...riefen sie.
Da kam ein Flugzeug geflogen. Gen Oslo. Und wir saßen drin. Panik gab es nur vorübergehend und (wie zu erwarten) auch nur von meiner Seite. Zahl schlief ganz friedlich während der Turbulenzen über Südnorwegen. Dafür bin ich unglaublich stolz darauf, nun auch in ziemlich viel Fuß Höhe auf dem Klo gewesen zu sein.
Die erste Frage bei der Ankunft: Wo ist Palme?! Müssen wir jetzt etwa wieder selbst unser Gepäck tragen? NEI! Wir holen uns einen (kostenlosen!) Kofferkuli. Gut, wir haben das nicht selbst gemacht, weil uns die Technik dann doch ein bißchen zu kompliziert war, aber der nette norwegische Kuli-Ordnungs-Mensch hat uns einen gegeben. Erster Kontakt also: Positiv.
Sehr gut, so kann´s weitergehen.
Nächstes Problem: Oslo Gardermoen ist nicht Oslo. Noch nicht. Nachdem jedoch auch dort kurze Unübersichtlichkeiten gemeistert wurden, waren wir da.
Okay. Das ist also Oslo. Mhm. Naja... So schön ist das ja jetzt nicht oder? Egal, erstmal den Couchsurfer-Host suchen und siehe da: Mit jedem Schritt wächst die Zuneigung. Sogar, obwohl der gute Arne in Grønland wohnt, dem Viertel mit der größten Ausländerdichte ganz Norwegens. Aber da ist alles voller Leben und schön. Mit Arne (der uns vergessen hatte) reden wir dann aber erstmal lieber Englisch. Ich mag, dass er sehr viel redet, mit starkem Akzent und wir nur zuhören müssen. Er empfiehlt uns soviel... Aber, wir sind zu müde... Also beschließen wir mal so im Botanischen Garten rumzusitzen. Nachdem uns eine geistesgestörte Frau nach der Uhrzeit fragte (und ich nicht reagierte, weil sie halt die ganze Zeit mit sich selbst gesprochen hat... wer kann denn da ahnen, dass sie auf einmal uns meint...) und Zahl ihr paa norsk Auskunft gab, hatten wir nach vier Stunden im Land auch schon unsere erste Diskussion über Hitler. Mit einem Schwarzen. Darauf hingewiesen werden sollte, dass er Hitler ziemlich gut findet. ("I have read Mein Kampf... and I understand his philosophy! He wasn´t just bad!" Ähm... Doch! Und dich hätte er zuerst umgebracht... Das war ihm aber egal.)
Naja, als Entschädigung dafür uns vergessen zu haben, hat Arne uns dann des Abends mit zu seinem Freund Øyvind genommen, der gerade vier Couchsurfer hatte. Zwei Polinnen, Magda und Monika, und ein Pärchen aus der französischen Schweiz, deren Namen ich leider vergessen habe... Das Essen war gut, die Unterhaltungen auch. Obwohl wir todmüde waren... Nach 19 Stunden Reisestress und Ankunftsbegeisterung haben wir uns dann aber auch bei Arne auf die Matrazen fallen lassen und sind weggerazt.
Die drei wichtigsten Erkenntnisse des 1. Tages in Oslo.
1. Das Leitungswasser (in Grönland) schmeckt nicht.
2. Die Norweger sind viel zu schön.
3. Aufpassen mit wem man sich im Park auf historische Diskussionen einlässt.
Vintersju.
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