Mittwoch, 22. Juli 2009

Das Land der Gegensätze

Das soll nicht heißen, dass in Norwegen selbst die krassesten Gegensätze aufeinandertreffen. Nein.
Hier ist nur alles anders, als man es erwartet.

Heute war ich im Ikea auf der Suche nach Bettzeug.
Das gibt es hier nämlich nicht.
Bettwäsche mitzubringen war ja überhaupt kein Problem. Aber ich frage mich tatsächlich, wie man als armer Erasmus auch noch eine Daunendecke in sein 30 Kilo Reisegepäck bekommen soll.
So wird also jedenfalls der Umsatz im Land gesteigert. Aha.

Zurück zu den Dingen, die hier anders sind.
Der Ikea an sich ist der gleiche. Die Preise sind auch vertretbar.
Ich begebe mich also in die Bettenabteilung und suche nach einer extrem warmen, aber auch billigen Decke.
Zunächst bin ich erschüttert, dass man tatsächlich dreistellige Summen für ein Federbett hinlegen soll. Also sehe ich nur noch auf die Preise und überlege mir, in extrem kalten Notsituationen die erworbene Decke einfach mit Pullovern auszustopefn. Oder ich frag Jule, ob sie mir ein Paket mit 50 ihrer Socken schicken kann.
Ich nehme also etwas genervt ein zusammengewickeltes Paket für umgerechnet circa 40 Euro und sehe mir den Inhalt nicht genauer an aus Angst vor Verzweiflung.

Eben habe ich dieses Wunderding ausgepackt. Es handelt sich um eine 2 x 2,5 Meter Decke. Ausgestopft mit edler schwedischer Pute. Die Decke ist so groß, wie mein ganzes Zimmer. Ich hab sie doppelt gelegt, damit ich sie in meinen Bettbezug reinbekomme: sie ist zu dick. Halleluja!
In Norwegen ist es also so: bezahl am wenigsten, bekomm am meisten. Aber nur, wenn du nicht damit rechnest!
Schnäppchenjäger sind hier also fehl am Platz. Der Pokermensch ist hier gefragt.
Für den Winter bin ich jedenfalls gewappnet. Wie ich dieses Wunderding allerdings jemals nach Leipzig bekommen soll, wird mir ein ewiges Rätsel bleiben.

Zahl

1 Kommentar:

  1. Du wickelst dich dann beim Rückflug einfach darin ein und erklärst allen, dass das deine extravagante Winterjacke ist!

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