Mittwoch, 25. April 2012

Herr Bernhoft lässt grüßen.

Am 14. April war ich auf einem Konzert. Das wurde auch mal wieder Zeit!
Das Ticket war ein weihnachtliches Geschenk der Eltern und wartete im Bilderrahmen meiner Hindenburg auf Verwendung.
Neben der Vorfreude war ich allerdings auch recht angespannt... Denn das Ganze sollte im Spektrum statt finden. Das ist hier in Oslo die größte Konzerthalle, wenn ich das richtig überblicke. Es passen so circa 9000 Menschen da rein und ich war noch nie auf einem so großen Konzert, das nicht unter freiem Himmel war.
Kaizers haben zu ihrem 10 jährigen Bandjubiläum da drin gespielt. Über die kenne ich überhaupt auch den Herren - Jarle Bernhoft - zu dessen Konzert ich ging. Der war nämlich letztes Jahr für die Vorband in Deutschland. Hier in Norwegen geht der aber sowas von durch die Decke. Sowie der sagt, dass er irgendwo spielt, ist das ausverkauft. Deswegen wollte er mal ins Spektrum, denn da muss dann niemand draußen bleiben, weil es genug Karten gibt. Die Rechnung ist auch sehr gut aufgegangen. Das Haus war voll, wenn auch nicht bis zum Bersten ausverkauft.
Und so schlimm ist das Spektrum auch nicht. Ich hatte arge bedenken, dass das keine schöne Atmosphäre gibt, wenn alles so groß ist, aber insgesamt war alles enger bei einander, als ich mir das vorgestellt hatte. Ich hatte auch fix einen Platz dicht an der Bühne und war damit sehr zufrieden. In so Videos sehen Konzerträume irgendwie immer größer aus.
Der Jarle hatte auf jeden Fall mit Foy Vance einen sehr sympathischen Menschen als Vorband. Und dann musste man auch nur eine halbe Stunde warten bis das los ging.
Die Band von ihm war fantastisch. Das hat mich sehr überrascht, denn bisher hatte ich ihn live nur komplett allein gesehen. Aber so eine Konzerthalle will man auch ausfüllen irgendwie. Das Highlight für mich war aber, dass der Gute dann doch drei Lieder komplett allein gespielt hat. Und man hat ihm auch die ganze Zeit angesehen, wie viel Spaß er dabei hat, sich mal ordentlich feiern zu lassen.
Das einzig merkwürdige war allerdings das Material aus dem sein Anzug war. Da bin ich mir nicht sicher... es sah sehr glänzend und schwer aus... Ich hoffe inständig, dass es kein Leder war.
Jaja, der Jarle. Das war schon klasse. Besonders, weil er 2 Stunden gespielt hat. Ich hätte fast nicht geglaubt, dass er soviel Material hat.
Und morgen gibt es Daniel Norgren mit Irini. Der Frühling zeigt sich musikalisch. Das gefällt mir.
Und hier noch eine kleine Kostprobe vom ZDF, da mich die selbstgedrehten Youtube Videos aus dem Spektrum qualitativ nicht überzeugen.

Montag, 23. April 2012

Momente mit Marlene (und anderen Palmen)

Während Marlenes Besuch hier, gab es natürlich noch ein paar weitere erwähnenswerte Momente.
Am Sonntag nach dem by:larm zum Beispiel war ja auch noch Palme hier und wir haben den Tag mit Ausschlafen und einem englischen Frühstück verbracht. Das war großartig. Danach wollten wir auch nicht viel anderes machen, als gemütlich um den Sognsvann zu spazieren. Dabei konnten wir uns nicht zurückhalten und mussten selbstverständlich auch auf den zugefrorenen See. Dort kam es zu milden Schneewrestlingszenen.




Der See war noch zugefroren und es sind auch noch einige Leute darauf unterwegs gewesen, allerdings war das wohl eine der letzten Möglichkeiten, denn ab und an hat man da schon so knackende Geräusche vernommen, die einem nicht gerade ein Gefühl von Sicherheit vermittelt haben.
Wieder zu Hause angekommen gab es ein bißchen internationales Kartenspiel mit Irini und Mirjam noch, allerdings habe ich die meisten Regeln und Spiele schon wieder vergessen.
Am Abend habe ich Palme und Marlene dann noch die ersten beiden Folgen von Sherlock gezeigt. Und als Menschen mit gutem Geschmack waren sie natürlich begeistert.
Am Tag darauf haben wir Palme verabschiedet und uns selbst der Stadt auch mal bei Tageslicht gewidmet.
Marlene war ja recht lange hier und ich finde, wir haben unsere Zeit optimal genutzt. Gut, ich musste nebenbei ein komisches Paper schreiben, aber da hat uns nicht davon abgehalten, massiv dem Stricken nachzugehen. Natürlich waren wir auch im Mono, auch wenn die Band dort uns ein bißchen Angst eingejagt hat. Naja, Angst ist vielleicht zu hoch gegriffen, aber der Sänger hat permanent den Neuzugang der Band (eine Dame mit Geige) mit seinen Augen ausgezogen. Und sich selbst fand er auch noch so super, dass das schon ein bißchen anstrengend war. Die Musik konnte man sich anhören, aber sie hat keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.


Wir waren auf einem Kaizers Konzert. Das hat sich angeboten. Allerdings war es das erste Kaizers Konzert, von dem wir unglücklich nach Hause gefahren sind. Denn die Menschen dort, waren einfach zum Kotzen. Nicht die Kaizer natürlich, denen kann man nichts vorwerfen, die haben super Stimmung gemacht. Aber wir haben uns leider in einen Haufen von Idioten gestellt. Das konnte man vorher nicht wissen, aber die haben uns den Spaß vermiest. In der Sentrum Scene gibt es nämlich Stufen und wir standen direkt an einer dran. Das heißt, die Menschen vor uns haben uns zurückgedrängt, ohne dass wir einen Schritt nach hinten machen konnten (wegen der doofen Stufe) und die Menschen hinter uns waren damit beschäftigt uns in den Nacken zu atmen und mit ihren Ellbogen zu bearbeiten. Das hat leider stark vom eigentlichen Geschehen auf der Bühne abgelenkt. Objektiv gesehen war es aber ein super Konzert, auch wenn die Setlist nicht gerade meine persönlichen Favouriten beinhaltete. Beim Konzert in Leipzig wurde all das aber wieder mehr als gut gemacht.


Wir sind auch viel zu Fuß unterwegs gewesen... von hier nach Grünerlökka, von Frognerseteren steile Schneeklippen hinab zum Holmenkollen, wobei wir auf Menschen trafen, die im Schnee standen, grillten und laut Scooter hörten. Schlitten waren auch da. Das sah nach einer guten Unternehmung aus.


Außerdem sind wir mit Irini mal zum Fram-Museum gefahren. Das ist ja sowieso schon mein Lieblingsmuseum auf Bygdöy, aber die haben das gerade frisch umgestaltet und jetzt ist das noch viel, viel besser. Auch wenn man das kaum glauben mag.




Das gesamte Design ist deutlich kälter, was zu einem Museum für Polarexpeditionen natürlich sehr gut passt und es gibt mehr Bilder und Informationen. Das Ganze ist auf 3 Ebenen einfach viel zuschauerfreundlicher präsentiert.
Eine fantastische Neuerung ist auch ein Kühltunnel, in dem man die Temperaturen nachempfinden kann. Gut, da drin sind nur -10°, am Südpol ist es sicherlich kälter, aber das ist schon einfach wirklich schön gemacht.
Am Ende des Eistunnels muss man sich auch hüten, nicht von einem Eisbären aus der Decke attackiert zu werden...




Und für jeden, der sich schon immer mal gefragt hat, wie ich als Polarforscher aussehen würde, gibt es hier die Antwort:




Ich finde ja, das steht mir ausgezeichnet.
Nach wie vor kann man in das Schiff und sich dort umsehen. An Deck gibt es nun allerdings auch in regelmäßigen Abständen eine riesige Projektion, die mit einem Sonnensturm beginnt und in einer Polarlichterschau um das gesamte Schiff herum endet. Das nährt nur noch den Wunsch auch endlich mal das richtige Nordlicht zu sehen.
Hach, wirklich schön war's.

Montag, 2. April 2012

Eins, zwei, drei - schon ist das by:larm wieder vorbei.

Ach ja. Der dritte Festivaltag gestaltete sich nicht ganz so wie erhofft.
Beginnen wollten wir alle gemeinsam im Folketheatret mit Ida Maria. Dort mussten wir allerdings feststellen, dass man nicht hinein darf, wenn man nicht seine Jacke abgibt. Das ist eben ein vernünftiges Theater. Allerdings wollten die einem dafür 25 Kronen abknöpfen. Darüber waren wir nicht begeistert und machten uns zu alternativen Landen auf.
Nach einiger Kriegsberatung, beschlossen Marlene und ich dann endlich mal ins Mono zu gehen, um uns I Got You On Tape aus Dänemark anzuschauen. Wir mussten zwar ein bißchen warten bis das mit denen los ging, aber das war ganz gut, denn so konnten wir immerhin tatsächlich noch rein. Das kleine Etablissement füllte sich nämlich sehr schnell.
Die Band war auch ganz gut. Ich war vor allem von der vollen und beeindruckenden Stimme des dicklichen Sängers begeistert. Man hätte so eine Kraft von dem nicht erwartet. Auch der Rest der Band produzierte Sound mit ordentlichem Wums. Am Anfang war ich ziemlich begeistert. Das ebbte allerdings ein bißchen ab, als man merkte, dass hier dann doch alle Lieder recht ähnlich klingen... Nicht schlecht, aber auch nicht gerade abwechslungsreich.
Der Abend sagte ein Pendeln zwischen Mono und Rockefeller voraus und so machten wir uns hurtig an einen Ortswechsel, um Zeuge von Rubik, ein paar Finnen, zu werden. Die waren tatsächlich ziemlich cool. Es fällt mir schwer sie im Nachhinein zu beschreiben, aber ich hatte großen Spaß und die haben mit verschiedenen Instrumenten nur so um sich geschmissen und dadurch die ersehnte Abwechslung spielend leicht erreicht.
Nach ihnen ging es zurück zum Mono, um die allererste Band, die wir auf dem Festival gesehen hatten (I Am Sound), noch einmal genießen zu können.
Da ereilte uns dann aber der Fluch des Mono. Es ist zu klein. Beziehungsweise zu beliebt. Eine Schlange stand bis draußen. Keine Chance auf Eintritt für uns, also blieb uns nichts anderes übrig, als wehmütig die Ohren an die Scheiben zu quetschen und so ein bißchen Musik mitzunehmen.
Ein kleiner Trost war dabei immerhin, dass der bemützte Fotograf, den wir auf fast allen unserer Konzerte auch immer irgendwo erspäht hatten, auch aufgeben und weiterziehen musste.
Zurück im Rockefeller erklommen wir die Galerie und suchten uns ein gemütliches Plätzchen für Eye Emma Jedi. Beim Vorabhören wurden sie für ganz gut befunden und dann hat man natürlich gute Hoffnungen, dass sich das live nur noch steigert. Aber Pustekuchen. Die waren scheisse. Langweilige Hipsterjungens, die einen auf supercool machten. Das beste an denen war, dass wir auf der Galerie dicht bei ihren Familien standen und deren Mütter sehr eifrig mitgefiebert haben. Ein wahrlich amüsanter Anblick.
Eigentlich wollte ich mir dann das Trommelfell bei Kvelertak zerblasen lassen, aber da die im gleichen Theater wie Ida Maria spielen sollten und ich nach wie vor keine Lust auf Garderobengebühren hatte, blieb ich bei Marlene im Rockefeller. Auf der kleinen Bühne dort spielten irgendwelche Schweden, die ganz grauenhaft waren.
Wir hielten uns in einer Ecke auf (da wir mit Palme verabredet waren) und lasen Zeitung. Außerdem fanden wir dabei CDs rumliegen, die wir sicherheitshalber mal einsteckten. Palme sagte uns ab. In einem anderen Teil der Stadt war die Musik eindeutig besser.
Wir hingegen gaben Sondre Lerche die Chance uns von sich zu überzeugen und er scheiterte.
Frustriert marschierten wir in Richtung Sentrum Scene um beim Soundcheck einer Metall Band zuzusehen und dann ins Festivalzelt auf dem Youngstorget. Da konnte man immerhin ein bißchen sitzen. Allerdings fing dann ein kleiner Rapper mit seinem Konzert an und verjagte uns erfolgreich. Wir standen also lieber Lollis lutschend im Sägespänematsch vor dem Zelt.
Nach einiger Zeit trafen wir uns dann doch noch mit Palme für Mikhael Paskalev. Auf den hatte ich große Hoffnungen gesetzt, aber wir hatten doofe Plätze und Mikhael kam nur ganz dünn zu uns durch. Das war nicht gerade hilfreich für unsere Stimmung.
Finster beschlossen wir uns lieber gleich zurück ins Rockefeller zu begeben, um bei Kitchie Kitchie Ki Me O, unserer letzten Band des Festivals, gute Plätze zu haben.
Dementsprechend fanden wir uns bald direkt vor der Soundinsel wieder und warteten ungeduldig.
Doch Gott sei Dank machten die Kitchies das hadern der vorangegangenen Stunden wett indem sie einfach nur großartig waren. Unsympathisch, aber dafür musikalisch einwandfrei.
Und am Ende des Abends stellte sich heraus, dass die CDs, die ich eingesteckt hatte, deren Album enthielten. Welch Glück.
So wurde ein Abend auf der Kippe dann doch noch zu einem hervorragenden Festivalabschluss. Und das by:larm 2013 ist ja auch nicht mehr weit weg...

Sonntag, 1. April 2012

Des by:larms zweiter Tag.

(Die Abwesenheit von Fotos ist übrigens meinem Laptop in die Schuhe zu schieben. Der hat momentan nämlich etwas gegen diese Funktion und bringt sich immer selbst ins Bett, wenn man welche hochladen möchte.)

Nachdem wir also Donnerstag spät zu Hause waren, sah ich der Uni am Freitag nicht unbedingt mit Begeisterung entgegen. Das war letztendlich aber auch okay, denn wirklich lange ist ja so ein Seminar auch nicht.
Wieder zu Hause angekommen, stellte ich erfreut fest, dass Marlene und Palme es gerade geschafft hatten zu frühstücken und sich für den Tag bereit zu machen. Richtig viel haben wir nicht mehr gemacht, außer natürlich noch mehr essen und sind dann recht früh in die Stadt gefahren und haben uns zum Revolver aufgemacht.
Dort spielte im Keller "Prins Polo", eine isländische Band, die sehr gute Laune verbreitete. Der Sänger trug ein Papierkrönchen und machte humorvolle Ansagen in akzentbeladenem Englisch. Leider singen Prins Polo ihre lustigen Texte in ihrer Heimatsprache, deswegen konnten wir nicht die Texte genießen... aber wir wurden Zeuge, wie ein Publikumsmitglied, bei dem es sich um die Bandgefährtin von Snorri Helgasson handelte, von Prins Polo höchstpersönlich zum Ritter geschlagen wurde. Leider war der Band das weibliche Äquivalent zum Ritter nicht bekannt und deswegen ist die Gute jetzt bloß eine Lady. Aber das ist ja auch besser als nix.
Weil wir im Anschluss nicht zu spät zu "Jarle Bernhoft" kommen wollten, machten wir uns allerdings auch schon sehr früh wieder vom Polo Prinsen fort.
Den Herren Bernhoft kennen wir seit letztem Jahr dadurch, dass er uns als Vorband der Kaizer drei Mal beglücken konnte. Der ist nämlich eine Ein-Mann-Band mit höchstem Entertainment-Faktor und großartiger Stimme. Durch Loops erzeugt er eine musikalische Atmosphäre, die einen staunen lässt, dass sich da wirklich nicht irgendwo doch eine vollzählige Band hinter ihm versteckt.
Das schöne an lediglich einer halben Stunde Spielzeit ist auch, dass er das zum bersten gefüllte Rockefeller mit einem Hit nach dem anderen bombardiert.
Das Publikum ist extrem laut und begeistert, aber so groß wie Bernhoft hier inzwischen ist, muss man sich darüber auch nicht mehr wundern. Am 14. April schon werde ich ihn wieder anschauen. Im Spektrum. Dem größten Haus am Platze. Und dort mit Band. Man darf gespannt sein.
Nach Jarle geht es fix zur Kulturkirche Jakob. Kulturkirche deshalb, weil dort keine Gottesdienste mehr drin statt finden, sondern wirklich nur noch kulturelle Events. Wir sind dort um uns Soley anzuschauen, eine junge Dame, die ebenfalls aus Island ist (und somit Prins Polo wieder aufgreift) und mit Loops arbeitet (das Bernhoft-Element). Sie ist dadurch das perfekte dritte Konzert an diesem Abend. Und die Stimmung in so einer Kirche ist natürlich auch sehr beeindruckend.
Inzwischen erkennen wir sogar Leute wieder, die öfter mal auf den gleichen Konserten anzutreffen sind, wie wir. Oslo ist eben nicht all zu groß.
Eigentlich hatte ich auf meinem Plan noch eine Füllerband, aber da ich mich schon seit langem sehr auf Daniel Norgren freue und keine Lust habe, mich weit von seinem Auftrittsort zu entfernen, begeben wir uns gleich nach Soley schon auf den Weg ins kleine Nokia-Zelt. Während wir noch dort hin spazieren, überfällt uns plötzlich Palme, von dem wir uns nach Bernhoft getrennt hatten und der inzwischen auch großen Spaß gehabt zu haben schien.
Da wir so früh da sind, können wir dem Daniel beim Soundcheck zugucken und selbst noch ein bißchen zum Verschnaufen sitzen. Man darf ja bei so einem Festival nicht alle seine Kräfte zu schnell verpulvern.
Doch dann spielt er wirklich. Er mit Gitarre und minimalem Fuß-Percussion-Set und ein Gefährte am Kontrabaß. Die zwei Schweden sehen aus wie die hinterletzten Waldmenschen, verwahrloste Söhne von Holzfällern oder so ähnlich... Sie spielen aber großartige Musik und bilden mit einem Blues-Feuerwerk mein persönliches Highlight des Abends.
Auf dem Weg aus dem kleinen Zelt muss man durch das große Zelt. Dort spielten Team Me. Marlene meinte, dass die sich live ganz gut angehört haben, aber ich war nach dem großartigen Daniel noch so gebannt, dass ich die nicht habe aufnehmen können.
Als letztes blieb uns bloß noch abschließend wie auch am Vorabend in die Sentrum Scene zurückzukehren. Heute für die Casiokids. Eine Band, die definitiv auch erstmal unterhalten will. Da kommt recht gerne viel Elektronik dazu, was ja eigentlich nicht so mein Fall ist, aber ein zwei Lieder von den Bergenern sagen mir dann doch auch zu. Und da die live nicht zu verachten sein sollen, darf man sich ja so eine Kostprobe nicht entgehen lassen.
Ich glaube, Palme war nicht so begeistert, weil er in seinem Kopf andere Vorstellungen hatte. Ich hingegen war angenehm überrascht. Da herrschte ein munterer, schwer überschaubarer Reigen auf der Bühne, der andauernd die Instrumente wechselte, hüpfte und zelebrierte gut gefunden zu werden. Am Ende kamen dann noch diverse als Tiere kostümierte Menschen auf die Bühne, die mittanzten und riesige Luftballons ins Publikum schossen. Da war das dann auch ein bißchen interaktiv.
Ich fand's unterhaltsam, aber den Abend gewonnen, hat dann doch der Herr Norgren, der Oslo auch im April wieder beehrt und mich definitiv in seinem Publikum erwarten darf.
Als wir den ersten Nachtbus verpassten und uns noch ein Eis im McDonalds während der halbstündigen Wartezeit gönnten, tauchte er auch zur Bestätigung mit seinem Bandkollegen auf. Und war ein Hühne! Da er während des Konzertes saß, ist mir das davor überhaupt nicht aufgefallen, aber die schwedische Luft muss echt gut sein, denn der ist locker über zwei Meter groß...
Ihm wird auch das Lied des Tages gegönnt: "Mean Old Devil Got On"