Sonntag, 22. Januar 2012

Du får blod til å frysa til is...

Nun ist also die erste Uniwoche um und das, was sich bereits im letzten Semester angedeutet hat, ist in diesem dann Wirklichkeit - ich bin allein in diesem Studiengang.
Gott sei Dank hat sich Torill dazu entschieden das Seminar zu Sprachvarietäten unangemeldet auch zu besuchen, sonst würde ich dort zu zweit mit meinem Professor sitzen. Mein anderes Seminar habe ich noch nicht gehabt, weil es erst diesen Donnerstag anfängt, aber ich fürchte, dort wird niemand anderes sein, der mir den Rücken stärkt.


Dafür lerne ich in meinem dritten Modul aus dem Englisch-Bereich etwas darüber, wie man eine zweite Sprache lernt... Das kann ja ganz hilfreich sein für das eventuelle berufliche Türchen des Deutschunterrichts. Die Dozentin dort ist auch sehr jung und motiviert und ermutigt Diskussionen. Tja... mit sowas fühle ich mich ja auch nicht richtig wohl, aber auf die Dauer wird das wohl eine angenehme Abwechslung zum Einzelunterricht sein. Und die Präsentation, die ich da halten muss, verdränge ich einfach so lange es geht...
Ansonsten stand die letzte Woche stark im Zeichen von Sherlock Holmes. Ich habe mir die Neuauflage der BBC mal angesehen, die die Geschichten in unsere heutige Zeit transportiert hat und das hat mir ziemlich gut gefallen. Wenn man allerdings bedenkt, dass Mark Gatiss sich das ausgedacht hat, muss man sich da auch nicht sonderlich wundern. Mir gefällt sowieso immer recht gut, was der so macht. Schade, dass es von Sherlock erst 6 Folgen gibt...
Außerdem war ich am Dienstag in der Bibliothek um mir ein Buch für meinen Sprachvarietätenkurs auszuleihen. Allerdings war es nicht auffindbar und dann dachte ich mir, ach, was soll's, ich geh jetzt ins Kino.
Zugegebenermaßen ist das mit 100 NOK ein recht teurer Spaß, aber ich war ewig nicht im Kino und ab und an muss man sich auch mal was gönnen. Dort habe ich ebenfalls Sherlock Holmes geschaut, allerdings die Variante mit Robert Downey Jr., die ausgesprochen viktorianisch ist. Auch hier hatte ich großen Spaß. Deswegen überlege ich momentan sogar, ob ich nicht vielleicht mal die Bücher von Sir Arthur Conan Doyle lesen sollte... Wenn die mir mal günstig über den Weg laufen, komme ich da wohl nicht dran vorbei.

Gestern hat es übrigens den ganzen lieben langen Tag geschneit. Oslo verwandelt sich dementsprechend mehr und mehr in ein Winterwunderland.


Dieser beste aller Niederschläge arbeitet enorm zu meinen Gunsten. Neulich war ich nämlich mit meiner Lieblingsmitbewohnerin eine Wohnung anschauen, da sie ja im Herbst ausziehen muss. Die Wohnung war so auch ganz schön. Egoistischerweise musste ich ihr aber dringend mitteilen, dass ich sie eigentlich noch viel lieber länger bei uns hätte. Das ging ihr auch so und dadurch, dass sie den Schnee so gut findet, möchte sie viel lieber ihr hart verdientes Geld für einen Skikurs ausgeben und nicht für eine Wohnungskaution. Vorerst bleibt die Gute uns also noch ein bißchen erhalten.

Während des Schneefalls gestern bin ich noch ein bißchen durch die Gegend spaziert und hab das ein oder andere Foto gemacht, das man ja ruhig auch mal zeigen kann:




Positiv anzumerken ist außerdem, dass es auf dem letzten Bild etwa 16 Uhr ist und bloß schummerig. Die Tage werden länger und die Sonne zeigt sich auch recht häufig. Das ist ziemlich schön. Gibt es eine bessere Kombination als Sonne und Schnee? Ich glaube kaum. Ich kann schon fast nicht mehr den Februar abwarten, wenn Palme und Marlene zu Besuch sind und ich sie in tiefe Schneewehen schubsen kann...!

Dagens Låt: Danse Macabre von Saint Saens

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