Montag, 23. April 2012

Momente mit Marlene (und anderen Palmen)

Während Marlenes Besuch hier, gab es natürlich noch ein paar weitere erwähnenswerte Momente.
Am Sonntag nach dem by:larm zum Beispiel war ja auch noch Palme hier und wir haben den Tag mit Ausschlafen und einem englischen Frühstück verbracht. Das war großartig. Danach wollten wir auch nicht viel anderes machen, als gemütlich um den Sognsvann zu spazieren. Dabei konnten wir uns nicht zurückhalten und mussten selbstverständlich auch auf den zugefrorenen See. Dort kam es zu milden Schneewrestlingszenen.




Der See war noch zugefroren und es sind auch noch einige Leute darauf unterwegs gewesen, allerdings war das wohl eine der letzten Möglichkeiten, denn ab und an hat man da schon so knackende Geräusche vernommen, die einem nicht gerade ein Gefühl von Sicherheit vermittelt haben.
Wieder zu Hause angekommen gab es ein bißchen internationales Kartenspiel mit Irini und Mirjam noch, allerdings habe ich die meisten Regeln und Spiele schon wieder vergessen.
Am Abend habe ich Palme und Marlene dann noch die ersten beiden Folgen von Sherlock gezeigt. Und als Menschen mit gutem Geschmack waren sie natürlich begeistert.
Am Tag darauf haben wir Palme verabschiedet und uns selbst der Stadt auch mal bei Tageslicht gewidmet.
Marlene war ja recht lange hier und ich finde, wir haben unsere Zeit optimal genutzt. Gut, ich musste nebenbei ein komisches Paper schreiben, aber da hat uns nicht davon abgehalten, massiv dem Stricken nachzugehen. Natürlich waren wir auch im Mono, auch wenn die Band dort uns ein bißchen Angst eingejagt hat. Naja, Angst ist vielleicht zu hoch gegriffen, aber der Sänger hat permanent den Neuzugang der Band (eine Dame mit Geige) mit seinen Augen ausgezogen. Und sich selbst fand er auch noch so super, dass das schon ein bißchen anstrengend war. Die Musik konnte man sich anhören, aber sie hat keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.


Wir waren auf einem Kaizers Konzert. Das hat sich angeboten. Allerdings war es das erste Kaizers Konzert, von dem wir unglücklich nach Hause gefahren sind. Denn die Menschen dort, waren einfach zum Kotzen. Nicht die Kaizer natürlich, denen kann man nichts vorwerfen, die haben super Stimmung gemacht. Aber wir haben uns leider in einen Haufen von Idioten gestellt. Das konnte man vorher nicht wissen, aber die haben uns den Spaß vermiest. In der Sentrum Scene gibt es nämlich Stufen und wir standen direkt an einer dran. Das heißt, die Menschen vor uns haben uns zurückgedrängt, ohne dass wir einen Schritt nach hinten machen konnten (wegen der doofen Stufe) und die Menschen hinter uns waren damit beschäftigt uns in den Nacken zu atmen und mit ihren Ellbogen zu bearbeiten. Das hat leider stark vom eigentlichen Geschehen auf der Bühne abgelenkt. Objektiv gesehen war es aber ein super Konzert, auch wenn die Setlist nicht gerade meine persönlichen Favouriten beinhaltete. Beim Konzert in Leipzig wurde all das aber wieder mehr als gut gemacht.


Wir sind auch viel zu Fuß unterwegs gewesen... von hier nach Grünerlökka, von Frognerseteren steile Schneeklippen hinab zum Holmenkollen, wobei wir auf Menschen trafen, die im Schnee standen, grillten und laut Scooter hörten. Schlitten waren auch da. Das sah nach einer guten Unternehmung aus.


Außerdem sind wir mit Irini mal zum Fram-Museum gefahren. Das ist ja sowieso schon mein Lieblingsmuseum auf Bygdöy, aber die haben das gerade frisch umgestaltet und jetzt ist das noch viel, viel besser. Auch wenn man das kaum glauben mag.




Das gesamte Design ist deutlich kälter, was zu einem Museum für Polarexpeditionen natürlich sehr gut passt und es gibt mehr Bilder und Informationen. Das Ganze ist auf 3 Ebenen einfach viel zuschauerfreundlicher präsentiert.
Eine fantastische Neuerung ist auch ein Kühltunnel, in dem man die Temperaturen nachempfinden kann. Gut, da drin sind nur -10°, am Südpol ist es sicherlich kälter, aber das ist schon einfach wirklich schön gemacht.
Am Ende des Eistunnels muss man sich auch hüten, nicht von einem Eisbären aus der Decke attackiert zu werden...




Und für jeden, der sich schon immer mal gefragt hat, wie ich als Polarforscher aussehen würde, gibt es hier die Antwort:




Ich finde ja, das steht mir ausgezeichnet.
Nach wie vor kann man in das Schiff und sich dort umsehen. An Deck gibt es nun allerdings auch in regelmäßigen Abständen eine riesige Projektion, die mit einem Sonnensturm beginnt und in einer Polarlichterschau um das gesamte Schiff herum endet. Das nährt nur noch den Wunsch auch endlich mal das richtige Nordlicht zu sehen.
Hach, wirklich schön war's.

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