und das draußen bei Minusgraden essen? Das klingt doch nach einer genau so guten Idee, wie der, Palme zu erlauben mir Schnee ins Gesicht zu schmeißen, während wir auf die T-Bane nach Hause warten... Ich hab halt so meine lichten Momente.
Am Samstag waren wir mit meinen mediterranen Freunden unterwegs. Wir sind über den Weihnachtsmarkt geschlendert, in dessen Mitte gerade eine Schlittschuhlaufbahn feierlich eröffnet wurde. Wir haben mitgefeiert indem wir uns Elch-Hamburger gegönnt haben.
Danach waren wir auf einer scheinbar endlosen Suche nach einem Cafe, das noch Platz für vier Leute hatte. Das ist an einem Samstagnachmittag mit vielen Minusgraden so gut wie unmöglich. Fündig sind wir dann doch noch im Cafe Sör geworden, wo wir die großartige Heiße Schokolade genossen und eine Diskussion über Israel begannen. Dabei wurden wir von einer Norwegerin überhört, die dort 5 Jahre gelebt hat und sich ein bißchen mitteilen wollte. Das war interessant, aber auch höchst merkwürdig. Norweger kommen ja für gewöhnlich nicht so richtig auf andere Menschen zu, aber sie hat gesagt, dass sie auch nur so ist, weil sie schon seit 10 Jahren um die Welt reist...
Den Abend haben wir dann bei großartigem Essen und Spielen in der Frogner-WG ausklingen lassen.
Am Sonntag stand dann mein persönliches Highlight auf dem Plan: Das Astrup Fernley Museum für moderne Kunst! Was die da nicht alles haben! Ziemlich coole Sachen, auch verstörendes, aber immer sehr interessant! Das werde ich auch lieber bebildern, als zu eindeutig auszuführen!
Das war auf jeden Fall beeindruckend da... Wer mich demnächst besuchen kommt, wird da wohl auch mit mir hin müssen!
Danach haben wir uns noch auf einen Cafe mit Irini und Quique getroffen und sind im Dunkeln durch den Vigelandparken spaziert bis wir so durchgefroren waren, dass nur noch nach Hause fahren und Pizza essen helfen konnte!
Jaja... das waren schon ein paar schöne Tage!
OH! Und fast hätte ich vergessen, dass wir natürlich auch Plätzchen gebacken haben!
Pacman und Pi-Plätzchen!
Donnerstag, 6. Dezember 2012
Sonntag, 11. November 2012
Regnbue!
Den ganzen Tag hat es geschüttet wie wahnsinnig, aber eben konnte man einen doppelten Regenbogen am Himmel sehen!
Auf meinem Foto tut man das nicht ganz so gut, aber ich stell das Bild trotzdem mal hier hin.
Auf meinem Foto tut man das nicht ganz so gut, aber ich stell das Bild trotzdem mal hier hin.
... und dann nahmen sie mir meine Stühle
Ich dachte, jetzt wo die Ausstellung des Goethe Instituts zu Ende ist und ich mich wieder völlig auf die Uni konzentrieren muss, kann ich nochmal ein paar Impressionen nachliefern.
Außerdem ist es vielleicht erwähnenswert, dass ich dann doch tatsächlich für meine Taten dort bezahlt werde! Deswegen hab ich jetzt sogar ne Steuerkarte beantragt. Wow. Ne richtig echte Steuerkarte. Das ist ein guter Schritt in Richtung Arbeitswelt. Da bin ich schon irgendwie ein kleines bißchen stolz drauf.
Im Nachhinein muss ich auch sagen, dass das schon Spaß gemacht hat. Die weniger nicht ganz so charmanten Klassen wurden mehr als ausgeglichen durch junge Menschen, die tatsächlich auch ein bißchen was lernen wollten.
Hier haben wir also den Raum, in dem ich mit ihnen rumgezaubert habe, bevor wir in die Ausstellung gegangen sind.
Und die Ausstellung an sich, das große Alphabet, von dem ich ja schon gesprochen habe, sah in etwa so aus:
Tja. Aber wie gesagt. Jetzt stehen meine Hausarbeit und die Masterarbeit wieder an erster Stelle.
Irgendwie habe ich momentan das Gefühl, nicht voranzukommen... oder zumindest nicht schnell genug. Der Tag hat einfach nicht genug Stunden in sich drin... Aber vielleicht wird das demnächst auch besser.
Und gerne erwähnen möchte ich noch, dass die doofen SiO Leute (also die Menschen, die das Wohnheim verwalten) sich neulich überlegt haben, dass man mal die Stühle in der Küche umtauschen müsste. Da stehen nämlich normalerweise nur so poplige Hocker, aber ich hab ja meine beiden Terje-Stühle mit und die in der Küche platziert, damit man da auch mal mit ner Rückenlehne sitzen kann.
Aber am Donnerstag komm ich in die Küche und meine Stühle sind weg! Zusammen mit den SiO Möbeln!
Da war ich so sauer! Ich hab sofort eine Beschwerde eMail geschrieben. Am nächsten Morgen kam dann der Hausmeister und erklärte, dass er die natürlich nicht habe wegschmeissen wollen! Er habe sie einem meiner Mitbewohner gegeben. Nämlich Radan.
Und als der abends nach Hause gekommen ist und ich ihn deswegen befragt habe, hat er wiederum die Wahrheit ausgepackt.
Die Stuhltauscher waren nämlich so laut, dass sie ihn geweckt haben, er ist in die Küche gestolpert und hat sich erklären lassen, dass die alle Stühle wegschmeissen. Und er hat sich dann meine beiden mehr oder weniger von den Leuten weggekrallt.
Von wegen sie wollten die natürlich nicht wegschmeissen...!
Sauer bin ich.
Aber am Ende ist ja alles gut gegangen und ich hab meine heiß geliebten Terjes wieder.
Zum Abschluss noch eine kleine Melodie: Heute The Pussywarmers mit "Ashes"
Außerdem ist es vielleicht erwähnenswert, dass ich dann doch tatsächlich für meine Taten dort bezahlt werde! Deswegen hab ich jetzt sogar ne Steuerkarte beantragt. Wow. Ne richtig echte Steuerkarte. Das ist ein guter Schritt in Richtung Arbeitswelt. Da bin ich schon irgendwie ein kleines bißchen stolz drauf.
Im Nachhinein muss ich auch sagen, dass das schon Spaß gemacht hat. Die weniger nicht ganz so charmanten Klassen wurden mehr als ausgeglichen durch junge Menschen, die tatsächlich auch ein bißchen was lernen wollten.
Hier haben wir also den Raum, in dem ich mit ihnen rumgezaubert habe, bevor wir in die Ausstellung gegangen sind.
Und die Ausstellung an sich, das große Alphabet, von dem ich ja schon gesprochen habe, sah in etwa so aus:
Tja. Aber wie gesagt. Jetzt stehen meine Hausarbeit und die Masterarbeit wieder an erster Stelle.
Irgendwie habe ich momentan das Gefühl, nicht voranzukommen... oder zumindest nicht schnell genug. Der Tag hat einfach nicht genug Stunden in sich drin... Aber vielleicht wird das demnächst auch besser.
Und gerne erwähnen möchte ich noch, dass die doofen SiO Leute (also die Menschen, die das Wohnheim verwalten) sich neulich überlegt haben, dass man mal die Stühle in der Küche umtauschen müsste. Da stehen nämlich normalerweise nur so poplige Hocker, aber ich hab ja meine beiden Terje-Stühle mit und die in der Küche platziert, damit man da auch mal mit ner Rückenlehne sitzen kann.
Aber am Donnerstag komm ich in die Küche und meine Stühle sind weg! Zusammen mit den SiO Möbeln!
Da war ich so sauer! Ich hab sofort eine Beschwerde eMail geschrieben. Am nächsten Morgen kam dann der Hausmeister und erklärte, dass er die natürlich nicht habe wegschmeissen wollen! Er habe sie einem meiner Mitbewohner gegeben. Nämlich Radan.
Und als der abends nach Hause gekommen ist und ich ihn deswegen befragt habe, hat er wiederum die Wahrheit ausgepackt.
Die Stuhltauscher waren nämlich so laut, dass sie ihn geweckt haben, er ist in die Küche gestolpert und hat sich erklären lassen, dass die alle Stühle wegschmeissen. Und er hat sich dann meine beiden mehr oder weniger von den Leuten weggekrallt.
Von wegen sie wollten die natürlich nicht wegschmeissen...!
Sauer bin ich.
Aber am Ende ist ja alles gut gegangen und ich hab meine heiß geliebten Terjes wieder.
Zum Abschluss noch eine kleine Melodie: Heute The Pussywarmers mit "Ashes"
Samstag, 27. Oktober 2012
Winter is coming...
Was war denn so los in den letzten 4 Wochen?
Wider erwarten relativ viel...
Zu Beginn des Monats war ich mit meinen mediterranen Kumpanen im John Dee bei einem Konzert von Daniel Norgren. Das war das dritte Mal dieses Jahr, dass ich den gesehen habe und der Spaß daran lässt noch nicht nach.
Das John Dee ist dann auch noch recht klein und die anderen wollten am liebsten in die erste Reihe, so dass wir schließlich in der dritten landeten und dem guten Herrn Norgren gefühlt auf dem Schoß saßen, da es zwischen der Bühne und dem Publikum keinen tatsächlichen Abstand gibt.
Und wir hatten unseren Spaß, so viel sei gewiss... Besonders werde ich mit jedem Mal ein größerer Fan des Kontrabassisten. Den kann man sich in etwa so vorstellen: durchschnittlich groß, lange blonde Haare, eher bräunlicher Schnurrbart, Jeans, schwarzes Hemd, darüber eine beige Lederweste mit so Westernfransen, eine schwingende Goldkette mit großem runden Anhänger, der ebenfalls Fransen hat und als Kirsche oben auf dem Kopf eine Schirmmütze mit 3 Eichhörnchen drauf. Hach... und der geht bei allem so schön mit! Beste Unterhaltung bietet das... Abgesehen von der großartigen Musik natürlich!
Das war dementsprechend ein sehr schöner, herbstlicher Mittwochabend!
Vorgestern fiel dann auch der erste Schnee... der ist nicht liegengeblieben, aber das soll am Sonntag passieren. Denn die Temperaturen krepeln zwischen +2 und -4° herum. Winter im Oktober! Mir gefällt das!
In der Uni läuft eigentlich auch alles. Im Moment schlage ich mich für eine Korpusanalyse mit den Menschen herum, die das in stand halten. Da läuft nämlich etwas ganz und gar nicht... lange hat es gedauert bis sie das endlich auch gestanden haben, aber nächste Woche kann ich dann endlich mal persönlich bei denen vorbeischauen und wir gucken uns an, was das Problem ist. Ich hoffe sehr, dass sich am Ende nicht herausstellt, dass ich einfach nur zu blöd war... Das wäre recht peinlich. Aber eigentlich glaube ich daran, dass ich mir alles vernünftig angesehen habe.
Dementsprechend schreib ich also vornehmlich an meinem Forschungsbericht. Der sagt mir momentan noch überhaupt nicht zu, weil ich das Gefühl habe, dass ich keinen Überblick gebe, sondern dass man die Forscher, über die ich schreibe, selbst gelesen haben muss, um auch nur IRGENDWAS zu verstehen! Und das ist ja nicht der Sinn der Sache... Deswegen liegt da wohl noch ein ganzer Haufen Arbeit vor mir. Und eine richtig konkrete Fragestellung fehlt auch nach wie vor...
Dafür habe ich im Unialltag mein soll erfüllt und die in diesem Semester fällige Präsentation zur Blechtrommel und ihrer norwegischen Übersetzung hinter mich gebracht. Das Ganze muss jetzt nur noch in eine schöne Hausarbeit verzaubert werden.
Außerdem hat sich so Mitte des Monats das Goethe Institut bei mir gemeldet. Die haben gerade eine Ausstellung hier und dafür war eine Praktikantin verantwortlich, die nun allerdings nach Deutschland zurück musste, weil das Semester ja wieder anfängt. Deswegen haben die micht gefragt, ob ich nicht die Koordination von den Führungsanmeldungen von Schulklassen und auch die eigentlichen Führungen übernehmen kann. Tja. Man will ja immer hilfsbereit sein. Da hab ich direkt "ja" gesagt. Und jetzt mach ich das noch bis zum 5. November.
An sich sind es nicht wirklich Führungen im traditionellen Sinne, da die Ausstellung recht anspruchsvoll ist und die meisten Klassen aber noch nicht lange deutsch lernen. Dadurch wird das eher so eine Art alternative Unterrichtsstunde. In Verbindung mit einer Ausstellung... und um Himmels Willen!!! Je jünger die Kiddies sind, desto anstrengender ist das...
Aber es macht schon auch Spaß.
Auch wenn ich danach immer sehr geschafft bin. Mein Respekt vor Lehrern wächst mit jeder Führung... so ein Sack Flöhe ist schwer zusammenzuhalten!
Ganz großartig wird das nächste Woche, wenn 53 5. Klässler auf einmal kommen... Danach fall ich höchstwahrscheinlich um.
Oh... hab ich erwähnt, dass ich das freiwillig, also ohne Bezahlung mache?
Ich hoffe wirklich, dass nett-sein sich irgendwann mal auszahlt... Also, wenn ich nach dem Studium nach Arbeit suche zum Beispiel!
Aber heute ist Samstag. Ich mach mich jetzt langsam fertig und treffe mich dann mit den Mediterranen. Eirini wünscht sich nämlich, dass ich ihr stricken beibringe... Deswegen geht es zum Wollladen. Und zu Flohmärkten. Und zu Plattenläden wahrscheinlich auch!
Lied des Tages: Edward Sharpe & The Magnetic Zeros mit "Man on Fire"
Wider erwarten relativ viel...
Zu Beginn des Monats war ich mit meinen mediterranen Kumpanen im John Dee bei einem Konzert von Daniel Norgren. Das war das dritte Mal dieses Jahr, dass ich den gesehen habe und der Spaß daran lässt noch nicht nach.
Das John Dee ist dann auch noch recht klein und die anderen wollten am liebsten in die erste Reihe, so dass wir schließlich in der dritten landeten und dem guten Herrn Norgren gefühlt auf dem Schoß saßen, da es zwischen der Bühne und dem Publikum keinen tatsächlichen Abstand gibt.
Und wir hatten unseren Spaß, so viel sei gewiss... Besonders werde ich mit jedem Mal ein größerer Fan des Kontrabassisten. Den kann man sich in etwa so vorstellen: durchschnittlich groß, lange blonde Haare, eher bräunlicher Schnurrbart, Jeans, schwarzes Hemd, darüber eine beige Lederweste mit so Westernfransen, eine schwingende Goldkette mit großem runden Anhänger, der ebenfalls Fransen hat und als Kirsche oben auf dem Kopf eine Schirmmütze mit 3 Eichhörnchen drauf. Hach... und der geht bei allem so schön mit! Beste Unterhaltung bietet das... Abgesehen von der großartigen Musik natürlich!
Das war dementsprechend ein sehr schöner, herbstlicher Mittwochabend!
Vorgestern fiel dann auch der erste Schnee... der ist nicht liegengeblieben, aber das soll am Sonntag passieren. Denn die Temperaturen krepeln zwischen +2 und -4° herum. Winter im Oktober! Mir gefällt das!
In der Uni läuft eigentlich auch alles. Im Moment schlage ich mich für eine Korpusanalyse mit den Menschen herum, die das in stand halten. Da läuft nämlich etwas ganz und gar nicht... lange hat es gedauert bis sie das endlich auch gestanden haben, aber nächste Woche kann ich dann endlich mal persönlich bei denen vorbeischauen und wir gucken uns an, was das Problem ist. Ich hoffe sehr, dass sich am Ende nicht herausstellt, dass ich einfach nur zu blöd war... Das wäre recht peinlich. Aber eigentlich glaube ich daran, dass ich mir alles vernünftig angesehen habe.
Dementsprechend schreib ich also vornehmlich an meinem Forschungsbericht. Der sagt mir momentan noch überhaupt nicht zu, weil ich das Gefühl habe, dass ich keinen Überblick gebe, sondern dass man die Forscher, über die ich schreibe, selbst gelesen haben muss, um auch nur IRGENDWAS zu verstehen! Und das ist ja nicht der Sinn der Sache... Deswegen liegt da wohl noch ein ganzer Haufen Arbeit vor mir. Und eine richtig konkrete Fragestellung fehlt auch nach wie vor...
Dafür habe ich im Unialltag mein soll erfüllt und die in diesem Semester fällige Präsentation zur Blechtrommel und ihrer norwegischen Übersetzung hinter mich gebracht. Das Ganze muss jetzt nur noch in eine schöne Hausarbeit verzaubert werden.
Außerdem hat sich so Mitte des Monats das Goethe Institut bei mir gemeldet. Die haben gerade eine Ausstellung hier und dafür war eine Praktikantin verantwortlich, die nun allerdings nach Deutschland zurück musste, weil das Semester ja wieder anfängt. Deswegen haben die micht gefragt, ob ich nicht die Koordination von den Führungsanmeldungen von Schulklassen und auch die eigentlichen Führungen übernehmen kann. Tja. Man will ja immer hilfsbereit sein. Da hab ich direkt "ja" gesagt. Und jetzt mach ich das noch bis zum 5. November.
An sich sind es nicht wirklich Führungen im traditionellen Sinne, da die Ausstellung recht anspruchsvoll ist und die meisten Klassen aber noch nicht lange deutsch lernen. Dadurch wird das eher so eine Art alternative Unterrichtsstunde. In Verbindung mit einer Ausstellung... und um Himmels Willen!!! Je jünger die Kiddies sind, desto anstrengender ist das...
Aber es macht schon auch Spaß.
Auch wenn ich danach immer sehr geschafft bin. Mein Respekt vor Lehrern wächst mit jeder Führung... so ein Sack Flöhe ist schwer zusammenzuhalten!
Ganz großartig wird das nächste Woche, wenn 53 5. Klässler auf einmal kommen... Danach fall ich höchstwahrscheinlich um.
Oh... hab ich erwähnt, dass ich das freiwillig, also ohne Bezahlung mache?
Ich hoffe wirklich, dass nett-sein sich irgendwann mal auszahlt... Also, wenn ich nach dem Studium nach Arbeit suche zum Beispiel!
Aber heute ist Samstag. Ich mach mich jetzt langsam fertig und treffe mich dann mit den Mediterranen. Eirini wünscht sich nämlich, dass ich ihr stricken beibringe... Deswegen geht es zum Wollladen. Und zu Flohmärkten. Und zu Plattenläden wahrscheinlich auch!
Lied des Tages: Edward Sharpe & The Magnetic Zeros mit "Man on Fire"
Sonntag, 30. September 2012
Statusbericht!
Ach ja... Da hab ich schon wieder ewig nichts geschrieben...
Inzwischen liegt das aber wirklich hauptsächlich daran, dass ich mich frage, wieviel von meinen momentanen Erlebnissen denn tatsächlich interessant ist.
Ich versuch trotzdem mal die letzten Wochen zusammenzufassen.
Als erstes: Das Jack White Konzert.
Es ist sehr gut, dass ich das ne Weile hab ruhen lassen und nicht gleich nen Bericht darüber verfasst habe, da das einfach zuuuu gut war. Das wären bloß Millionen von Lobhudelungen gewesen... Andererseits weiß ich nicht, ob das jetzt viel anders wird!
Ich war kurz bevor es los ging so furchtbar aufgeregt, dass ich nicht mal vernünftig was essen konnte.
Bei meiner Ankunft in der Sentrum Scene stellte ich als allererstes fest, dass es zum Glück keine Merchandise Artikel gab, die mich sehr gereizt hätten. Da hat sich der Geldbeutel gefreut. Ich war auch gerade zu Beginn der Vorband da. Peggy Sue hießen die und haben ganz gute Musik gemacht eigentlich. Für ne Vorband auf jeden Fall ganz ordentlich.
Und dann kam Jack White. Hach. Der kann einen schon von den Socken hauen! Besonders, weil er wirklich das Beste von seinem neuen Album mit White Stripes, Raconteurs und Dead Weather Songs zusammengemischt hat. Dadurch wurden Songs gespielt, mit denen ich im Leben nicht gerechnet hätte und das war großartig!
Überhaupt hat es enormen Spaß gemacht, die ganzen White Stripes Songs auch mal mit einer vollen Band zu hören! Das hat mich alles sehr glücklich und auch sprachlos gemacht und ich bin mehr als zufrieden spät in der Nacht nach Hause marschiert...
Aber zurück zur Uni, denn die ist momentan wirklich im Fokus.
Ich habe inzwischen ein Thema für meine Masterarbeit und eine Betreuerin. Alles ist ordentlich angemeldet und jetzt liegt es im Prinzip an mir, mich ordentlich an die Arbeit zu machen. Zu diesem Zweck versuche ich jetzt jeden Tag wirklich konzentriert zu arbeiten. Dafür habe ich inzwischen meinen Tagesrhythmus ein bißchen umgestellt. Das geht jetzt alles ein bißchen früher los. Dementsprechend gehe ich zu geordneten Zeiten ins Bett. Recht spießig alles, besonders wenn man bedenkt, dass ich meine Pausen mit Stricken fülle... Da hab ich aber herzlich wenig Probleme mit, denn heimlich ist spießig sein das richtige "cool".
Falls irgendjemand sowas wie Interesse an meinem Thema hat: Ich schaue mir mal kontrastiv Partizipien im Norwegischen und im Deutschen an. Dazu mach ich ne Korpusanalyse und all so Sachen. Auch wenn das jetzt vielleicht trockener klingt, als nen Löffel Sand aus der Sahara zum Frühstück zu essen, macht mir das wirklich Spaß! Jedem das Seine, schätz ich...
Ansonsten hat die Flohmarktsaison wieder angefangen, was eine willkommene wochenendliche Beschäftigung darstellt. Besonders, da Eirini jetzt wo ihr Freund nach Oslo gezogen ist, einiges an neuem Krams braucht.
Und sogar in Bibliotheken kann man übrigens Humor finden!
Außerdem gibt es als Lied des Tages ein bißchen David Bowie. Der wächst mir momentan nämlich sehr ans Herz. Dementsprechend gibt es hier Life on Mars.
Inzwischen liegt das aber wirklich hauptsächlich daran, dass ich mich frage, wieviel von meinen momentanen Erlebnissen denn tatsächlich interessant ist.
Ich versuch trotzdem mal die letzten Wochen zusammenzufassen.
Als erstes: Das Jack White Konzert.
Es ist sehr gut, dass ich das ne Weile hab ruhen lassen und nicht gleich nen Bericht darüber verfasst habe, da das einfach zuuuu gut war. Das wären bloß Millionen von Lobhudelungen gewesen... Andererseits weiß ich nicht, ob das jetzt viel anders wird!
Ich war kurz bevor es los ging so furchtbar aufgeregt, dass ich nicht mal vernünftig was essen konnte.
Bei meiner Ankunft in der Sentrum Scene stellte ich als allererstes fest, dass es zum Glück keine Merchandise Artikel gab, die mich sehr gereizt hätten. Da hat sich der Geldbeutel gefreut. Ich war auch gerade zu Beginn der Vorband da. Peggy Sue hießen die und haben ganz gute Musik gemacht eigentlich. Für ne Vorband auf jeden Fall ganz ordentlich.
Und dann kam Jack White. Hach. Der kann einen schon von den Socken hauen! Besonders, weil er wirklich das Beste von seinem neuen Album mit White Stripes, Raconteurs und Dead Weather Songs zusammengemischt hat. Dadurch wurden Songs gespielt, mit denen ich im Leben nicht gerechnet hätte und das war großartig!
Überhaupt hat es enormen Spaß gemacht, die ganzen White Stripes Songs auch mal mit einer vollen Band zu hören! Das hat mich alles sehr glücklich und auch sprachlos gemacht und ich bin mehr als zufrieden spät in der Nacht nach Hause marschiert...
Aber zurück zur Uni, denn die ist momentan wirklich im Fokus.
Ich habe inzwischen ein Thema für meine Masterarbeit und eine Betreuerin. Alles ist ordentlich angemeldet und jetzt liegt es im Prinzip an mir, mich ordentlich an die Arbeit zu machen. Zu diesem Zweck versuche ich jetzt jeden Tag wirklich konzentriert zu arbeiten. Dafür habe ich inzwischen meinen Tagesrhythmus ein bißchen umgestellt. Das geht jetzt alles ein bißchen früher los. Dementsprechend gehe ich zu geordneten Zeiten ins Bett. Recht spießig alles, besonders wenn man bedenkt, dass ich meine Pausen mit Stricken fülle... Da hab ich aber herzlich wenig Probleme mit, denn heimlich ist spießig sein das richtige "cool".
Falls irgendjemand sowas wie Interesse an meinem Thema hat: Ich schaue mir mal kontrastiv Partizipien im Norwegischen und im Deutschen an. Dazu mach ich ne Korpusanalyse und all so Sachen. Auch wenn das jetzt vielleicht trockener klingt, als nen Löffel Sand aus der Sahara zum Frühstück zu essen, macht mir das wirklich Spaß! Jedem das Seine, schätz ich...
Ansonsten hat die Flohmarktsaison wieder angefangen, was eine willkommene wochenendliche Beschäftigung darstellt. Besonders, da Eirini jetzt wo ihr Freund nach Oslo gezogen ist, einiges an neuem Krams braucht.
Und sogar in Bibliotheken kann man übrigens Humor finden!
Außerdem gibt es als Lied des Tages ein bißchen David Bowie. Der wächst mir momentan nämlich sehr ans Herz. Dementsprechend gibt es hier Life on Mars.
Donnerstag, 16. August 2012
Ab jetzt gilt's...
Ach was war das schön... 2 Monate Sommerpause. Die Zeit ist nur so verflogen. Gut, es gab auch genug zu tun mit Silberhochzeit, Rudis Schulabschluss und Abiball, ein bißchen Jobben hier und da und diversen Ausflügen.
Und trotzdem hätte es gerne auch länger sein können... Denn zurück im "hohen" Norden gibt es erstmal nichts mehr zu lachen.
Auf der Tagesordnung stehen so ernsthafte Sachen wie: Ein Thema für die Masterarbeit finden, dringend einen Job suchen, die Zukunft nach Abgabe der Masterarbeit planen (Was mache ich, wenn ich mit meinem Studium fertig bin? Wo soll ich arbeiten? Wo soll ich wohnen?).
Genügend Gründe also um demnächst mal einen Herzinfarkt zu haben.
Die letzten drei Wochen habe ich mehr oder weniger in der Bibliothek verbracht. Weniger kann hierbei auch mal ernst genommen werden, da ich mich nicht so richtig für das von meinem Professor vorgeschlagene Themengebiet erwärmen konnte. Dadurch musste ich mich schon zwingen.
Aber ich bin dann einfach davon abgekommen, mich auf seinen Vorschlag einzugrenzen... Ich habe mich hingesetzt und mir überlegt, was mich interessiert?! Und wobei ich auch mal mehr machen kann, als das Übliche. Also, bloß lesen, was andere kluge Menschen herausgefunden haben und das dann mit ein paar halbgaren Schlussfolgerungen widerkäuen und als Arbeit präsentieren.
Naja. So bin ich auf jeden Fall auf "Partizipien" gestoßen. Die erschienen mir recht spannend und problematisch. Und ich konnte mir vorstellen, da auch mal tatsächlich eine Untersuchung zu machen.
Das ist bei meinem Betreuer auf nicht so viel Anklang gestoßen. Er hat mich an eine Kollegin verwiesen, die sich in dem Bereich besser auskennt. Mit der habe ich auch schon gesprochen und ich hab jetzt ein bißchen Einarbeitungszeit und wenn ich mich wirklich mit den Partizipien wohlfühle, geht es demnächst los.
Immerhin hab ich schon mal die Zugangsdaten zum hiesigen Korpus. Das finde ich für den Anfang ziemlich cool.
Ich bringe mal mit einem Zitat zum Ausdruck, was höchstwahrscheinlich viele Menschen denken. Svea sagte nämlich neulich "Das klingt so dermaßen langweilig...".
Da kann ich nicht so richtig gegen argumentieren. Liegt höchstwahrscheinlich alles immer an der eigenen Perspektive, nicht wahr?
Zum Abschluss aber mal was ganz anderes! Das bereitet mir nämlich jedes Mal Freude, wenn ich daran denke...!
Am 12. September gehe ich zu JACK WHITE! Yessss! Der spielt in Oslo. Das Ganze ist selbstverständlich ausverkauft, aber ich hab mit viel Glück eine Karte im guten Bereich (und nicht auf der Galerie) ergattert!
Man muss nämlich immer was haben, worauf man sich freuen kann. Geritzt das.
Und trotzdem hätte es gerne auch länger sein können... Denn zurück im "hohen" Norden gibt es erstmal nichts mehr zu lachen.
Auf der Tagesordnung stehen so ernsthafte Sachen wie: Ein Thema für die Masterarbeit finden, dringend einen Job suchen, die Zukunft nach Abgabe der Masterarbeit planen (Was mache ich, wenn ich mit meinem Studium fertig bin? Wo soll ich arbeiten? Wo soll ich wohnen?).
Genügend Gründe also um demnächst mal einen Herzinfarkt zu haben.
Die letzten drei Wochen habe ich mehr oder weniger in der Bibliothek verbracht. Weniger kann hierbei auch mal ernst genommen werden, da ich mich nicht so richtig für das von meinem Professor vorgeschlagene Themengebiet erwärmen konnte. Dadurch musste ich mich schon zwingen.
Aber ich bin dann einfach davon abgekommen, mich auf seinen Vorschlag einzugrenzen... Ich habe mich hingesetzt und mir überlegt, was mich interessiert?! Und wobei ich auch mal mehr machen kann, als das Übliche. Also, bloß lesen, was andere kluge Menschen herausgefunden haben und das dann mit ein paar halbgaren Schlussfolgerungen widerkäuen und als Arbeit präsentieren.
Naja. So bin ich auf jeden Fall auf "Partizipien" gestoßen. Die erschienen mir recht spannend und problematisch. Und ich konnte mir vorstellen, da auch mal tatsächlich eine Untersuchung zu machen.
Das ist bei meinem Betreuer auf nicht so viel Anklang gestoßen. Er hat mich an eine Kollegin verwiesen, die sich in dem Bereich besser auskennt. Mit der habe ich auch schon gesprochen und ich hab jetzt ein bißchen Einarbeitungszeit und wenn ich mich wirklich mit den Partizipien wohlfühle, geht es demnächst los.
Immerhin hab ich schon mal die Zugangsdaten zum hiesigen Korpus. Das finde ich für den Anfang ziemlich cool.
Ich bringe mal mit einem Zitat zum Ausdruck, was höchstwahrscheinlich viele Menschen denken. Svea sagte nämlich neulich "Das klingt so dermaßen langweilig...".
Da kann ich nicht so richtig gegen argumentieren. Liegt höchstwahrscheinlich alles immer an der eigenen Perspektive, nicht wahr?
Zum Abschluss aber mal was ganz anderes! Das bereitet mir nämlich jedes Mal Freude, wenn ich daran denke...!
Am 12. September gehe ich zu JACK WHITE! Yessss! Der spielt in Oslo. Das Ganze ist selbstverständlich ausverkauft, aber ich hab mit viel Glück eine Karte im guten Bereich (und nicht auf der Galerie) ergattert!
Man muss nämlich immer was haben, worauf man sich freuen kann. Geritzt das.
Donnerstag, 31. Mai 2012
Ja, vi elsker dette landet...
Bevor der Mai zu Ende ist, sollte ich definitiv noch etwas über den 17. Mai schreiben!
Ich bin auch nicht so richtig faul eigentlich, es ist nur gerade Prüfungszeit. Da ich aber heute erfolgreich meine erste Hausarbeit abgegeben habe, ist nun der 17. Mai dran!
Das ist der norwegische Verfassungstag, weil am 17. Mai 1814 in Eidsvoll Norwegens eigene Verfassung unterzeichnet wurde. Dieser Tag wird hier ausladend gefeiert. Und Irini und ich wollten dabei selbstverständlich nicht außen vor gelassen werden. Wir hatten uns deswegen mit Bekannten von ihr am Nationaltheater verabredet. Um 10 Uhr. Das klingt vielleicht nicht so sehr früh, Tatsache ist aber: Das ist es. Denn am 17. Mai soll man hübsch aussehen. Und Menschen mit mediterranem Hintergrund haben eine Tendenz, sich nicht an abgesprochene Zeiten zu halten. Nachdem ich also um 8 Uhr aufgestanden bin, folgte ich meinen Instruktionen, Irini zu wecken, wenn sie bis 8:45 Uhr noch nicht in der Küche war.
Zu unserem großen Bedenken schüttete es wie aus Eimern. Das wurde so schlimm, dass ich sogar kurz argumentieren musste, dass wir trotz des Regens in die Stadt fahren und nicht zurück ins Bett gehen. Natürlich sind wir nicht ganz pünktlich losgekommen. Das hatte aber den positiven Nebeneffekt, dass wie durch Zauberhand der Regen aufgehört hatte.
Wir trafen also Mari und Mathias am Nationaltheater und gingen direkt zum Schloss. Denn es ist die Aufgabe des Königs und seiner Familie über die gesamte Dauer des großen Umzugs auf dem Balkon zu stehen und dem Volk zu winken. Keine all zu schwierige Aufgabe also.
Die königliche Familie zeigte sich pünktlich und die Menge (so viele Menschen habe ich hier noch nie auf einmal auf den Straßen gesehen) sang die Nationalhymne. Die royalen Herrschaften waren sehr gut angezogen. Allerdings kam am nächsten Tag im Radio direkt eine Debatte mit Modeexperten und Norwegens bestem Hutmacher, weil man wohl der Meinung war, die Kopfbedeckung Mette Marits diskutieren zu müssen...
Nach erfolgreichem Winken haben wir uns dann eine gute Stelle am Umzug gesucht. Der so genannte 'Barnetog', also Kinderumzug besteht aus den Kindern aller (ALLER!) Schulen Oslos. Die marschieren vom Hauptbahnhof die gesamte Karl Johans Gate entlang und dann in einem Bogen am Schloss und Nationaltheater vorbei bis hinunter zum Rathaus. Dabei stolpern und tanzen die Kinder herum ganz wie es ihnen gefällt, während viele von ihnen Flaggen spazieren tragen und die jeweiligen Schulkapellen das ganze musikalisch begleiten. Dabei hört man nicht nur nationale Schinken, sondern auch mal eine Trickfilmtitelmelodie oder einen Monty Python Song. Das ist also alles wirklich herrlich anzuschauen und ganz und gar nicht militärisch.
Nachdem wir denen eine ganze Weile zugeschaut hatten (und von Mari und Mathias norwegische Flaggen zum wedeln bekamen. Juhu!), machten wir uns dann auf, wichtigen norwegischen Traditionen an diesem Tag zu folgen. Inzwischen war noch ein weiterer Kollege von Irini zu uns gestoßen und Mari erklärte, dass es heute extrem wichtig sei, so viele Hot Dogs und so viel Eiscreme wie möglich zu essen. Das sind doch mal großartige Traditionen!
Wir machten uns also auf die Suche nach Eis. Das war bei so vielen Menschen gar nicht so einfach. Irgendwann landeten wir am Wasser, in der Nähe des Rathauses. Zwar ohne Eis, aber immerhin mit einem tröstenden Hot Dog. Wir beschlossen uns weiter in Richtung Aker Brygge durchzuschlagen. Auf dem Weg trafen wir noch einen Chemiker. Dann waren wir endlich erfolgreich und sahen uns einem Eiswagen gegenüber. Der führte zwar bloß abgepacktes Wassereis, aber wir waren verzweifelt. Selbstverständlich begegneten uns, nachdem wir das dann endlich hatten, tausende Eisbuden... Allerdings waren die Schlangen da so lang, dass wir letztendlich doch froh über unser schnelles Eischen waren und es am Wasser in Ruhe geniessen konnten.
Dann waren wir beim Lunch zu Karina eingeladen. Wiederum eine Kollegin von Irini, die mich allerdings beruhigte, dass noch mindestens zwei weitere Leute da wären, die nichts mit Chemie zu tun hätten. Yes!
Karina hatte selbst jede Menge Essen vorbereitet und alle eingeladenen hatten zusätzlich noch etwas mitgebracht. Ich hatte Muffins gebacken und während Irini frische Crepes zubereitete, half ich Karina dabei ihre Römme umzurühren. Ein armerschlaffendes Unterfangen, aber am Ende von Erfolg gekröhnt.
Bei denen waren wir dann etliche Stunden und haben jede Menge gegessen und erzählt. (Gott sei Dank auch über unchemikalische Dinge, wie etwa Filme, wo ich mich ja immerhin ein bißchen auskenne!)
Und die Leute sind auch sehr nett. Ich habe inzwischen ein sehr positives Bild von Chemikern im Allgemeinen entwickelt!
Der 17. Mai ist ein ziemlich guter Nationalfeiertag. Als wir irgendwann gegen Abend nach Hause kamen, traf auch Mirjam wieder ein, die für Bewerbungsgespräche in Deutschland war und sich schämen sollte, das verpasst zu haben. Aber bald ist ja nächstes Jahr!
Und als Lied des Tages gibt es das, was mir von der einen Kapelle am besten gefallen hat!
Ich bin auch nicht so richtig faul eigentlich, es ist nur gerade Prüfungszeit. Da ich aber heute erfolgreich meine erste Hausarbeit abgegeben habe, ist nun der 17. Mai dran!
Das ist der norwegische Verfassungstag, weil am 17. Mai 1814 in Eidsvoll Norwegens eigene Verfassung unterzeichnet wurde. Dieser Tag wird hier ausladend gefeiert. Und Irini und ich wollten dabei selbstverständlich nicht außen vor gelassen werden. Wir hatten uns deswegen mit Bekannten von ihr am Nationaltheater verabredet. Um 10 Uhr. Das klingt vielleicht nicht so sehr früh, Tatsache ist aber: Das ist es. Denn am 17. Mai soll man hübsch aussehen. Und Menschen mit mediterranem Hintergrund haben eine Tendenz, sich nicht an abgesprochene Zeiten zu halten. Nachdem ich also um 8 Uhr aufgestanden bin, folgte ich meinen Instruktionen, Irini zu wecken, wenn sie bis 8:45 Uhr noch nicht in der Küche war.
Zu unserem großen Bedenken schüttete es wie aus Eimern. Das wurde so schlimm, dass ich sogar kurz argumentieren musste, dass wir trotz des Regens in die Stadt fahren und nicht zurück ins Bett gehen. Natürlich sind wir nicht ganz pünktlich losgekommen. Das hatte aber den positiven Nebeneffekt, dass wie durch Zauberhand der Regen aufgehört hatte.
Wir trafen also Mari und Mathias am Nationaltheater und gingen direkt zum Schloss. Denn es ist die Aufgabe des Königs und seiner Familie über die gesamte Dauer des großen Umzugs auf dem Balkon zu stehen und dem Volk zu winken. Keine all zu schwierige Aufgabe also.
Die königliche Familie zeigte sich pünktlich und die Menge (so viele Menschen habe ich hier noch nie auf einmal auf den Straßen gesehen) sang die Nationalhymne. Die royalen Herrschaften waren sehr gut angezogen. Allerdings kam am nächsten Tag im Radio direkt eine Debatte mit Modeexperten und Norwegens bestem Hutmacher, weil man wohl der Meinung war, die Kopfbedeckung Mette Marits diskutieren zu müssen...
Nach erfolgreichem Winken haben wir uns dann eine gute Stelle am Umzug gesucht. Der so genannte 'Barnetog', also Kinderumzug besteht aus den Kindern aller (ALLER!) Schulen Oslos. Die marschieren vom Hauptbahnhof die gesamte Karl Johans Gate entlang und dann in einem Bogen am Schloss und Nationaltheater vorbei bis hinunter zum Rathaus. Dabei stolpern und tanzen die Kinder herum ganz wie es ihnen gefällt, während viele von ihnen Flaggen spazieren tragen und die jeweiligen Schulkapellen das ganze musikalisch begleiten. Dabei hört man nicht nur nationale Schinken, sondern auch mal eine Trickfilmtitelmelodie oder einen Monty Python Song. Das ist also alles wirklich herrlich anzuschauen und ganz und gar nicht militärisch.
Nachdem wir denen eine ganze Weile zugeschaut hatten (und von Mari und Mathias norwegische Flaggen zum wedeln bekamen. Juhu!), machten wir uns dann auf, wichtigen norwegischen Traditionen an diesem Tag zu folgen. Inzwischen war noch ein weiterer Kollege von Irini zu uns gestoßen und Mari erklärte, dass es heute extrem wichtig sei, so viele Hot Dogs und so viel Eiscreme wie möglich zu essen. Das sind doch mal großartige Traditionen!
Wir machten uns also auf die Suche nach Eis. Das war bei so vielen Menschen gar nicht so einfach. Irgendwann landeten wir am Wasser, in der Nähe des Rathauses. Zwar ohne Eis, aber immerhin mit einem tröstenden Hot Dog. Wir beschlossen uns weiter in Richtung Aker Brygge durchzuschlagen. Auf dem Weg trafen wir noch einen Chemiker. Dann waren wir endlich erfolgreich und sahen uns einem Eiswagen gegenüber. Der führte zwar bloß abgepacktes Wassereis, aber wir waren verzweifelt. Selbstverständlich begegneten uns, nachdem wir das dann endlich hatten, tausende Eisbuden... Allerdings waren die Schlangen da so lang, dass wir letztendlich doch froh über unser schnelles Eischen waren und es am Wasser in Ruhe geniessen konnten.
Dann waren wir beim Lunch zu Karina eingeladen. Wiederum eine Kollegin von Irini, die mich allerdings beruhigte, dass noch mindestens zwei weitere Leute da wären, die nichts mit Chemie zu tun hätten. Yes!
Karina hatte selbst jede Menge Essen vorbereitet und alle eingeladenen hatten zusätzlich noch etwas mitgebracht. Ich hatte Muffins gebacken und während Irini frische Crepes zubereitete, half ich Karina dabei ihre Römme umzurühren. Ein armerschlaffendes Unterfangen, aber am Ende von Erfolg gekröhnt.
Bei denen waren wir dann etliche Stunden und haben jede Menge gegessen und erzählt. (Gott sei Dank auch über unchemikalische Dinge, wie etwa Filme, wo ich mich ja immerhin ein bißchen auskenne!)
Und die Leute sind auch sehr nett. Ich habe inzwischen ein sehr positives Bild von Chemikern im Allgemeinen entwickelt!
Der 17. Mai ist ein ziemlich guter Nationalfeiertag. Als wir irgendwann gegen Abend nach Hause kamen, traf auch Mirjam wieder ein, die für Bewerbungsgespräche in Deutschland war und sich schämen sollte, das verpasst zu haben. Aber bald ist ja nächstes Jahr!
Und als Lied des Tages gibt es das, was mir von der einen Kapelle am besten gefallen hat!
Dienstag, 1. Mai 2012
Moonshine got me...
Aaach... ein weiterer Konzertabend.
Letzten Donnerstag war ich mit Irini im Rockefeller. Es spielten drei Bands auf : Dig Deeper, Grand Cafe und Daniel Norgren.
Ich persönlich war nur an letztgenanntem interessiert und hatte Irini auch nur den vorab gezeigt.
In grober Fahrlässigkeit habe ich es versäumt, mir Dig Deeper und Grand Cafe vorher anzuhören. Sowas passiert mir nicht nochmal.
Wir waren püntklich um 21 Uhr an Ort und Stelle und Dig Deeper kamen gerade auf die Bühne und nahmen ihre Instrumente in die Hand.
Und sie waren poppig. Und seicht. Die relativen jungen Menschen auf der Bühne präsentierten dem noch sehr leeren Rockefeller ein mittelprächtiges Set. Uns persönlich gefiel ein Teil von einem Lied. Keine besonders positive Ausbeute also.
Dann haben wir wetten darauf abgeschlossen, ob uns die zweite Band besser gefallen könnte. Wir beide haben behauptet, dass es noch schlimmer wird - motiviert durch die Hoffnung eines besseren belehrt zu werden. Aber leider hatten wir den Nagel auf den Kopf getroffen. Grand Cafe war noch viel langweiliger. Da sind wir in der Zwischenzeit mal rausgegangen, weil Irini gerne rauchen wollte.
Im Vergleich zur ersten Band hatten die auch nicht nur eine halbe, sondern eine Dreiviertelstunde Zeit für ihr Geschrammel. Die kam uns unverhältnismäßig länger vor. Außerdem sammelte der Sänger nicht gerade Punkte dadurch, dass er von den sieben hinter ihm stehenden Gitarren nur die auswählte, die farblich zu seinem Outfit passten... Puuh.
Aber dann kam die letzte Umbaupause und um Viertel nach Elf betrat Daniel Norgren die Bühne und alles wurde schlagartig besser. Der hat sich mit seinem tiefen Blues die Seele aus dem Leib gesungen und sah mal wieder erfrischend sympathisch wie gerade aus dem Wald spaziert aus. Sehr erleichtert war ich natürlich auch, als Irini mir mitteilte, dass ihr das nun bedeutend besser gefalle. Der Daniel war so gut, er hat den ganzen Abend gerettet und die beiden anderen Bands komplett vergessen gemacht.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass er leider überhaupt keinen Merch mit hatte. Und ich hätte mir so gerne eine CD von ihm gekauft... Nach einer Stunde brachte er sein Set zu Ende und war damit perfekt auf den Abfahrtszeitpunkt unserer letzten Bahn nach Hause abgestimmt. Wir sputeten uns davon (und hoffen, dass er keine Zugaben gegeben hat) und damit meine ich richtig echtes Laufen. Irini ist leider ein sportlicher Mensch und ich bin ihr mit 20 Metern abstand und rutschenden Hosen hinterher gehechelt... Wir waren letztendlich sogar drei Minuten zu früh an der Haltestelle. Aber sicher ist sicher. Und es hat sich einmal mehr bestätigt, dass ich das Rockefeller als Veranstaltungsort wirklich sehr gerne mag.
Letzten Donnerstag war ich mit Irini im Rockefeller. Es spielten drei Bands auf : Dig Deeper, Grand Cafe und Daniel Norgren.
Ich persönlich war nur an letztgenanntem interessiert und hatte Irini auch nur den vorab gezeigt.
In grober Fahrlässigkeit habe ich es versäumt, mir Dig Deeper und Grand Cafe vorher anzuhören. Sowas passiert mir nicht nochmal.
Wir waren püntklich um 21 Uhr an Ort und Stelle und Dig Deeper kamen gerade auf die Bühne und nahmen ihre Instrumente in die Hand.
Und sie waren poppig. Und seicht. Die relativen jungen Menschen auf der Bühne präsentierten dem noch sehr leeren Rockefeller ein mittelprächtiges Set. Uns persönlich gefiel ein Teil von einem Lied. Keine besonders positive Ausbeute also.
Dann haben wir wetten darauf abgeschlossen, ob uns die zweite Band besser gefallen könnte. Wir beide haben behauptet, dass es noch schlimmer wird - motiviert durch die Hoffnung eines besseren belehrt zu werden. Aber leider hatten wir den Nagel auf den Kopf getroffen. Grand Cafe war noch viel langweiliger. Da sind wir in der Zwischenzeit mal rausgegangen, weil Irini gerne rauchen wollte.
Im Vergleich zur ersten Band hatten die auch nicht nur eine halbe, sondern eine Dreiviertelstunde Zeit für ihr Geschrammel. Die kam uns unverhältnismäßig länger vor. Außerdem sammelte der Sänger nicht gerade Punkte dadurch, dass er von den sieben hinter ihm stehenden Gitarren nur die auswählte, die farblich zu seinem Outfit passten... Puuh.
Aber dann kam die letzte Umbaupause und um Viertel nach Elf betrat Daniel Norgren die Bühne und alles wurde schlagartig besser. Der hat sich mit seinem tiefen Blues die Seele aus dem Leib gesungen und sah mal wieder erfrischend sympathisch wie gerade aus dem Wald spaziert aus. Sehr erleichtert war ich natürlich auch, als Irini mir mitteilte, dass ihr das nun bedeutend besser gefalle. Der Daniel war so gut, er hat den ganzen Abend gerettet und die beiden anderen Bands komplett vergessen gemacht.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass er leider überhaupt keinen Merch mit hatte. Und ich hätte mir so gerne eine CD von ihm gekauft... Nach einer Stunde brachte er sein Set zu Ende und war damit perfekt auf den Abfahrtszeitpunkt unserer letzten Bahn nach Hause abgestimmt. Wir sputeten uns davon (und hoffen, dass er keine Zugaben gegeben hat) und damit meine ich richtig echtes Laufen. Irini ist leider ein sportlicher Mensch und ich bin ihr mit 20 Metern abstand und rutschenden Hosen hinterher gehechelt... Wir waren letztendlich sogar drei Minuten zu früh an der Haltestelle. Aber sicher ist sicher. Und es hat sich einmal mehr bestätigt, dass ich das Rockefeller als Veranstaltungsort wirklich sehr gerne mag.
Mittwoch, 25. April 2012
Herr Bernhoft lässt grüßen.
Am 14. April war ich auf einem Konzert. Das wurde auch mal wieder Zeit!
Das Ticket war ein weihnachtliches Geschenk der Eltern und wartete im Bilderrahmen meiner Hindenburg auf Verwendung.
Neben der Vorfreude war ich allerdings auch recht angespannt... Denn das Ganze sollte im Spektrum statt finden. Das ist hier in Oslo die größte Konzerthalle, wenn ich das richtig überblicke. Es passen so circa 9000 Menschen da rein und ich war noch nie auf einem so großen Konzert, das nicht unter freiem Himmel war.
Kaizers haben zu ihrem 10 jährigen Bandjubiläum da drin gespielt. Über die kenne ich überhaupt auch den Herren - Jarle Bernhoft - zu dessen Konzert ich ging. Der war nämlich letztes Jahr für die Vorband in Deutschland. Hier in Norwegen geht der aber sowas von durch die Decke. Sowie der sagt, dass er irgendwo spielt, ist das ausverkauft. Deswegen wollte er mal ins Spektrum, denn da muss dann niemand draußen bleiben, weil es genug Karten gibt. Die Rechnung ist auch sehr gut aufgegangen. Das Haus war voll, wenn auch nicht bis zum Bersten ausverkauft.
Und so schlimm ist das Spektrum auch nicht. Ich hatte arge bedenken, dass das keine schöne Atmosphäre gibt, wenn alles so groß ist, aber insgesamt war alles enger bei einander, als ich mir das vorgestellt hatte. Ich hatte auch fix einen Platz dicht an der Bühne und war damit sehr zufrieden. In so Videos sehen Konzerträume irgendwie immer größer aus.
Der Jarle hatte auf jeden Fall mit Foy Vance einen sehr sympathischen Menschen als Vorband. Und dann musste man auch nur eine halbe Stunde warten bis das los ging.
Die Band von ihm war fantastisch. Das hat mich sehr überrascht, denn bisher hatte ich ihn live nur komplett allein gesehen. Aber so eine Konzerthalle will man auch ausfüllen irgendwie. Das Highlight für mich war aber, dass der Gute dann doch drei Lieder komplett allein gespielt hat. Und man hat ihm auch die ganze Zeit angesehen, wie viel Spaß er dabei hat, sich mal ordentlich feiern zu lassen.
Das einzig merkwürdige war allerdings das Material aus dem sein Anzug war. Da bin ich mir nicht sicher... es sah sehr glänzend und schwer aus... Ich hoffe inständig, dass es kein Leder war.
Jaja, der Jarle. Das war schon klasse. Besonders, weil er 2 Stunden gespielt hat. Ich hätte fast nicht geglaubt, dass er soviel Material hat.
Und morgen gibt es Daniel Norgren mit Irini. Der Frühling zeigt sich musikalisch. Das gefällt mir.
Und hier noch eine kleine Kostprobe vom ZDF, da mich die selbstgedrehten Youtube Videos aus dem Spektrum qualitativ nicht überzeugen.
Das Ticket war ein weihnachtliches Geschenk der Eltern und wartete im Bilderrahmen meiner Hindenburg auf Verwendung.
Neben der Vorfreude war ich allerdings auch recht angespannt... Denn das Ganze sollte im Spektrum statt finden. Das ist hier in Oslo die größte Konzerthalle, wenn ich das richtig überblicke. Es passen so circa 9000 Menschen da rein und ich war noch nie auf einem so großen Konzert, das nicht unter freiem Himmel war.
Kaizers haben zu ihrem 10 jährigen Bandjubiläum da drin gespielt. Über die kenne ich überhaupt auch den Herren - Jarle Bernhoft - zu dessen Konzert ich ging. Der war nämlich letztes Jahr für die Vorband in Deutschland. Hier in Norwegen geht der aber sowas von durch die Decke. Sowie der sagt, dass er irgendwo spielt, ist das ausverkauft. Deswegen wollte er mal ins Spektrum, denn da muss dann niemand draußen bleiben, weil es genug Karten gibt. Die Rechnung ist auch sehr gut aufgegangen. Das Haus war voll, wenn auch nicht bis zum Bersten ausverkauft.
Und so schlimm ist das Spektrum auch nicht. Ich hatte arge bedenken, dass das keine schöne Atmosphäre gibt, wenn alles so groß ist, aber insgesamt war alles enger bei einander, als ich mir das vorgestellt hatte. Ich hatte auch fix einen Platz dicht an der Bühne und war damit sehr zufrieden. In so Videos sehen Konzerträume irgendwie immer größer aus.
Der Jarle hatte auf jeden Fall mit Foy Vance einen sehr sympathischen Menschen als Vorband. Und dann musste man auch nur eine halbe Stunde warten bis das los ging.
Die Band von ihm war fantastisch. Das hat mich sehr überrascht, denn bisher hatte ich ihn live nur komplett allein gesehen. Aber so eine Konzerthalle will man auch ausfüllen irgendwie. Das Highlight für mich war aber, dass der Gute dann doch drei Lieder komplett allein gespielt hat. Und man hat ihm auch die ganze Zeit angesehen, wie viel Spaß er dabei hat, sich mal ordentlich feiern zu lassen.
Das einzig merkwürdige war allerdings das Material aus dem sein Anzug war. Da bin ich mir nicht sicher... es sah sehr glänzend und schwer aus... Ich hoffe inständig, dass es kein Leder war.
Jaja, der Jarle. Das war schon klasse. Besonders, weil er 2 Stunden gespielt hat. Ich hätte fast nicht geglaubt, dass er soviel Material hat.
Und morgen gibt es Daniel Norgren mit Irini. Der Frühling zeigt sich musikalisch. Das gefällt mir.
Und hier noch eine kleine Kostprobe vom ZDF, da mich die selbstgedrehten Youtube Videos aus dem Spektrum qualitativ nicht überzeugen.
Montag, 23. April 2012
Momente mit Marlene (und anderen Palmen)
Während Marlenes Besuch hier, gab es natürlich noch ein paar weitere erwähnenswerte Momente.
Am Sonntag nach dem by:larm zum Beispiel war ja auch noch Palme hier und wir haben den Tag mit Ausschlafen und einem englischen Frühstück verbracht. Das war großartig. Danach wollten wir auch nicht viel anderes machen, als gemütlich um den Sognsvann zu spazieren. Dabei konnten wir uns nicht zurückhalten und mussten selbstverständlich auch auf den zugefrorenen See. Dort kam es zu milden Schneewrestlingszenen.
Der See war noch zugefroren und es sind auch noch einige Leute darauf unterwegs gewesen, allerdings war das wohl eine der letzten Möglichkeiten, denn ab und an hat man da schon so knackende Geräusche vernommen, die einem nicht gerade ein Gefühl von Sicherheit vermittelt haben.
Wieder zu Hause angekommen gab es ein bißchen internationales Kartenspiel mit Irini und Mirjam noch, allerdings habe ich die meisten Regeln und Spiele schon wieder vergessen.
Am Abend habe ich Palme und Marlene dann noch die ersten beiden Folgen von Sherlock gezeigt. Und als Menschen mit gutem Geschmack waren sie natürlich begeistert.
Am Tag darauf haben wir Palme verabschiedet und uns selbst der Stadt auch mal bei Tageslicht gewidmet.
Marlene war ja recht lange hier und ich finde, wir haben unsere Zeit optimal genutzt. Gut, ich musste nebenbei ein komisches Paper schreiben, aber da hat uns nicht davon abgehalten, massiv dem Stricken nachzugehen. Natürlich waren wir auch im Mono, auch wenn die Band dort uns ein bißchen Angst eingejagt hat. Naja, Angst ist vielleicht zu hoch gegriffen, aber der Sänger hat permanent den Neuzugang der Band (eine Dame mit Geige) mit seinen Augen ausgezogen. Und sich selbst fand er auch noch so super, dass das schon ein bißchen anstrengend war. Die Musik konnte man sich anhören, aber sie hat keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Wir waren auf einem Kaizers Konzert. Das hat sich angeboten. Allerdings war es das erste Kaizers Konzert, von dem wir unglücklich nach Hause gefahren sind. Denn die Menschen dort, waren einfach zum Kotzen. Nicht die Kaizer natürlich, denen kann man nichts vorwerfen, die haben super Stimmung gemacht. Aber wir haben uns leider in einen Haufen von Idioten gestellt. Das konnte man vorher nicht wissen, aber die haben uns den Spaß vermiest. In der Sentrum Scene gibt es nämlich Stufen und wir standen direkt an einer dran. Das heißt, die Menschen vor uns haben uns zurückgedrängt, ohne dass wir einen Schritt nach hinten machen konnten (wegen der doofen Stufe) und die Menschen hinter uns waren damit beschäftigt uns in den Nacken zu atmen und mit ihren Ellbogen zu bearbeiten. Das hat leider stark vom eigentlichen Geschehen auf der Bühne abgelenkt. Objektiv gesehen war es aber ein super Konzert, auch wenn die Setlist nicht gerade meine persönlichen Favouriten beinhaltete. Beim Konzert in Leipzig wurde all das aber wieder mehr als gut gemacht.
Wir sind auch viel zu Fuß unterwegs gewesen... von hier nach Grünerlökka, von Frognerseteren steile Schneeklippen hinab zum Holmenkollen, wobei wir auf Menschen trafen, die im Schnee standen, grillten und laut Scooter hörten. Schlitten waren auch da. Das sah nach einer guten Unternehmung aus.
Außerdem sind wir mit Irini mal zum Fram-Museum gefahren. Das ist ja sowieso schon mein Lieblingsmuseum auf Bygdöy, aber die haben das gerade frisch umgestaltet und jetzt ist das noch viel, viel besser. Auch wenn man das kaum glauben mag.
Das gesamte Design ist deutlich kälter, was zu einem Museum für Polarexpeditionen natürlich sehr gut passt und es gibt mehr Bilder und Informationen. Das Ganze ist auf 3 Ebenen einfach viel zuschauerfreundlicher präsentiert.
Eine fantastische Neuerung ist auch ein Kühltunnel, in dem man die Temperaturen nachempfinden kann. Gut, da drin sind nur -10°, am Südpol ist es sicherlich kälter, aber das ist schon einfach wirklich schön gemacht.
Am Ende des Eistunnels muss man sich auch hüten, nicht von einem Eisbären aus der Decke attackiert zu werden...
Und für jeden, der sich schon immer mal gefragt hat, wie ich als Polarforscher aussehen würde, gibt es hier die Antwort:
Ich finde ja, das steht mir ausgezeichnet.
Nach wie vor kann man in das Schiff und sich dort umsehen. An Deck gibt es nun allerdings auch in regelmäßigen Abständen eine riesige Projektion, die mit einem Sonnensturm beginnt und in einer Polarlichterschau um das gesamte Schiff herum endet. Das nährt nur noch den Wunsch auch endlich mal das richtige Nordlicht zu sehen.
Hach, wirklich schön war's.
Am Sonntag nach dem by:larm zum Beispiel war ja auch noch Palme hier und wir haben den Tag mit Ausschlafen und einem englischen Frühstück verbracht. Das war großartig. Danach wollten wir auch nicht viel anderes machen, als gemütlich um den Sognsvann zu spazieren. Dabei konnten wir uns nicht zurückhalten und mussten selbstverständlich auch auf den zugefrorenen See. Dort kam es zu milden Schneewrestlingszenen.
Der See war noch zugefroren und es sind auch noch einige Leute darauf unterwegs gewesen, allerdings war das wohl eine der letzten Möglichkeiten, denn ab und an hat man da schon so knackende Geräusche vernommen, die einem nicht gerade ein Gefühl von Sicherheit vermittelt haben.
Wieder zu Hause angekommen gab es ein bißchen internationales Kartenspiel mit Irini und Mirjam noch, allerdings habe ich die meisten Regeln und Spiele schon wieder vergessen.
Am Abend habe ich Palme und Marlene dann noch die ersten beiden Folgen von Sherlock gezeigt. Und als Menschen mit gutem Geschmack waren sie natürlich begeistert.
Am Tag darauf haben wir Palme verabschiedet und uns selbst der Stadt auch mal bei Tageslicht gewidmet.
Marlene war ja recht lange hier und ich finde, wir haben unsere Zeit optimal genutzt. Gut, ich musste nebenbei ein komisches Paper schreiben, aber da hat uns nicht davon abgehalten, massiv dem Stricken nachzugehen. Natürlich waren wir auch im Mono, auch wenn die Band dort uns ein bißchen Angst eingejagt hat. Naja, Angst ist vielleicht zu hoch gegriffen, aber der Sänger hat permanent den Neuzugang der Band (eine Dame mit Geige) mit seinen Augen ausgezogen. Und sich selbst fand er auch noch so super, dass das schon ein bißchen anstrengend war. Die Musik konnte man sich anhören, aber sie hat keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Wir waren auf einem Kaizers Konzert. Das hat sich angeboten. Allerdings war es das erste Kaizers Konzert, von dem wir unglücklich nach Hause gefahren sind. Denn die Menschen dort, waren einfach zum Kotzen. Nicht die Kaizer natürlich, denen kann man nichts vorwerfen, die haben super Stimmung gemacht. Aber wir haben uns leider in einen Haufen von Idioten gestellt. Das konnte man vorher nicht wissen, aber die haben uns den Spaß vermiest. In der Sentrum Scene gibt es nämlich Stufen und wir standen direkt an einer dran. Das heißt, die Menschen vor uns haben uns zurückgedrängt, ohne dass wir einen Schritt nach hinten machen konnten (wegen der doofen Stufe) und die Menschen hinter uns waren damit beschäftigt uns in den Nacken zu atmen und mit ihren Ellbogen zu bearbeiten. Das hat leider stark vom eigentlichen Geschehen auf der Bühne abgelenkt. Objektiv gesehen war es aber ein super Konzert, auch wenn die Setlist nicht gerade meine persönlichen Favouriten beinhaltete. Beim Konzert in Leipzig wurde all das aber wieder mehr als gut gemacht.
Wir sind auch viel zu Fuß unterwegs gewesen... von hier nach Grünerlökka, von Frognerseteren steile Schneeklippen hinab zum Holmenkollen, wobei wir auf Menschen trafen, die im Schnee standen, grillten und laut Scooter hörten. Schlitten waren auch da. Das sah nach einer guten Unternehmung aus.
Außerdem sind wir mit Irini mal zum Fram-Museum gefahren. Das ist ja sowieso schon mein Lieblingsmuseum auf Bygdöy, aber die haben das gerade frisch umgestaltet und jetzt ist das noch viel, viel besser. Auch wenn man das kaum glauben mag.
Das gesamte Design ist deutlich kälter, was zu einem Museum für Polarexpeditionen natürlich sehr gut passt und es gibt mehr Bilder und Informationen. Das Ganze ist auf 3 Ebenen einfach viel zuschauerfreundlicher präsentiert.
Eine fantastische Neuerung ist auch ein Kühltunnel, in dem man die Temperaturen nachempfinden kann. Gut, da drin sind nur -10°, am Südpol ist es sicherlich kälter, aber das ist schon einfach wirklich schön gemacht.
Am Ende des Eistunnels muss man sich auch hüten, nicht von einem Eisbären aus der Decke attackiert zu werden...
Und für jeden, der sich schon immer mal gefragt hat, wie ich als Polarforscher aussehen würde, gibt es hier die Antwort:
Ich finde ja, das steht mir ausgezeichnet.
Nach wie vor kann man in das Schiff und sich dort umsehen. An Deck gibt es nun allerdings auch in regelmäßigen Abständen eine riesige Projektion, die mit einem Sonnensturm beginnt und in einer Polarlichterschau um das gesamte Schiff herum endet. Das nährt nur noch den Wunsch auch endlich mal das richtige Nordlicht zu sehen.
Hach, wirklich schön war's.
Montag, 2. April 2012
Eins, zwei, drei - schon ist das by:larm wieder vorbei.
Ach ja. Der dritte Festivaltag gestaltete sich nicht ganz so wie erhofft.
Beginnen wollten wir alle gemeinsam im Folketheatret mit Ida Maria. Dort mussten wir allerdings feststellen, dass man nicht hinein darf, wenn man nicht seine Jacke abgibt. Das ist eben ein vernünftiges Theater. Allerdings wollten die einem dafür 25 Kronen abknöpfen. Darüber waren wir nicht begeistert und machten uns zu alternativen Landen auf.
Nach einiger Kriegsberatung, beschlossen Marlene und ich dann endlich mal ins Mono zu gehen, um uns I Got You On Tape aus Dänemark anzuschauen. Wir mussten zwar ein bißchen warten bis das mit denen los ging, aber das war ganz gut, denn so konnten wir immerhin tatsächlich noch rein. Das kleine Etablissement füllte sich nämlich sehr schnell.
Die Band war auch ganz gut. Ich war vor allem von der vollen und beeindruckenden Stimme des dicklichen Sängers begeistert. Man hätte so eine Kraft von dem nicht erwartet. Auch der Rest der Band produzierte Sound mit ordentlichem Wums. Am Anfang war ich ziemlich begeistert. Das ebbte allerdings ein bißchen ab, als man merkte, dass hier dann doch alle Lieder recht ähnlich klingen... Nicht schlecht, aber auch nicht gerade abwechslungsreich.
Der Abend sagte ein Pendeln zwischen Mono und Rockefeller voraus und so machten wir uns hurtig an einen Ortswechsel, um Zeuge von Rubik, ein paar Finnen, zu werden. Die waren tatsächlich ziemlich cool. Es fällt mir schwer sie im Nachhinein zu beschreiben, aber ich hatte großen Spaß und die haben mit verschiedenen Instrumenten nur so um sich geschmissen und dadurch die ersehnte Abwechslung spielend leicht erreicht.
Nach ihnen ging es zurück zum Mono, um die allererste Band, die wir auf dem Festival gesehen hatten (I Am Sound), noch einmal genießen zu können.
Da ereilte uns dann aber der Fluch des Mono. Es ist zu klein. Beziehungsweise zu beliebt. Eine Schlange stand bis draußen. Keine Chance auf Eintritt für uns, also blieb uns nichts anderes übrig, als wehmütig die Ohren an die Scheiben zu quetschen und so ein bißchen Musik mitzunehmen.
Ein kleiner Trost war dabei immerhin, dass der bemützte Fotograf, den wir auf fast allen unserer Konzerte auch immer irgendwo erspäht hatten, auch aufgeben und weiterziehen musste.
Zurück im Rockefeller erklommen wir die Galerie und suchten uns ein gemütliches Plätzchen für Eye Emma Jedi. Beim Vorabhören wurden sie für ganz gut befunden und dann hat man natürlich gute Hoffnungen, dass sich das live nur noch steigert. Aber Pustekuchen. Die waren scheisse. Langweilige Hipsterjungens, die einen auf supercool machten. Das beste an denen war, dass wir auf der Galerie dicht bei ihren Familien standen und deren Mütter sehr eifrig mitgefiebert haben. Ein wahrlich amüsanter Anblick.
Eigentlich wollte ich mir dann das Trommelfell bei Kvelertak zerblasen lassen, aber da die im gleichen Theater wie Ida Maria spielen sollten und ich nach wie vor keine Lust auf Garderobengebühren hatte, blieb ich bei Marlene im Rockefeller. Auf der kleinen Bühne dort spielten irgendwelche Schweden, die ganz grauenhaft waren.
Wir hielten uns in einer Ecke auf (da wir mit Palme verabredet waren) und lasen Zeitung. Außerdem fanden wir dabei CDs rumliegen, die wir sicherheitshalber mal einsteckten. Palme sagte uns ab. In einem anderen Teil der Stadt war die Musik eindeutig besser.
Wir hingegen gaben Sondre Lerche die Chance uns von sich zu überzeugen und er scheiterte.
Frustriert marschierten wir in Richtung Sentrum Scene um beim Soundcheck einer Metall Band zuzusehen und dann ins Festivalzelt auf dem Youngstorget. Da konnte man immerhin ein bißchen sitzen. Allerdings fing dann ein kleiner Rapper mit seinem Konzert an und verjagte uns erfolgreich. Wir standen also lieber Lollis lutschend im Sägespänematsch vor dem Zelt.
Nach einiger Zeit trafen wir uns dann doch noch mit Palme für Mikhael Paskalev. Auf den hatte ich große Hoffnungen gesetzt, aber wir hatten doofe Plätze und Mikhael kam nur ganz dünn zu uns durch. Das war nicht gerade hilfreich für unsere Stimmung.
Finster beschlossen wir uns lieber gleich zurück ins Rockefeller zu begeben, um bei Kitchie Kitchie Ki Me O, unserer letzten Band des Festivals, gute Plätze zu haben.
Dementsprechend fanden wir uns bald direkt vor der Soundinsel wieder und warteten ungeduldig.
Doch Gott sei Dank machten die Kitchies das hadern der vorangegangenen Stunden wett indem sie einfach nur großartig waren. Unsympathisch, aber dafür musikalisch einwandfrei.
Und am Ende des Abends stellte sich heraus, dass die CDs, die ich eingesteckt hatte, deren Album enthielten. Welch Glück.
So wurde ein Abend auf der Kippe dann doch noch zu einem hervorragenden Festivalabschluss. Und das by:larm 2013 ist ja auch nicht mehr weit weg...
Beginnen wollten wir alle gemeinsam im Folketheatret mit Ida Maria. Dort mussten wir allerdings feststellen, dass man nicht hinein darf, wenn man nicht seine Jacke abgibt. Das ist eben ein vernünftiges Theater. Allerdings wollten die einem dafür 25 Kronen abknöpfen. Darüber waren wir nicht begeistert und machten uns zu alternativen Landen auf.
Nach einiger Kriegsberatung, beschlossen Marlene und ich dann endlich mal ins Mono zu gehen, um uns I Got You On Tape aus Dänemark anzuschauen. Wir mussten zwar ein bißchen warten bis das mit denen los ging, aber das war ganz gut, denn so konnten wir immerhin tatsächlich noch rein. Das kleine Etablissement füllte sich nämlich sehr schnell.
Die Band war auch ganz gut. Ich war vor allem von der vollen und beeindruckenden Stimme des dicklichen Sängers begeistert. Man hätte so eine Kraft von dem nicht erwartet. Auch der Rest der Band produzierte Sound mit ordentlichem Wums. Am Anfang war ich ziemlich begeistert. Das ebbte allerdings ein bißchen ab, als man merkte, dass hier dann doch alle Lieder recht ähnlich klingen... Nicht schlecht, aber auch nicht gerade abwechslungsreich.
Der Abend sagte ein Pendeln zwischen Mono und Rockefeller voraus und so machten wir uns hurtig an einen Ortswechsel, um Zeuge von Rubik, ein paar Finnen, zu werden. Die waren tatsächlich ziemlich cool. Es fällt mir schwer sie im Nachhinein zu beschreiben, aber ich hatte großen Spaß und die haben mit verschiedenen Instrumenten nur so um sich geschmissen und dadurch die ersehnte Abwechslung spielend leicht erreicht.
Nach ihnen ging es zurück zum Mono, um die allererste Band, die wir auf dem Festival gesehen hatten (I Am Sound), noch einmal genießen zu können.
Da ereilte uns dann aber der Fluch des Mono. Es ist zu klein. Beziehungsweise zu beliebt. Eine Schlange stand bis draußen. Keine Chance auf Eintritt für uns, also blieb uns nichts anderes übrig, als wehmütig die Ohren an die Scheiben zu quetschen und so ein bißchen Musik mitzunehmen.
Ein kleiner Trost war dabei immerhin, dass der bemützte Fotograf, den wir auf fast allen unserer Konzerte auch immer irgendwo erspäht hatten, auch aufgeben und weiterziehen musste.
Zurück im Rockefeller erklommen wir die Galerie und suchten uns ein gemütliches Plätzchen für Eye Emma Jedi. Beim Vorabhören wurden sie für ganz gut befunden und dann hat man natürlich gute Hoffnungen, dass sich das live nur noch steigert. Aber Pustekuchen. Die waren scheisse. Langweilige Hipsterjungens, die einen auf supercool machten. Das beste an denen war, dass wir auf der Galerie dicht bei ihren Familien standen und deren Mütter sehr eifrig mitgefiebert haben. Ein wahrlich amüsanter Anblick.
Eigentlich wollte ich mir dann das Trommelfell bei Kvelertak zerblasen lassen, aber da die im gleichen Theater wie Ida Maria spielen sollten und ich nach wie vor keine Lust auf Garderobengebühren hatte, blieb ich bei Marlene im Rockefeller. Auf der kleinen Bühne dort spielten irgendwelche Schweden, die ganz grauenhaft waren.
Wir hielten uns in einer Ecke auf (da wir mit Palme verabredet waren) und lasen Zeitung. Außerdem fanden wir dabei CDs rumliegen, die wir sicherheitshalber mal einsteckten. Palme sagte uns ab. In einem anderen Teil der Stadt war die Musik eindeutig besser.
Wir hingegen gaben Sondre Lerche die Chance uns von sich zu überzeugen und er scheiterte.
Frustriert marschierten wir in Richtung Sentrum Scene um beim Soundcheck einer Metall Band zuzusehen und dann ins Festivalzelt auf dem Youngstorget. Da konnte man immerhin ein bißchen sitzen. Allerdings fing dann ein kleiner Rapper mit seinem Konzert an und verjagte uns erfolgreich. Wir standen also lieber Lollis lutschend im Sägespänematsch vor dem Zelt.
Nach einiger Zeit trafen wir uns dann doch noch mit Palme für Mikhael Paskalev. Auf den hatte ich große Hoffnungen gesetzt, aber wir hatten doofe Plätze und Mikhael kam nur ganz dünn zu uns durch. Das war nicht gerade hilfreich für unsere Stimmung.
Finster beschlossen wir uns lieber gleich zurück ins Rockefeller zu begeben, um bei Kitchie Kitchie Ki Me O, unserer letzten Band des Festivals, gute Plätze zu haben.
Dementsprechend fanden wir uns bald direkt vor der Soundinsel wieder und warteten ungeduldig.
Doch Gott sei Dank machten die Kitchies das hadern der vorangegangenen Stunden wett indem sie einfach nur großartig waren. Unsympathisch, aber dafür musikalisch einwandfrei.
Und am Ende des Abends stellte sich heraus, dass die CDs, die ich eingesteckt hatte, deren Album enthielten. Welch Glück.
So wurde ein Abend auf der Kippe dann doch noch zu einem hervorragenden Festivalabschluss. Und das by:larm 2013 ist ja auch nicht mehr weit weg...
Sonntag, 1. April 2012
Des by:larms zweiter Tag.
(Die Abwesenheit von Fotos ist übrigens meinem Laptop in die Schuhe zu schieben. Der hat momentan nämlich etwas gegen diese Funktion und bringt sich immer selbst ins Bett, wenn man welche hochladen möchte.)
Nachdem wir also Donnerstag spät zu Hause waren, sah ich der Uni am Freitag nicht unbedingt mit Begeisterung entgegen. Das war letztendlich aber auch okay, denn wirklich lange ist ja so ein Seminar auch nicht.
Wieder zu Hause angekommen, stellte ich erfreut fest, dass Marlene und Palme es gerade geschafft hatten zu frühstücken und sich für den Tag bereit zu machen. Richtig viel haben wir nicht mehr gemacht, außer natürlich noch mehr essen und sind dann recht früh in die Stadt gefahren und haben uns zum Revolver aufgemacht.
Dort spielte im Keller "Prins Polo", eine isländische Band, die sehr gute Laune verbreitete. Der Sänger trug ein Papierkrönchen und machte humorvolle Ansagen in akzentbeladenem Englisch. Leider singen Prins Polo ihre lustigen Texte in ihrer Heimatsprache, deswegen konnten wir nicht die Texte genießen... aber wir wurden Zeuge, wie ein Publikumsmitglied, bei dem es sich um die Bandgefährtin von Snorri Helgasson handelte, von Prins Polo höchstpersönlich zum Ritter geschlagen wurde. Leider war der Band das weibliche Äquivalent zum Ritter nicht bekannt und deswegen ist die Gute jetzt bloß eine Lady. Aber das ist ja auch besser als nix.
Weil wir im Anschluss nicht zu spät zu "Jarle Bernhoft" kommen wollten, machten wir uns allerdings auch schon sehr früh wieder vom Polo Prinsen fort.
Den Herren Bernhoft kennen wir seit letztem Jahr dadurch, dass er uns als Vorband der Kaizer drei Mal beglücken konnte. Der ist nämlich eine Ein-Mann-Band mit höchstem Entertainment-Faktor und großartiger Stimme. Durch Loops erzeugt er eine musikalische Atmosphäre, die einen staunen lässt, dass sich da wirklich nicht irgendwo doch eine vollzählige Band hinter ihm versteckt.
Das schöne an lediglich einer halben Stunde Spielzeit ist auch, dass er das zum bersten gefüllte Rockefeller mit einem Hit nach dem anderen bombardiert.
Das Publikum ist extrem laut und begeistert, aber so groß wie Bernhoft hier inzwischen ist, muss man sich darüber auch nicht mehr wundern. Am 14. April schon werde ich ihn wieder anschauen. Im Spektrum. Dem größten Haus am Platze. Und dort mit Band. Man darf gespannt sein.
Nach Jarle geht es fix zur Kulturkirche Jakob. Kulturkirche deshalb, weil dort keine Gottesdienste mehr drin statt finden, sondern wirklich nur noch kulturelle Events. Wir sind dort um uns Soley anzuschauen, eine junge Dame, die ebenfalls aus Island ist (und somit Prins Polo wieder aufgreift) und mit Loops arbeitet (das Bernhoft-Element). Sie ist dadurch das perfekte dritte Konzert an diesem Abend. Und die Stimmung in so einer Kirche ist natürlich auch sehr beeindruckend.
Inzwischen erkennen wir sogar Leute wieder, die öfter mal auf den gleichen Konserten anzutreffen sind, wie wir. Oslo ist eben nicht all zu groß.
Eigentlich hatte ich auf meinem Plan noch eine Füllerband, aber da ich mich schon seit langem sehr auf Daniel Norgren freue und keine Lust habe, mich weit von seinem Auftrittsort zu entfernen, begeben wir uns gleich nach Soley schon auf den Weg ins kleine Nokia-Zelt. Während wir noch dort hin spazieren, überfällt uns plötzlich Palme, von dem wir uns nach Bernhoft getrennt hatten und der inzwischen auch großen Spaß gehabt zu haben schien.
Da wir so früh da sind, können wir dem Daniel beim Soundcheck zugucken und selbst noch ein bißchen zum Verschnaufen sitzen. Man darf ja bei so einem Festival nicht alle seine Kräfte zu schnell verpulvern.
Doch dann spielt er wirklich. Er mit Gitarre und minimalem Fuß-Percussion-Set und ein Gefährte am Kontrabaß. Die zwei Schweden sehen aus wie die hinterletzten Waldmenschen, verwahrloste Söhne von Holzfällern oder so ähnlich... Sie spielen aber großartige Musik und bilden mit einem Blues-Feuerwerk mein persönliches Highlight des Abends.
Auf dem Weg aus dem kleinen Zelt muss man durch das große Zelt. Dort spielten Team Me. Marlene meinte, dass die sich live ganz gut angehört haben, aber ich war nach dem großartigen Daniel noch so gebannt, dass ich die nicht habe aufnehmen können.
Als letztes blieb uns bloß noch abschließend wie auch am Vorabend in die Sentrum Scene zurückzukehren. Heute für die Casiokids. Eine Band, die definitiv auch erstmal unterhalten will. Da kommt recht gerne viel Elektronik dazu, was ja eigentlich nicht so mein Fall ist, aber ein zwei Lieder von den Bergenern sagen mir dann doch auch zu. Und da die live nicht zu verachten sein sollen, darf man sich ja so eine Kostprobe nicht entgehen lassen.
Ich glaube, Palme war nicht so begeistert, weil er in seinem Kopf andere Vorstellungen hatte. Ich hingegen war angenehm überrascht. Da herrschte ein munterer, schwer überschaubarer Reigen auf der Bühne, der andauernd die Instrumente wechselte, hüpfte und zelebrierte gut gefunden zu werden. Am Ende kamen dann noch diverse als Tiere kostümierte Menschen auf die Bühne, die mittanzten und riesige Luftballons ins Publikum schossen. Da war das dann auch ein bißchen interaktiv.
Ich fand's unterhaltsam, aber den Abend gewonnen, hat dann doch der Herr Norgren, der Oslo auch im April wieder beehrt und mich definitiv in seinem Publikum erwarten darf.
Als wir den ersten Nachtbus verpassten und uns noch ein Eis im McDonalds während der halbstündigen Wartezeit gönnten, tauchte er auch zur Bestätigung mit seinem Bandkollegen auf. Und war ein Hühne! Da er während des Konzertes saß, ist mir das davor überhaupt nicht aufgefallen, aber die schwedische Luft muss echt gut sein, denn der ist locker über zwei Meter groß...
Ihm wird auch das Lied des Tages gegönnt: "Mean Old Devil Got On"
Nachdem wir also Donnerstag spät zu Hause waren, sah ich der Uni am Freitag nicht unbedingt mit Begeisterung entgegen. Das war letztendlich aber auch okay, denn wirklich lange ist ja so ein Seminar auch nicht.
Wieder zu Hause angekommen, stellte ich erfreut fest, dass Marlene und Palme es gerade geschafft hatten zu frühstücken und sich für den Tag bereit zu machen. Richtig viel haben wir nicht mehr gemacht, außer natürlich noch mehr essen und sind dann recht früh in die Stadt gefahren und haben uns zum Revolver aufgemacht.
Dort spielte im Keller "Prins Polo", eine isländische Band, die sehr gute Laune verbreitete. Der Sänger trug ein Papierkrönchen und machte humorvolle Ansagen in akzentbeladenem Englisch. Leider singen Prins Polo ihre lustigen Texte in ihrer Heimatsprache, deswegen konnten wir nicht die Texte genießen... aber wir wurden Zeuge, wie ein Publikumsmitglied, bei dem es sich um die Bandgefährtin von Snorri Helgasson handelte, von Prins Polo höchstpersönlich zum Ritter geschlagen wurde. Leider war der Band das weibliche Äquivalent zum Ritter nicht bekannt und deswegen ist die Gute jetzt bloß eine Lady. Aber das ist ja auch besser als nix.
Weil wir im Anschluss nicht zu spät zu "Jarle Bernhoft" kommen wollten, machten wir uns allerdings auch schon sehr früh wieder vom Polo Prinsen fort.
Den Herren Bernhoft kennen wir seit letztem Jahr dadurch, dass er uns als Vorband der Kaizer drei Mal beglücken konnte. Der ist nämlich eine Ein-Mann-Band mit höchstem Entertainment-Faktor und großartiger Stimme. Durch Loops erzeugt er eine musikalische Atmosphäre, die einen staunen lässt, dass sich da wirklich nicht irgendwo doch eine vollzählige Band hinter ihm versteckt.
Das schöne an lediglich einer halben Stunde Spielzeit ist auch, dass er das zum bersten gefüllte Rockefeller mit einem Hit nach dem anderen bombardiert.
Das Publikum ist extrem laut und begeistert, aber so groß wie Bernhoft hier inzwischen ist, muss man sich darüber auch nicht mehr wundern. Am 14. April schon werde ich ihn wieder anschauen. Im Spektrum. Dem größten Haus am Platze. Und dort mit Band. Man darf gespannt sein.
Nach Jarle geht es fix zur Kulturkirche Jakob. Kulturkirche deshalb, weil dort keine Gottesdienste mehr drin statt finden, sondern wirklich nur noch kulturelle Events. Wir sind dort um uns Soley anzuschauen, eine junge Dame, die ebenfalls aus Island ist (und somit Prins Polo wieder aufgreift) und mit Loops arbeitet (das Bernhoft-Element). Sie ist dadurch das perfekte dritte Konzert an diesem Abend. Und die Stimmung in so einer Kirche ist natürlich auch sehr beeindruckend.
Inzwischen erkennen wir sogar Leute wieder, die öfter mal auf den gleichen Konserten anzutreffen sind, wie wir. Oslo ist eben nicht all zu groß.
Eigentlich hatte ich auf meinem Plan noch eine Füllerband, aber da ich mich schon seit langem sehr auf Daniel Norgren freue und keine Lust habe, mich weit von seinem Auftrittsort zu entfernen, begeben wir uns gleich nach Soley schon auf den Weg ins kleine Nokia-Zelt. Während wir noch dort hin spazieren, überfällt uns plötzlich Palme, von dem wir uns nach Bernhoft getrennt hatten und der inzwischen auch großen Spaß gehabt zu haben schien.
Da wir so früh da sind, können wir dem Daniel beim Soundcheck zugucken und selbst noch ein bißchen zum Verschnaufen sitzen. Man darf ja bei so einem Festival nicht alle seine Kräfte zu schnell verpulvern.
Doch dann spielt er wirklich. Er mit Gitarre und minimalem Fuß-Percussion-Set und ein Gefährte am Kontrabaß. Die zwei Schweden sehen aus wie die hinterletzten Waldmenschen, verwahrloste Söhne von Holzfällern oder so ähnlich... Sie spielen aber großartige Musik und bilden mit einem Blues-Feuerwerk mein persönliches Highlight des Abends.
Auf dem Weg aus dem kleinen Zelt muss man durch das große Zelt. Dort spielten Team Me. Marlene meinte, dass die sich live ganz gut angehört haben, aber ich war nach dem großartigen Daniel noch so gebannt, dass ich die nicht habe aufnehmen können.
Als letztes blieb uns bloß noch abschließend wie auch am Vorabend in die Sentrum Scene zurückzukehren. Heute für die Casiokids. Eine Band, die definitiv auch erstmal unterhalten will. Da kommt recht gerne viel Elektronik dazu, was ja eigentlich nicht so mein Fall ist, aber ein zwei Lieder von den Bergenern sagen mir dann doch auch zu. Und da die live nicht zu verachten sein sollen, darf man sich ja so eine Kostprobe nicht entgehen lassen.
Ich glaube, Palme war nicht so begeistert, weil er in seinem Kopf andere Vorstellungen hatte. Ich hingegen war angenehm überrascht. Da herrschte ein munterer, schwer überschaubarer Reigen auf der Bühne, der andauernd die Instrumente wechselte, hüpfte und zelebrierte gut gefunden zu werden. Am Ende kamen dann noch diverse als Tiere kostümierte Menschen auf die Bühne, die mittanzten und riesige Luftballons ins Publikum schossen. Da war das dann auch ein bißchen interaktiv.
Ich fand's unterhaltsam, aber den Abend gewonnen, hat dann doch der Herr Norgren, der Oslo auch im April wieder beehrt und mich definitiv in seinem Publikum erwarten darf.
Als wir den ersten Nachtbus verpassten und uns noch ein Eis im McDonalds während der halbstündigen Wartezeit gönnten, tauchte er auch zur Bestätigung mit seinem Bandkollegen auf. Und war ein Hühne! Da er während des Konzertes saß, ist mir das davor überhaupt nicht aufgefallen, aber die schwedische Luft muss echt gut sein, denn der ist locker über zwei Meter groß...
Ihm wird auch das Lied des Tages gegönnt: "Mean Old Devil Got On"
Montag, 5. März 2012
by:Larm Auftakt
Es ist Donnerstagmorgen, der 16. Februar 2012. Ich werde dadurch geweckt, dass mein Drucker wie ein wahnsinniger losrattert. Wem ist dies zu verdanken? Der Herr Palm hat sich fein gemacht für den Karrieretag der UiO. Extra aus Zürich ist er angereist, um armen norwegischen Studenten die beruflichen Chancen vor der Nase wegzuschnappen. Und damit alle sehen können, wie gut vorbereitet er ist, hat er nicht nur meine Ledertasche annektiert und sich feinstens herausgeputzt, sondern auch noch direkt einen Stapel Lebensläufe vorbereitet, die schön an die verschiedenen Firmen ausgeteilt werden können. Deswegen der Drucker.
Ich schlafe aber noch ein bißchen über und als ich wach werde, ist Marlene das auch schon. Es gibt Frühstück und dann muss ich zur Uni. Ein bißchen muss man sich dem Ernst des Lebens hingeben und dann folgt am Abend das festivalsche Vergnügen in Form vom by:Larm 2012.
Ein grobes Programm für den Abend ist schnell zusammengestellt, aber bevor es mit den Konzerten losgeht, muss man sich wie bei jedem Festival erstmal sein Bändchen abholen.
Unsere Hoffnungen diesbezüglich waren recht groß, muss ich gestehen, deswegen war es schon eine kleine Enttäuschung, als wir feststellten, dass es sich nicht um Stoffbändchen handelt, sondern um Plastikfabrikate. Denen muss man allerdings zu Gute halten, dass sie in einem sehr schönen grün gehalten sind, wenn man - wie wir - das Festival an allen drei Tagen besucht. Die Bändchen für Tagespässe waren da eher nicht so schön, also zum Beispiel pink. Bah.
Was am Anfang also recht steif am Arm lag, schmiegte sich dann doch noch ein bißchen an und war am Ende sogar recht angenehm. Für unser erstes Konzert mussten wir uns auch direkt aufsplittern. Da das by:Larm in verschiedenen Clubs der Innenstadt stattfindet, sind manche Sachen eben parallel und Palmes Musikgeschmack hebt sich ja von meinem und Marlenes etwas ab (ohne behaupten zu wollen, dass sich das bei Marlene und mir 100%ig deckt).
Wir sind also zunächst ins Dattera Til Hagen gegangen, um uns "I Am Sound" anzusehen, eine norwegische Band, die auch auf Gläsern spielt. Das war ein sehr schöner und atmosphärischer Auftakt. Außerdem war ich davor nur im Hinterhof des Dattera Til Hagen und nie drinne und das ist wirklich gemütlich da. Da kann man ruhig öfter hin.
Als nächstes standen Soup auf unserem Spielplan. Dafür mussten wir zurück zur Scentrum Scene. Dort bekam ich dann direkt die Faust von jemandem ins Gesicht, der in einem ungünstigen Zeitpunkt (nämlich als ich hinter ihm stand) ausholte. Das tat ihm sehr Leid, mir auch, es tat nämlich weh, hinterließ aber Gott sei Dank keine bösen Spuren in meinem Gesicht. Und außerdem machte dadurch sein iPhone Bekanntschaft mit dem Boden. Ich denke, es war schüchtern, denn es zersprang in diverse Teile.
Naja, ich fand "Soup" ziemlich gut, besser als Marlene, wenn ich mich recht erinnere. Das einzige, was ein bißchen störte, war, dass der Lichtmann von denen irgendwie von der Idee besessen war beim Publikum epileptische Anfälle auszulösen. Das Licht war wirklich furchtbar und hat leider den Zauber der Musik ein bißchen kaputtgemacht.
Zur Beruhigung wollten wir dann weiter zu "Snorri Helgasson", einem isländischen Singer/Songwriter. Der Plan war gut, aber Marlene und ich waren leider beide zu doof, den Spielplan vernünftig zu lesen und so fanden wir uns mit dem wieder eingesammelten Palme in der Schlange zum Stratos wieder - einem Nachtclub in der obersten Etage des Folketeatrets (der alten Oper). Mit Türsteher, Lift und Schild (Altersgrenze 25, gut angezogene Leute). Da fühlten wir uns ein bißchen fehl am Platz und als wir oben ankamen, merkten wir auch, dass wir das definitiv waren. Dort spielten nämlich GusGus schreckliche Tanzmusik. Also genossen wir schnell den fantastischen Ausblick vom Balkon und fuhren dann wieder hinunter.
Unsere Suche nach dem "Gamla", in dem der Snorri wirklich spielen sollte, gestaltete sich etwas schwierig. Dadurch konnten wir nur noch die letzten drei Lieder von ihm hören, als wir ihn dann endlich gefunden hatten, das war aber nicht so schlimm, weil er doch hauptsächlich eher öde war.
In der Hoffnung auf ein bißchen guten Blues und mehr Stimmung haben wir dann "Herr Nilsen" gesucht, wiederum ein Club, in dem ich noch nie war. Doch die dortige Band "Gram Per Person" war für unseren Geschmack ein bißchen zu sehr Country.
Also ging es zurück zur Sentrum Scene um das Highlight des Abends in Form von Sivert Høyem zu sehen. Und was für ein Highlight das war... Nicht nur, dass man sich nicht vorstellen kann, dass die Stimme von dem live genauso klingen kann wie auf dem Album, nein, er hatte auch eine super Band aus uns bekannten Musikern um sich herum versammelt, die große Freude am Spielen versprühten. Das stimmte uns sehr positiv. Und auch wenn der Sivert nicht die sympathischste Bühnenshow liefert (Himmel, der hat eine merkwürdige Gestik), waren wir mehr als froh, dass er sich nicht an die angesetzte halbe Stunden Spielzeit hielt, sondern ordentlich überzog.
Da fiel nicht mal mehr der recht umständliche Heimweg ins Gewicht.
Dementsprechend ist das Dagens Låt auch von Sivert Høyem, nämlich "Into the Sea", das sich zu einem Dauerohrwurm während des Festivals entwickelte.
Ich schlafe aber noch ein bißchen über und als ich wach werde, ist Marlene das auch schon. Es gibt Frühstück und dann muss ich zur Uni. Ein bißchen muss man sich dem Ernst des Lebens hingeben und dann folgt am Abend das festivalsche Vergnügen in Form vom by:Larm 2012.
Ein grobes Programm für den Abend ist schnell zusammengestellt, aber bevor es mit den Konzerten losgeht, muss man sich wie bei jedem Festival erstmal sein Bändchen abholen.
Unsere Hoffnungen diesbezüglich waren recht groß, muss ich gestehen, deswegen war es schon eine kleine Enttäuschung, als wir feststellten, dass es sich nicht um Stoffbändchen handelt, sondern um Plastikfabrikate. Denen muss man allerdings zu Gute halten, dass sie in einem sehr schönen grün gehalten sind, wenn man - wie wir - das Festival an allen drei Tagen besucht. Die Bändchen für Tagespässe waren da eher nicht so schön, also zum Beispiel pink. Bah.
Was am Anfang also recht steif am Arm lag, schmiegte sich dann doch noch ein bißchen an und war am Ende sogar recht angenehm. Für unser erstes Konzert mussten wir uns auch direkt aufsplittern. Da das by:Larm in verschiedenen Clubs der Innenstadt stattfindet, sind manche Sachen eben parallel und Palmes Musikgeschmack hebt sich ja von meinem und Marlenes etwas ab (ohne behaupten zu wollen, dass sich das bei Marlene und mir 100%ig deckt).
Wir sind also zunächst ins Dattera Til Hagen gegangen, um uns "I Am Sound" anzusehen, eine norwegische Band, die auch auf Gläsern spielt. Das war ein sehr schöner und atmosphärischer Auftakt. Außerdem war ich davor nur im Hinterhof des Dattera Til Hagen und nie drinne und das ist wirklich gemütlich da. Da kann man ruhig öfter hin.
Als nächstes standen Soup auf unserem Spielplan. Dafür mussten wir zurück zur Scentrum Scene. Dort bekam ich dann direkt die Faust von jemandem ins Gesicht, der in einem ungünstigen Zeitpunkt (nämlich als ich hinter ihm stand) ausholte. Das tat ihm sehr Leid, mir auch, es tat nämlich weh, hinterließ aber Gott sei Dank keine bösen Spuren in meinem Gesicht. Und außerdem machte dadurch sein iPhone Bekanntschaft mit dem Boden. Ich denke, es war schüchtern, denn es zersprang in diverse Teile.
Naja, ich fand "Soup" ziemlich gut, besser als Marlene, wenn ich mich recht erinnere. Das einzige, was ein bißchen störte, war, dass der Lichtmann von denen irgendwie von der Idee besessen war beim Publikum epileptische Anfälle auszulösen. Das Licht war wirklich furchtbar und hat leider den Zauber der Musik ein bißchen kaputtgemacht.
Zur Beruhigung wollten wir dann weiter zu "Snorri Helgasson", einem isländischen Singer/Songwriter. Der Plan war gut, aber Marlene und ich waren leider beide zu doof, den Spielplan vernünftig zu lesen und so fanden wir uns mit dem wieder eingesammelten Palme in der Schlange zum Stratos wieder - einem Nachtclub in der obersten Etage des Folketeatrets (der alten Oper). Mit Türsteher, Lift und Schild (Altersgrenze 25, gut angezogene Leute). Da fühlten wir uns ein bißchen fehl am Platz und als wir oben ankamen, merkten wir auch, dass wir das definitiv waren. Dort spielten nämlich GusGus schreckliche Tanzmusik. Also genossen wir schnell den fantastischen Ausblick vom Balkon und fuhren dann wieder hinunter.
Unsere Suche nach dem "Gamla", in dem der Snorri wirklich spielen sollte, gestaltete sich etwas schwierig. Dadurch konnten wir nur noch die letzten drei Lieder von ihm hören, als wir ihn dann endlich gefunden hatten, das war aber nicht so schlimm, weil er doch hauptsächlich eher öde war.
In der Hoffnung auf ein bißchen guten Blues und mehr Stimmung haben wir dann "Herr Nilsen" gesucht, wiederum ein Club, in dem ich noch nie war. Doch die dortige Band "Gram Per Person" war für unseren Geschmack ein bißchen zu sehr Country.
Also ging es zurück zur Sentrum Scene um das Highlight des Abends in Form von Sivert Høyem zu sehen. Und was für ein Highlight das war... Nicht nur, dass man sich nicht vorstellen kann, dass die Stimme von dem live genauso klingen kann wie auf dem Album, nein, er hatte auch eine super Band aus uns bekannten Musikern um sich herum versammelt, die große Freude am Spielen versprühten. Das stimmte uns sehr positiv. Und auch wenn der Sivert nicht die sympathischste Bühnenshow liefert (Himmel, der hat eine merkwürdige Gestik), waren wir mehr als froh, dass er sich nicht an die angesetzte halbe Stunden Spielzeit hielt, sondern ordentlich überzog.
Da fiel nicht mal mehr der recht umständliche Heimweg ins Gewicht.
Dementsprechend ist das Dagens Låt auch von Sivert Høyem, nämlich "Into the Sea", das sich zu einem Dauerohrwurm während des Festivals entwickelte.
Samstag, 25. Februar 2012
Visitings...!
Besuch haben, ist Stress im positivsten Sinne des Wortes... besonders wenn dieser sich, wie Marlene und Palme es getan haben, überlegt um 23 Uhr in Oslo zu landen. An sich ist das ja gar nichts schlimmes, allerdings scheint es Air Berlin nicht möglich zu sein, auch nur annähernd die geplanten Flugzeiten einzuhalten...
Dementsprechend machte ich mich am Dienstagabend gegen 23 Uhr auf den Weg um Palme vom Bahnhof abzuholen. Er stieg relativ pünktlich um 1.00 Uhr aus dem Flytog. Da die letzten Bahnen aber um 00.26 Uhr fahren (und ich ihnen schwermütig hinterher blickte), blieb uns nichts anderes übrig, als zu Fuß nach Hause zu gehen: 7 km, etwa 2 Stunden und Palme mit einem Koffer von 20kg Gepäck. Es gibt schöneres.
Was Marlene anging, war ich guter Hoffnung. Wenn Marlene fliegt, dachte ich noch, dann passiert alles pünktlich. Sicher. Doch dem war leider auch nicht so. Ganz im Gegenteil... Marlene ist erst gegen 1.00 Uhr gelandet... Doch diesmal war ich besser vorbereitet und wir konnten einen der zwei Linienbusse nehmen, die rund um die Uhr fahren. Der hält auch nur 2 km von mir entfernt und der nächtliche Spaziergang war dadurch angenehm verkürzt...
Wir waren zu dritt bei einem Festival hier (detaillierte Berichte folgen), ich habe eine Hausarbeit geschrieben und ich hatte neulich ein Bewerbungsgespräch als Deutsch Nachhilfelehrer. Mal sehen was daraus wird. Es gibt also viel zu tun. Im Moment genieße ich hauptsächlich den Besuch von Marlene, der noch ein bißchen andauert. Aber so wie ich dazu komme, werde ich fleißig hier in die Tasten hauen!
Dementsprechend machte ich mich am Dienstagabend gegen 23 Uhr auf den Weg um Palme vom Bahnhof abzuholen. Er stieg relativ pünktlich um 1.00 Uhr aus dem Flytog. Da die letzten Bahnen aber um 00.26 Uhr fahren (und ich ihnen schwermütig hinterher blickte), blieb uns nichts anderes übrig, als zu Fuß nach Hause zu gehen: 7 km, etwa 2 Stunden und Palme mit einem Koffer von 20kg Gepäck. Es gibt schöneres.
Was Marlene anging, war ich guter Hoffnung. Wenn Marlene fliegt, dachte ich noch, dann passiert alles pünktlich. Sicher. Doch dem war leider auch nicht so. Ganz im Gegenteil... Marlene ist erst gegen 1.00 Uhr gelandet... Doch diesmal war ich besser vorbereitet und wir konnten einen der zwei Linienbusse nehmen, die rund um die Uhr fahren. Der hält auch nur 2 km von mir entfernt und der nächtliche Spaziergang war dadurch angenehm verkürzt...
Wir waren zu dritt bei einem Festival hier (detaillierte Berichte folgen), ich habe eine Hausarbeit geschrieben und ich hatte neulich ein Bewerbungsgespräch als Deutsch Nachhilfelehrer. Mal sehen was daraus wird. Es gibt also viel zu tun. Im Moment genieße ich hauptsächlich den Besuch von Marlene, der noch ein bißchen andauert. Aber so wie ich dazu komme, werde ich fleißig hier in die Tasten hauen!
Freitag, 3. Februar 2012
Have you tried turning it off and on again?
Falls es hier demnächst ruhiger ist, liegt das wohl daran, dass sich mein Laptop im schlimmsten Fall im Sterben befindet...
Ich hoffe, er kriegt sich irgendwie wieder ein.
Hilfreiche Ratschläge werden dankend entgegengenommen.
Ich hoffe, er kriegt sich irgendwie wieder ein.
Hilfreiche Ratschläge werden dankend entgegengenommen.
Donnerstag, 26. Januar 2012
Tull og tøys V
Inzwischen ist es so, dass jeden Tag ein bißchen Schnee fällt. Ich hoffe, dass ich damit so manchen Leser neidisch machen kann...!
Immer wieder neuer Schnee birgt allerdings auch Tücken. So habe ich mich beispielsweise neulich während eines Spaziergangs durch den seichten Schnee derartig auf mein Hinterteil gesetzt, dass trotz der theoretisch guten Polsterung nachhaltige Schmerzen auftraten. Langsam wird es besser, aber zwei Tage und Nächte lang, wusste ich nicht so recht, wie ich sitzen oder liegen sollte.
Irini hat mich allerdings damit getröstet, dass sie auf dem Weg zur Uni 5 Leuten beim Stürzen zugesehen hat. Ich stell mich also nicht als einzige so doof an.
Und am Dienstagabend war ja der größte Sonnensturm seit sechs Jahren, der in ausgibigen Nordlichtern resultiert hat. Die positiven Meldungen in den hiesigen Tageszeitungen besagten, dass die Auswirkungen auch bis Oslo sichtbar seien. Wären sie wohl auch gewesen, wenn nicht eine dicke Wolkendecke alles verhangen hätte.
Zu viert haben wir uns trotzdem auf den Weg gemacht und verbrachten beinahe 3 Stunden erfolglos am Sognsvann. Aber wir hatten immerhin eine schöne Nachtwanderung und standen unter anderem auf dem zugefrorenen See.
Als ich eine Anhöhe besonders schnell hochwollte, hat das auf den letzten Metern irgendwie nicht mehr so gut geklappt und resultierte darin, dass ich durch den Schnee wieder hinab purzelte.
Hier wird also gerade viel gefallen. Aber durch den Schnee wird der Aufprall ja immer gut gebremst.
Immer wieder neuer Schnee birgt allerdings auch Tücken. So habe ich mich beispielsweise neulich während eines Spaziergangs durch den seichten Schnee derartig auf mein Hinterteil gesetzt, dass trotz der theoretisch guten Polsterung nachhaltige Schmerzen auftraten. Langsam wird es besser, aber zwei Tage und Nächte lang, wusste ich nicht so recht, wie ich sitzen oder liegen sollte.
Irini hat mich allerdings damit getröstet, dass sie auf dem Weg zur Uni 5 Leuten beim Stürzen zugesehen hat. Ich stell mich also nicht als einzige so doof an.
Und am Dienstagabend war ja der größte Sonnensturm seit sechs Jahren, der in ausgibigen Nordlichtern resultiert hat. Die positiven Meldungen in den hiesigen Tageszeitungen besagten, dass die Auswirkungen auch bis Oslo sichtbar seien. Wären sie wohl auch gewesen, wenn nicht eine dicke Wolkendecke alles verhangen hätte.
Zu viert haben wir uns trotzdem auf den Weg gemacht und verbrachten beinahe 3 Stunden erfolglos am Sognsvann. Aber wir hatten immerhin eine schöne Nachtwanderung und standen unter anderem auf dem zugefrorenen See.
Als ich eine Anhöhe besonders schnell hochwollte, hat das auf den letzten Metern irgendwie nicht mehr so gut geklappt und resultierte darin, dass ich durch den Schnee wieder hinab purzelte.
Hier wird also gerade viel gefallen. Aber durch den Schnee wird der Aufprall ja immer gut gebremst.
Sonntag, 22. Januar 2012
Du får blod til å frysa til is...
Nun ist also die erste Uniwoche um und das, was sich bereits im letzten Semester angedeutet hat, ist in diesem dann Wirklichkeit - ich bin allein in diesem Studiengang.
Gott sei Dank hat sich Torill dazu entschieden das Seminar zu Sprachvarietäten unangemeldet auch zu besuchen, sonst würde ich dort zu zweit mit meinem Professor sitzen. Mein anderes Seminar habe ich noch nicht gehabt, weil es erst diesen Donnerstag anfängt, aber ich fürchte, dort wird niemand anderes sein, der mir den Rücken stärkt.
Dafür lerne ich in meinem dritten Modul aus dem Englisch-Bereich etwas darüber, wie man eine zweite Sprache lernt... Das kann ja ganz hilfreich sein für das eventuelle berufliche Türchen des Deutschunterrichts. Die Dozentin dort ist auch sehr jung und motiviert und ermutigt Diskussionen. Tja... mit sowas fühle ich mich ja auch nicht richtig wohl, aber auf die Dauer wird das wohl eine angenehme Abwechslung zum Einzelunterricht sein. Und die Präsentation, die ich da halten muss, verdränge ich einfach so lange es geht...
Ansonsten stand die letzte Woche stark im Zeichen von Sherlock Holmes. Ich habe mir die Neuauflage der BBC mal angesehen, die die Geschichten in unsere heutige Zeit transportiert hat und das hat mir ziemlich gut gefallen. Wenn man allerdings bedenkt, dass Mark Gatiss sich das ausgedacht hat, muss man sich da auch nicht sonderlich wundern. Mir gefällt sowieso immer recht gut, was der so macht. Schade, dass es von Sherlock erst 6 Folgen gibt...
Außerdem war ich am Dienstag in der Bibliothek um mir ein Buch für meinen Sprachvarietätenkurs auszuleihen. Allerdings war es nicht auffindbar und dann dachte ich mir, ach, was soll's, ich geh jetzt ins Kino.
Zugegebenermaßen ist das mit 100 NOK ein recht teurer Spaß, aber ich war ewig nicht im Kino und ab und an muss man sich auch mal was gönnen. Dort habe ich ebenfalls Sherlock Holmes geschaut, allerdings die Variante mit Robert Downey Jr., die ausgesprochen viktorianisch ist. Auch hier hatte ich großen Spaß. Deswegen überlege ich momentan sogar, ob ich nicht vielleicht mal die Bücher von Sir Arthur Conan Doyle lesen sollte... Wenn die mir mal günstig über den Weg laufen, komme ich da wohl nicht dran vorbei.
Gestern hat es übrigens den ganzen lieben langen Tag geschneit. Oslo verwandelt sich dementsprechend mehr und mehr in ein Winterwunderland.
Dieser beste aller Niederschläge arbeitet enorm zu meinen Gunsten. Neulich war ich nämlich mit meiner Lieblingsmitbewohnerin eine Wohnung anschauen, da sie ja im Herbst ausziehen muss. Die Wohnung war so auch ganz schön. Egoistischerweise musste ich ihr aber dringend mitteilen, dass ich sie eigentlich noch viel lieber länger bei uns hätte. Das ging ihr auch so und dadurch, dass sie den Schnee so gut findet, möchte sie viel lieber ihr hart verdientes Geld für einen Skikurs ausgeben und nicht für eine Wohnungskaution. Vorerst bleibt die Gute uns also noch ein bißchen erhalten.
Während des Schneefalls gestern bin ich noch ein bißchen durch die Gegend spaziert und hab das ein oder andere Foto gemacht, das man ja ruhig auch mal zeigen kann:
Positiv anzumerken ist außerdem, dass es auf dem letzten Bild etwa 16 Uhr ist und bloß schummerig. Die Tage werden länger und die Sonne zeigt sich auch recht häufig. Das ist ziemlich schön. Gibt es eine bessere Kombination als Sonne und Schnee? Ich glaube kaum. Ich kann schon fast nicht mehr den Februar abwarten, wenn Palme und Marlene zu Besuch sind und ich sie in tiefe Schneewehen schubsen kann...!
Dagens Låt: Danse Macabre von Saint Saens
Gott sei Dank hat sich Torill dazu entschieden das Seminar zu Sprachvarietäten unangemeldet auch zu besuchen, sonst würde ich dort zu zweit mit meinem Professor sitzen. Mein anderes Seminar habe ich noch nicht gehabt, weil es erst diesen Donnerstag anfängt, aber ich fürchte, dort wird niemand anderes sein, der mir den Rücken stärkt.
Dafür lerne ich in meinem dritten Modul aus dem Englisch-Bereich etwas darüber, wie man eine zweite Sprache lernt... Das kann ja ganz hilfreich sein für das eventuelle berufliche Türchen des Deutschunterrichts. Die Dozentin dort ist auch sehr jung und motiviert und ermutigt Diskussionen. Tja... mit sowas fühle ich mich ja auch nicht richtig wohl, aber auf die Dauer wird das wohl eine angenehme Abwechslung zum Einzelunterricht sein. Und die Präsentation, die ich da halten muss, verdränge ich einfach so lange es geht...
Ansonsten stand die letzte Woche stark im Zeichen von Sherlock Holmes. Ich habe mir die Neuauflage der BBC mal angesehen, die die Geschichten in unsere heutige Zeit transportiert hat und das hat mir ziemlich gut gefallen. Wenn man allerdings bedenkt, dass Mark Gatiss sich das ausgedacht hat, muss man sich da auch nicht sonderlich wundern. Mir gefällt sowieso immer recht gut, was der so macht. Schade, dass es von Sherlock erst 6 Folgen gibt...
Außerdem war ich am Dienstag in der Bibliothek um mir ein Buch für meinen Sprachvarietätenkurs auszuleihen. Allerdings war es nicht auffindbar und dann dachte ich mir, ach, was soll's, ich geh jetzt ins Kino.
Zugegebenermaßen ist das mit 100 NOK ein recht teurer Spaß, aber ich war ewig nicht im Kino und ab und an muss man sich auch mal was gönnen. Dort habe ich ebenfalls Sherlock Holmes geschaut, allerdings die Variante mit Robert Downey Jr., die ausgesprochen viktorianisch ist. Auch hier hatte ich großen Spaß. Deswegen überlege ich momentan sogar, ob ich nicht vielleicht mal die Bücher von Sir Arthur Conan Doyle lesen sollte... Wenn die mir mal günstig über den Weg laufen, komme ich da wohl nicht dran vorbei.
Gestern hat es übrigens den ganzen lieben langen Tag geschneit. Oslo verwandelt sich dementsprechend mehr und mehr in ein Winterwunderland.
Dieser beste aller Niederschläge arbeitet enorm zu meinen Gunsten. Neulich war ich nämlich mit meiner Lieblingsmitbewohnerin eine Wohnung anschauen, da sie ja im Herbst ausziehen muss. Die Wohnung war so auch ganz schön. Egoistischerweise musste ich ihr aber dringend mitteilen, dass ich sie eigentlich noch viel lieber länger bei uns hätte. Das ging ihr auch so und dadurch, dass sie den Schnee so gut findet, möchte sie viel lieber ihr hart verdientes Geld für einen Skikurs ausgeben und nicht für eine Wohnungskaution. Vorerst bleibt die Gute uns also noch ein bißchen erhalten.
Während des Schneefalls gestern bin ich noch ein bißchen durch die Gegend spaziert und hab das ein oder andere Foto gemacht, das man ja ruhig auch mal zeigen kann:
Positiv anzumerken ist außerdem, dass es auf dem letzten Bild etwa 16 Uhr ist und bloß schummerig. Die Tage werden länger und die Sonne zeigt sich auch recht häufig. Das ist ziemlich schön. Gibt es eine bessere Kombination als Sonne und Schnee? Ich glaube kaum. Ich kann schon fast nicht mehr den Februar abwarten, wenn Palme und Marlene zu Besuch sind und ich sie in tiefe Schneewehen schubsen kann...!
Dagens Låt: Danse Macabre von Saint Saens
Samstag, 14. Januar 2012
Tull og tøys IV
Übrigens: Für alle, die sich fragen, ob sich die Krisensituation mit der norwegischen Butterversorgung schon etwas entspannt hat: Bisher noch nicht.
Es finden sich nach wie vor Zettel am Kühlregal, auf denen Entschuldigungen über den Mangel an Butter stehen. Aber es ist inzwischen noch ein zweiter Zettel dazugekommen, der besagt: Wenn sich in diesem Regal Butter befindet, darf nur EIN Stück pro Haushalt gekauft werden.
Fast DDR-Feeling ist das.
Es finden sich nach wie vor Zettel am Kühlregal, auf denen Entschuldigungen über den Mangel an Butter stehen. Aber es ist inzwischen noch ein zweiter Zettel dazugekommen, der besagt: Wenn sich in diesem Regal Butter befindet, darf nur EIN Stück pro Haushalt gekauft werden.
Fast DDR-Feeling ist das.
Freitag, 13. Januar 2012
DingDing. Auf zu Runde Zwei.
Vor ein paar Tagen schon bin ich wieder in Oslo gelandet. Mein Flug hatte zwar Verspätung, aber diesmal musste ich nicht mit meinem Gepäck laufen. Allerdings ist meine Reisetasche wohl einmal zu oft von den Gepäckleuten am Flughafen geschmissen worden, denn die Verankerung des rechten Rads hat sich leider gelöst und dadurch steht das Rad jetzt schief und der Plastikteil drum herum drückt ordentlich bremsend dagegen. Das Ding lässt sich dadurch deutlich schwerer bewegen. Eine zusätzliche Erschwernis bildete der Schnee - denn hier liegt welcher, oh ja.
Die Temperaturen schwanken zwar immer zwischen ein bis zwei Plusgraden und einem leichten Minusbereich hin und her, aber auch das reicht schon aus, um es hier deutlich winterlicher sein zu lassen, als im herbstlichen Deutschland.
So kann man sich das in etwa vorstellen:
Hübsch, oder?
Davon abgesehen ist es recht windig momentan. Eine Böe hat mich heute zur Seite geschubst und das lässt einiges an Windstärke vermuten...
Bei meiner Ankunft stellte ich umgehend fest, dass das Zimmer von Lucian (der vor Weihnachten ausgezogen ist) schon wieder neue Belegung gefunden hatte. Es tönte eine Männerstimme hinter der verschlossenen Tür hervor. Die Wohnung an sich befand sich in eher nicht so schönem Zustand. Das Klo war dreckig, die Küche auch, den Duschabfluss konnte man vor lauter Haaren nicht mehr sehen... Das hat natürlich einen nicht gerade positiven ersten Eindruck erweckt. Am nächsten Morgen dann, hab ich erstmal Irini begrüßt und dann auch Mario, den Neuen, kennengelernt. Er ist Peruaner und eigentlich kein Student mehr, sondern nur auf der Suche nach Arbeit. Das heisst, er wird nicht so lange hier bleiben. Einen Umstand, den ich sehr begrüße, besonders, nachdem Irini mir erzählt hat, dass sie vor ihrer Abfahrt die gesamte Wohnung durchgeputzt hat, weil sie wusste, dass sie als erste wiederkommt und es dann schön haben wollte. Aber Pustekuchen. Vor ihr war Mario da und der zerstörte alles.
Er ist ja so ganz nett, aber mit so Ferkelchen leben ist kein Vergnügen. Und ein weiterer großer Kritikpunkt ist, dass ständig seine Schwester hier rumhängt. Die wohnt auch irgendwo in Sogn. Und das Mädel hat eine sehr schrille Stimme (die Irini wunderbar nachmachen kann) und dann hört man die beiden halt andauernd auf Spanisch quasseln. Die reden echt wie zwei Wasserfälle. Besonders morgens, wenn man das lieber ruhig hat, ist das ein bißchen anstrengend.
Mal sehen wie das so läuft, wenn wir wieder zu fünft sind.
Ansonsten geht nächste Woche wieder die Uni los. Einer meiner Professoren hat sich auch direkt schon per Mail bei mir gemeldet und mich vorgewarnt, dass ich bisher die einzige Person bin, die sich in seine Lehrveranstaltung (oder dann wohl eher Leerveranstaltung, höhö)eingeschrieben hat und er überlegt, das Ganze deswegen in ein Lesemodul umzuwandeln. Ich fänd's doof. Dann hätte ich noch weniger Zeit in der Uni und müsste immer alleine arbeiten und mich alle paar Wochen mit ihm treffen, um so zu besprechen, was ich gelesen habe.
Aber mal schauen, vielleicht gibt es ja noch ein paar Erasmusstudenten, die bisher nur zu doof waren, sich vernünftig einzuschreiben.
Die kommenden Wochen stellen sich recht vielversprechend dar, denn neben Jobsuche und Unialltag stehen auch einige Besuche, Konzerte und Festivalitäten an. Das 2. Mastersemester kann also ruhig kommen!
Die Temperaturen schwanken zwar immer zwischen ein bis zwei Plusgraden und einem leichten Minusbereich hin und her, aber auch das reicht schon aus, um es hier deutlich winterlicher sein zu lassen, als im herbstlichen Deutschland.
So kann man sich das in etwa vorstellen:
Hübsch, oder?
Davon abgesehen ist es recht windig momentan. Eine Böe hat mich heute zur Seite geschubst und das lässt einiges an Windstärke vermuten...
Bei meiner Ankunft stellte ich umgehend fest, dass das Zimmer von Lucian (der vor Weihnachten ausgezogen ist) schon wieder neue Belegung gefunden hatte. Es tönte eine Männerstimme hinter der verschlossenen Tür hervor. Die Wohnung an sich befand sich in eher nicht so schönem Zustand. Das Klo war dreckig, die Küche auch, den Duschabfluss konnte man vor lauter Haaren nicht mehr sehen... Das hat natürlich einen nicht gerade positiven ersten Eindruck erweckt. Am nächsten Morgen dann, hab ich erstmal Irini begrüßt und dann auch Mario, den Neuen, kennengelernt. Er ist Peruaner und eigentlich kein Student mehr, sondern nur auf der Suche nach Arbeit. Das heisst, er wird nicht so lange hier bleiben. Einen Umstand, den ich sehr begrüße, besonders, nachdem Irini mir erzählt hat, dass sie vor ihrer Abfahrt die gesamte Wohnung durchgeputzt hat, weil sie wusste, dass sie als erste wiederkommt und es dann schön haben wollte. Aber Pustekuchen. Vor ihr war Mario da und der zerstörte alles.
Er ist ja so ganz nett, aber mit so Ferkelchen leben ist kein Vergnügen. Und ein weiterer großer Kritikpunkt ist, dass ständig seine Schwester hier rumhängt. Die wohnt auch irgendwo in Sogn. Und das Mädel hat eine sehr schrille Stimme (die Irini wunderbar nachmachen kann) und dann hört man die beiden halt andauernd auf Spanisch quasseln. Die reden echt wie zwei Wasserfälle. Besonders morgens, wenn man das lieber ruhig hat, ist das ein bißchen anstrengend.
Mal sehen wie das so läuft, wenn wir wieder zu fünft sind.
Ansonsten geht nächste Woche wieder die Uni los. Einer meiner Professoren hat sich auch direkt schon per Mail bei mir gemeldet und mich vorgewarnt, dass ich bisher die einzige Person bin, die sich in seine Lehrveranstaltung (oder dann wohl eher Leerveranstaltung, höhö)eingeschrieben hat und er überlegt, das Ganze deswegen in ein Lesemodul umzuwandeln. Ich fänd's doof. Dann hätte ich noch weniger Zeit in der Uni und müsste immer alleine arbeiten und mich alle paar Wochen mit ihm treffen, um so zu besprechen, was ich gelesen habe.
Aber mal schauen, vielleicht gibt es ja noch ein paar Erasmusstudenten, die bisher nur zu doof waren, sich vernünftig einzuschreiben.
Die kommenden Wochen stellen sich recht vielversprechend dar, denn neben Jobsuche und Unialltag stehen auch einige Besuche, Konzerte und Festivalitäten an. Das 2. Mastersemester kann also ruhig kommen!
Dienstag, 10. Januar 2012
Erster!
Während ich hier am Flughafen von Schönefeld sitze und versuche, die Zeit totzuschlagen, kann ich ja mal erzählen, was am just vergangenen 14. Dezember vor 100 Jahren passiert ist. Wenn man rechnen kann, dann weiß man, dass ich vom 14. Dezember 1911 spreche, dem Tag, an dem der Norweger Roald Amundsen lange vor Scotts britischem Team als erster Mensch den Südpol erreichte.
Als Norweger ist man auf solche Umstände natürlich sehr stolz und gerade wenn sich so ein Jubiläum bietet, gehört es sich, das auch angemessen zu feiern.
Deswegen fand um das Fram-Museum auf Bygdöy herum ein so genanntes Polar-Fest statt. Es war recht klein und beschaulich, aber da ich mich ja für Polfahrten generell interessiere (und der Nordpol eigentlich der bessere Pol ist), ließ ich mir nicht nehmen, dort mal hinzufahren. Ich hab auch eine meiner Mitbewohnerinnen mitgenommen und die auf dem nicht ganz kurzen Weg dorthin erstmal ordentlich über die Jagd zum Südpol aufgeklärt.
Vor Ort angekommen stellten wir schnell fest wie überschaubar das Ganze war. Das Fram-Museum war für Angehörige von Amundsen und Nansen offen und für alle Normalsterblichen geschlossen. Dafür konnte man ein paar Männer bei der Herstellung eines Taus zuschauen, sich Schlittenhunde ansehen und umsonst ins Seefahrtsmuseum gehen.
Es gab außerdem gratis Kekse, eine Eisskulptur, ein paar Verkaufsstände, die leider nur für Leute mit wintersportlichem Interesse begehrenswert waren und eine riesige Leinwand. Auf dieser sollte eigentlich eine Live-Schalte zum Südpol stattfinden, doch irgendwie waren dort nur Leute, die Französisch gesprochen haben und auf einmal hat dieser Albert aus Monacco den Norwegern gratuliert... Da war ich dann doch reichlich verwirrt. Danach blieb es auch still, beziehungsweise leer auf der Leinwand... Wer weiß.
Wir haben die Angebote ausgenutzt so gut es ging und einen schönen Abend gehabt. Ich hatte außerdem im Voraus gelesen, dass es Robbenfleisch geben sollte und das wollte ich ganz gerne probieren. Zunächst haben wir dann jedoch den Grill für die Robben ewig nicht gefunden (es war ja aber auch die ganze Zeit dunkel, nur zu unserer Verteidigung...) und als wir ihn dann doch in einer entlegenen Ecke entdeckten, musste ich mit relativem Entsetzen festellen, dass der Stand dekorativ mit Robbenfellen angehübscht worden war. Diese in Kombination mit dem resultierenden Geruch, der mich stark an ein frisch geteertes Fischerboot erinnerte, nahm mir dann den Mut auch mal Robbe zu probieren. Vielleicht ein anderes Mal. Wenn ich noch weniger rieche, weil ich Schnupfen habe, zum Beispiel...
Auf jeden Fall war das noch einmal ein sehr schöner vorweihnachtlicher Abschluss, bevor ich mich am nächsten Tag dann auf den Weg nach Hause gemacht habe.
Als Norweger ist man auf solche Umstände natürlich sehr stolz und gerade wenn sich so ein Jubiläum bietet, gehört es sich, das auch angemessen zu feiern.
Deswegen fand um das Fram-Museum auf Bygdöy herum ein so genanntes Polar-Fest statt. Es war recht klein und beschaulich, aber da ich mich ja für Polfahrten generell interessiere (und der Nordpol eigentlich der bessere Pol ist), ließ ich mir nicht nehmen, dort mal hinzufahren. Ich hab auch eine meiner Mitbewohnerinnen mitgenommen und die auf dem nicht ganz kurzen Weg dorthin erstmal ordentlich über die Jagd zum Südpol aufgeklärt.
Vor Ort angekommen stellten wir schnell fest wie überschaubar das Ganze war. Das Fram-Museum war für Angehörige von Amundsen und Nansen offen und für alle Normalsterblichen geschlossen. Dafür konnte man ein paar Männer bei der Herstellung eines Taus zuschauen, sich Schlittenhunde ansehen und umsonst ins Seefahrtsmuseum gehen.
Es gab außerdem gratis Kekse, eine Eisskulptur, ein paar Verkaufsstände, die leider nur für Leute mit wintersportlichem Interesse begehrenswert waren und eine riesige Leinwand. Auf dieser sollte eigentlich eine Live-Schalte zum Südpol stattfinden, doch irgendwie waren dort nur Leute, die Französisch gesprochen haben und auf einmal hat dieser Albert aus Monacco den Norwegern gratuliert... Da war ich dann doch reichlich verwirrt. Danach blieb es auch still, beziehungsweise leer auf der Leinwand... Wer weiß.
Wir haben die Angebote ausgenutzt so gut es ging und einen schönen Abend gehabt. Ich hatte außerdem im Voraus gelesen, dass es Robbenfleisch geben sollte und das wollte ich ganz gerne probieren. Zunächst haben wir dann jedoch den Grill für die Robben ewig nicht gefunden (es war ja aber auch die ganze Zeit dunkel, nur zu unserer Verteidigung...) und als wir ihn dann doch in einer entlegenen Ecke entdeckten, musste ich mit relativem Entsetzen festellen, dass der Stand dekorativ mit Robbenfellen angehübscht worden war. Diese in Kombination mit dem resultierenden Geruch, der mich stark an ein frisch geteertes Fischerboot erinnerte, nahm mir dann den Mut auch mal Robbe zu probieren. Vielleicht ein anderes Mal. Wenn ich noch weniger rieche, weil ich Schnupfen habe, zum Beispiel...
Auf jeden Fall war das noch einmal ein sehr schöner vorweihnachtlicher Abschluss, bevor ich mich am nächsten Tag dann auf den Weg nach Hause gemacht habe.
Mittwoch, 4. Januar 2012
Enden av November, ein Samstag in Stavanger
Bevor ich also gar nicht mehr dazu komme, darf man nun doch noch erfahren, was Marlene und ich an unserem zweiten Tag in Stavanger gemacht haben.
Als allererstes: Ausschlafen. Direkt danach sind wir dann vor die Tür gehuscht, um uns etwas zum Frühstücken zu besorgen. Letztlich gab es Smoovie und Bagels mit Avocadocreme. Ein wunderbares Frühstück, wenn ihr mich fragt.
Da wir allerdings wirklich lange geschlafen hatten, war der Tag zeitlich etwas aus den Angeln. Unsere einzige Planung bestand aber sowieso darin, uns mit Susi zu treffen, bevor diese zur nächsten Sonny-Vorstellung gehen wollte.
In Stavanger gibt es ja einige kuschelige Cafes, doch wir wollten von unserem bisherigen Liebling "Bøker Og Børst" auch einmal absehen und entschlossen uns dafür einmal das Cafe Sting zu besuchen, welches unterhalb der Behausung vom Friseur Tom in "Mannen som elsket Yngve" von Tore Renberg erwähnt wird.
Dort saßen wir dann auch eine ganze Weile und haben uns angehört, was es so mit sich bringt, eine Fan-Homepage zu leiten, wenn die Band immer will, aber nicht tut. Puh. Da muss man ganz schön hinterher sein. Und Anerkennung bleibt in den meisten Fällen auch aus... Ich bin ihr auf jeden Fall sehr dankbar, dass sie sich solche Mühe macht und werde ihr das von jetzt an jedes Mal sagen, wenn ich ihr begegne.
Danach waren wir nicht gerade strukturierter als vorher, deswegen begaben wir uns einfach auf einen mehrere Stunden währenden Spaziergang durch das dunkle Stavanger. Dabei begegneten wir unter anderem Jesus, der das Licht der Welt ist.
Wir haben außerdem eine ganze Weile die Aussicht von einem Wachturm (oder so, man weiß nicht wirklich, was das Ding ist...) auf die Stadt genossen.
Dann wollte mir Marlene noch zeigen, wo Skambankt damals das Fest zum Herauskommen ihres letzten Albums hatten, im Martinique. Da sind wir dann auch noch ein bißchen eingekehrt. Und es dauerte auch nicht lange, bis wir das erste Skambankt-Mitglied an der Bar ausmachten.
Wir haben uns dann allerdings doch lieber auf Stricken und Kritiken für den letzten Min Kamp Teil konzentriert. Die Musik in dem Laden war allerdings ziemlich angenehm.
Irgendwann gegen 23 Uhr haben wir dann beschlossen, dass wir vielleicht nach Hause sollten. Auf dem Weg zum Bus entdeckte ich noch dieses wunderbare Bild:
Es geht darum, ob man Angst hat auf die Toilette zu gehen. Wenn ich mich auch vor vielem fürchte, ist das dann doch endlich mal ein Problem, das ich nicht habe. Juhu.
Unsere Nacht zum Sonntag war sehr kurz, da es für uns beide wieder nach Hause ging. Marlenes Flug war relativ früh angesetzt und da am Sonntagmorgen keine Busse fahren, mussten wir zu Fuß in die Stadt. Das war trotz Rucksäcken eigentlich ein sehr schöner Spaziergang, denn um diese Zeit an einem Sonntag war natürlich kaum jemand unterwegs und die Temperaturen waren angenehm mild.
Wir waren sehr früh vor Ort und konnten noch ein bißchen rumsitzen und erzählen. Dann musste Marlene allerdings den Flybuss besteigen und nach Sola gebracht werden. Mein Zug kam leider erst vier Stunden später. Die erste von diesen habe ich mir mit einem kleinen Schläfchen in der Bahnhofshalle vertrieben. Dann habe ich mir noch Reiseproviant und Lektüre besorgt und nach einer Weile war es dann auch soweit.
Immerhin konnte ich langsam den Sonnenaufgang über der Stadt beobachten. Solange, bis die Sonne nur noch geblendet hat.
Naja. Es mag daran gelegen haben, dass ich schon vor der Abfahrt so lange warten musste, aber die acht Stunden Zugfahrt wollten und wollten einfach nicht vergehen... Und ständig saß jemand neben mir. Das war schon auch ein bißchen nervig. Aber letztendlich bin ich doch noch zu Hause angekommen und wärmstens von meinen Lieblingsmitbewohnern empfangen, die mir sogar Essen aufgehoben hatten. So lob ich mir das.
Als allererstes: Ausschlafen. Direkt danach sind wir dann vor die Tür gehuscht, um uns etwas zum Frühstücken zu besorgen. Letztlich gab es Smoovie und Bagels mit Avocadocreme. Ein wunderbares Frühstück, wenn ihr mich fragt.
Da wir allerdings wirklich lange geschlafen hatten, war der Tag zeitlich etwas aus den Angeln. Unsere einzige Planung bestand aber sowieso darin, uns mit Susi zu treffen, bevor diese zur nächsten Sonny-Vorstellung gehen wollte.
In Stavanger gibt es ja einige kuschelige Cafes, doch wir wollten von unserem bisherigen Liebling "Bøker Og Børst" auch einmal absehen und entschlossen uns dafür einmal das Cafe Sting zu besuchen, welches unterhalb der Behausung vom Friseur Tom in "Mannen som elsket Yngve" von Tore Renberg erwähnt wird.
Dort saßen wir dann auch eine ganze Weile und haben uns angehört, was es so mit sich bringt, eine Fan-Homepage zu leiten, wenn die Band immer will, aber nicht tut. Puh. Da muss man ganz schön hinterher sein. Und Anerkennung bleibt in den meisten Fällen auch aus... Ich bin ihr auf jeden Fall sehr dankbar, dass sie sich solche Mühe macht und werde ihr das von jetzt an jedes Mal sagen, wenn ich ihr begegne.
Danach waren wir nicht gerade strukturierter als vorher, deswegen begaben wir uns einfach auf einen mehrere Stunden währenden Spaziergang durch das dunkle Stavanger. Dabei begegneten wir unter anderem Jesus, der das Licht der Welt ist.
Wir haben außerdem eine ganze Weile die Aussicht von einem Wachturm (oder so, man weiß nicht wirklich, was das Ding ist...) auf die Stadt genossen.
Dann wollte mir Marlene noch zeigen, wo Skambankt damals das Fest zum Herauskommen ihres letzten Albums hatten, im Martinique. Da sind wir dann auch noch ein bißchen eingekehrt. Und es dauerte auch nicht lange, bis wir das erste Skambankt-Mitglied an der Bar ausmachten.
Wir haben uns dann allerdings doch lieber auf Stricken und Kritiken für den letzten Min Kamp Teil konzentriert. Die Musik in dem Laden war allerdings ziemlich angenehm.
Irgendwann gegen 23 Uhr haben wir dann beschlossen, dass wir vielleicht nach Hause sollten. Auf dem Weg zum Bus entdeckte ich noch dieses wunderbare Bild:
Es geht darum, ob man Angst hat auf die Toilette zu gehen. Wenn ich mich auch vor vielem fürchte, ist das dann doch endlich mal ein Problem, das ich nicht habe. Juhu.
Unsere Nacht zum Sonntag war sehr kurz, da es für uns beide wieder nach Hause ging. Marlenes Flug war relativ früh angesetzt und da am Sonntagmorgen keine Busse fahren, mussten wir zu Fuß in die Stadt. Das war trotz Rucksäcken eigentlich ein sehr schöner Spaziergang, denn um diese Zeit an einem Sonntag war natürlich kaum jemand unterwegs und die Temperaturen waren angenehm mild.
Wir waren sehr früh vor Ort und konnten noch ein bißchen rumsitzen und erzählen. Dann musste Marlene allerdings den Flybuss besteigen und nach Sola gebracht werden. Mein Zug kam leider erst vier Stunden später. Die erste von diesen habe ich mir mit einem kleinen Schläfchen in der Bahnhofshalle vertrieben. Dann habe ich mir noch Reiseproviant und Lektüre besorgt und nach einer Weile war es dann auch soweit.
Immerhin konnte ich langsam den Sonnenaufgang über der Stadt beobachten. Solange, bis die Sonne nur noch geblendet hat.
Naja. Es mag daran gelegen haben, dass ich schon vor der Abfahrt so lange warten musste, aber die acht Stunden Zugfahrt wollten und wollten einfach nicht vergehen... Und ständig saß jemand neben mir. Das war schon auch ein bißchen nervig. Aber letztendlich bin ich doch noch zu Hause angekommen und wärmstens von meinen Lieblingsmitbewohnern empfangen, die mir sogar Essen aufgehoben hatten. So lob ich mir das.
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