Dienstag, 1. Mai 2012

Moonshine got me...

Aaach... ein weiterer Konzertabend.
Letzten Donnerstag war ich mit Irini im Rockefeller. Es spielten drei Bands auf : Dig Deeper, Grand Cafe und Daniel Norgren.
Ich persönlich war nur an letztgenanntem interessiert und hatte Irini auch nur den vorab gezeigt.
In grober Fahrlässigkeit habe ich es versäumt, mir Dig Deeper und Grand Cafe vorher anzuhören. Sowas passiert mir nicht nochmal.
Wir waren püntklich um 21 Uhr an Ort und Stelle und Dig Deeper kamen gerade auf die Bühne und nahmen ihre Instrumente in die Hand.
Und sie waren poppig. Und seicht. Die relativen jungen Menschen auf der Bühne präsentierten dem noch sehr leeren Rockefeller ein mittelprächtiges Set. Uns persönlich gefiel ein Teil von einem Lied. Keine besonders positive Ausbeute also.
Dann haben wir wetten darauf abgeschlossen, ob uns die zweite Band besser gefallen könnte. Wir beide haben behauptet, dass es noch schlimmer wird - motiviert durch die Hoffnung eines besseren belehrt zu werden. Aber leider hatten wir den Nagel auf den Kopf getroffen. Grand Cafe war noch viel langweiliger. Da sind wir in der Zwischenzeit mal rausgegangen, weil Irini gerne rauchen wollte.
Im Vergleich zur ersten Band hatten die auch nicht nur eine halbe, sondern eine Dreiviertelstunde Zeit für ihr Geschrammel. Die kam uns unverhältnismäßig länger vor. Außerdem sammelte der Sänger nicht gerade Punkte dadurch, dass er von den sieben hinter ihm stehenden Gitarren nur die auswählte, die farblich zu seinem Outfit passten... Puuh.

Aber dann kam die letzte Umbaupause und um Viertel nach Elf betrat Daniel Norgren die Bühne und alles wurde schlagartig besser. Der hat sich mit seinem tiefen Blues die Seele aus dem Leib gesungen und sah mal wieder erfrischend sympathisch wie gerade aus dem Wald spaziert aus. Sehr erleichtert war ich natürlich auch, als Irini mir mitteilte, dass ihr das nun bedeutend besser gefalle. Der Daniel war so gut, er hat den ganzen Abend gerettet und die beiden anderen Bands komplett vergessen gemacht.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass er leider überhaupt keinen Merch mit hatte. Und ich hätte mir so gerne eine CD von ihm gekauft... Nach einer Stunde brachte er sein Set zu Ende und war damit perfekt auf den Abfahrtszeitpunkt unserer letzten Bahn nach Hause abgestimmt. Wir sputeten uns davon (und hoffen, dass er keine Zugaben gegeben hat) und damit meine ich richtig echtes Laufen. Irini ist leider ein sportlicher Mensch und ich bin ihr mit 20 Metern abstand und rutschenden Hosen hinterher gehechelt... Wir waren letztendlich sogar drei Minuten zu früh an der Haltestelle. Aber sicher ist sicher. Und es hat sich einmal mehr bestätigt, dass ich das Rockefeller als Veranstaltungsort wirklich sehr gerne mag.

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