Die Insel- und Schärenlandschaft rund um Olso wollte erkundet werden. Wir fuhren also mit dem Bus zur allerletzten Haltestelle und wanderten auf fremdartigem Gestein um die Insel Bygdøy herum. Palme könnte uns jetzt wahrscheinlich erzählen, was für ein Gestein genau das war, doch es war ausdrücklich untersagt, irgendwelche Gesteinsproben abzuspachteln und diese dann auch noch zu entwenden.
Schade.
Aber nagut. Wir hatten unser Geologenhämmerchen sowieso gerade nicht dabei, sondern nur die Kings of Leon CD. Aber vielleicht kann Palme das ja auch nur vom Angucken.
Es war wie ein Ausflug aufs Dorf. Obwohl das alles noch offiziell zu Oslo gehört. Aber das diese Stadt irgendwie keinem Klischee entspricht, haben wir ja schon das ein oder andere Mal festgestellt...
Wir krapselten also über Stock und Stein und sahen uns Oslo aus dem Fjord heraus an. Bei Bygdoy handelt es sich um die Museums"insel" vor Oslo. Früher war das vielleicht mal eine Insel, heute kann man auch mit dem Bus rauffahren ohne Brücken zu überqueren. Wir entscheiden uns trotz geschlossener Museen für den großen, langen Wanderweg. Schnell schlackert es mir dabei in den Beinen. Das Frühstück ist einfach schon so lange her... Und der Weg führt vom Wasser weg und durch Ferienhäuser? Oder Privatvillen? Man weiß es nicht, es ist aber beeindruckend. Vielleicht ein bißchen eng besiedelt, aber mit einigen Häuserperlen auf jeden Fall.
Die Straßen sind klein und verwinkelt und wir haben nicht den besten Überblick. Dadurch verlaufen wir uns aber an einen kleinen Steg, der geradezu dazu einlädt, die Schuhe auszuziehen und die nackten, weißen Füßchen ins Wasser zu tauchen. Das tun wir natürlich umgehend. Hervorragend. Jetzt können wir auch allen erzählen, dass wir im Oslo Fjord baden waren.
Schließlich fanden wir die geschlossenen Schifff(ffffff)ahrts-, Kon Tiki- und Frammuseen. UND TOILETTEN!
Ja, ihr ahnt es. Zahl hat mich fast wieder verprügelt, aber durch meine Hingabe an die natürlichen Bedürfnisse des Menschen entdeckte ich zwei Ölfässer! Wooohooo! Es gab nur leider kein herumliegendes Brecheisen oder einen Axtgriff, weswegen wir uns beim Hauen (Nein, das konnten wir uns nicht verkneifen, trotz Touristen...) mit einem simplen, aber effektvollen Ziegelstein begnügen mussten.
Ich werde ein Brecheisen auftreiben und dann kehren wir zurück. Das macht ja solchen Spaß.
Dann bahnte sich ein großer Konflikt an. Zahl wollte noch zur Stabskirche, ich mit dem Boot zurückfahren. Zwei Sachen, die sich aus zeitlichen Gründen ausschlossen, das letzte Boot sollte nämlich in einer halben Stunde kommen, während der Weg zur Stabskirche (mit mir im Gepäck) garantiert länger gedauert hätte...
Was folgte nun? Hass? Zank? Streit? Intrige?
Leider können wir soviel Spannung dann doch nicht bieten. Der Hunger einigte sich mit uns darauf schnell mit dem Boot in die Stadt zurück zu düsen. Zur Wartezeitüberbrückung wurden noch einige Fotostrecken geschossen.
Nachdem wir dann fix noch abklärten, ob Zahl ihre Massen an Gepäck für die Weiterreise nach Trondheim im Bahnhof einschließen kann, damit wir heute Abend nochmal ins Mono gehen können (diesmal ohne Nervenkitzel, in der Woche darf man ja ab 20 rein...), fuhren wir noch ein bißchen durch die Straßen und guckten uns noch vermehrt den Westen der Stadt an um dann glücklich mit einem Döner unter´m Arm nach Hause zu fahren und relativ früh schlafen zu gehen.
Unterwegs trafen wir ein amerikanisches Ehepaar, das uns beobachtete, wie wir auf den neusten Filmplakaten einen glattrasierten Johnny Depp identifizieren und gleich zeitig überlegten, was wohl in ihn gefahren sei.
"Are you going to watch Johnny Depp in the cinema?"
"No, maybe not in that movie.."
"But he is awsome. He ist always good!"
(Das sagte der Mann!!!)
"And it's a true story!" (warum relativiert das bei den Amerikanern die Frau?)
Gerade als wir sie fragen wollten, worum es denn eigentlich geht, ruckelte die Tram an und sie verschwanden im hinteren Teil der Bahn.
Gut. Public Enemy also. Sollten wir es wirklich nochmal wagen, uns auf scheinheilige Filmempfelungen einzulassen, nach dem Brüno-Desaster?
Heute muss Zahl nach Trondheim. So ein Müst. Aber wir haben für den Tag trotzdem noch große Pläne...
Vintersju og Zahl.
aaahhh, jule wir müssen zu den fässern! unbedingt!
AntwortenLöschenund dann wird gemowinckelt und gemaestrot, ja?
oh zahl, gute weiterreise! süße träume im zug und pass bloß auf dein gepäck auf.
ja zu den fäsern.
AntwortenLöschenun auf dem weg dorthin werde ich euch die gesteine exakt bestimmen. name, alter, chemische zusammensetzung, entstehung!
... please can we stop boring conversation! =)