Samstag, 10. September 2011

Og bris blei til sterk vind...

Ich habe gerade mal geschaut, was zu diesem Zeitpunkt vor zwei Jahren passiert ist und es stellt sich heraus, dass ich dort gerade Besuch von Änne, Kowa, Palme, Marlene und Svea hatte und wir den Tag am Sognsvann verbrachten.
Zur Erinnerung behelfsmäßig zusammengeflickt:


Hach... das war ein guter Tag.
Ich habe eigentlich gar nicht so viel zu erzählen, weil ich durch meine Erkältung beschlossen habe, heute lieber einen ruhigen Samstag zu machen und viel zu lesen.
Also eigentlich zu öde, um darüber zu schreiben. Ich mache ja aufgrund meiner Vertrautheit mit der Stadt die Special Events nicht mit, sondern konzentriere mich lieber auf die Uni, für die es einiges zu tun gibt.
Im Übrigen habe ich herausgefunden, dass ich die einzige Person in meinem Jahrgang bin, die deutsche Sprachwissenschaft als Master studiert. Soviel also zu den Studienkollegen und dem mysteriös-kargen Kursangebot.

Aber zu einem anderen Thema. Ich bin sehr froh, dass ich Europäer bin. Das ist mir mal wieder besonders deutlich geworden, als ich das Waschsystem meiner asiatischen und afrikanischen Mitbewohner studierte.
Um kurz eine Hintergrundsituation zu schaffen: Die Waschmaschinen befinden sich nicht im Haus, sondern nur an bestimmten Stellen im Studentendorf. Die Wäscherei, die uns am nächsten ist, liegt auf der anderen Seite des Weges ungefähr 50m bergab.
Aber weder Alpen noch Joke benutzen die Wäscherei.
Die hauen das, was sie waschen wollen zusammen mit ein bißchen Pulver in einen Eimer. Den stellen sie dann in die Dusche. Der Eimer steht da so ein, zwei Tage, bis viel von dem Wasser verdunstet ist und dann werden die Sachen aufgehängt.
Das ist ein Prinzip, bei dem ich graue Haare kriegen könnte...
Vor allem mit Alpen. Der hat neulich Handtücher gewaschen. Und weil zwischen seinem und dem Zimmer von Lasse, der übrigens vom Erdboden verschluckt worden zu sein scheint, so viel Platz ist, steht dort immer sein Wäschtrockner.
Wer schon mal Handtücher lange Zeit über nass gelassen hat, weiß, dass sie ganz furchtbar stinken. Und diesen Duft darf man nun jedesmal genießen, wenn man zur Toilette will. Denn er nimmt die Wäsche auch nicht ab, wenn sie trocken ist. Sie bleibt dort so lange hängen, bis er sie wieder benutzt.


Oder neulich... Da geh ich morgens in die Küche, um mir Frühstück zu machen und das Gefrierfach steht auf. Sperrangelweit.
Okay, nicht wirklich, eigentlich nur 'nen Spalt. Das sperrangelweit war eine komödiantische Übertreibung. Aber selbstverständlich tropfte es. Das hat mich relativ kalt gelassen, weil ich nur fünf Fischstäbchen in meinem Fach hatte. Ich habe aber lange überlegt, ob ich den anderen Bescheid sagen sollte oder aber einen Zettel an die Tür klebe, auf dem steht, dass alles über Nacht abgetaut ist...
Dann ist mir aber eingefallen, dass das recht sinnlos wäre, denn die würden eh nichts anderes machen, als das wieder einzufrieren. Deswegen hab ich nur die Tür zugemacht und es auf sich beruhen lassen.

Aber bevor das hier so klingt, als würde ich mich nur beschweren: Es gibt auch Sachen, die mir an der Wohnung gefallen. Und dabei handelt es sich nicht um das verstaubte Bild vom kleinen Prinzen, das auf dem Klo hängt, nein.
Ich mag unseren Lichtschalter in der Küche. Auf dem ist nämlich Chewbacca drauf. Und mit Star Wars (den guten drei Filmen, nicht den neuen) kann man bei mir immer Punkten.

Dagens Låt: To Be By Your Side von Nick Cave. Und ja, es ist schon wieder Nick Cave... aber ich habe das Lied erst heute entdeckt und es ist so schön, aber auf keinem meiner 14 Alben... Deswegen verdient es Hervorhebung.

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