Samstag, 24. September 2011

Küchen, Krisen, Kuchen, Katastrophen - Montag, 19. September

Yay! Montag ist's!
Palme hat Geburtstag! Was für ein guter Tag. Oder...?
Hm. Eher nicht so.
Wie wäre es mit Brotaufstrich, der gruselig aussieht und kleine Explosionen im Mund macht? Sehr gern!



Aber ich fange am besten vorne an. Ich werde wach, als ich höre, dass Marlene und Palme miteinander konversieren. Widerwillig öffne ich also die Augen. Palme muss heute für zwei Stunden zur Uni und ist noch da, was für mich bedeutet, dass ich definitiv vor einer Zeit vernünftigen Ausschlafens wach geworden bin...

Mir wird schnell mitgeteilt, dass irgendwas mit dem Abfluss nicht stimmt. Das Waschbecken der Küche ist mit dem Abfluss von Dusche und Waschbecken im Bad verbunden und wenn man eines von letzteren beiden aufdreht, kommt aus der Dusche leider alles, was wir an den vorhergehenden Tagen abgewaschen haben...
Immerhin funktioniert die Toilette noch. Palme ruft die Duwo-Menschen an, die sich um die Spaceboxen kümmern, in denen er lebt und die versprechen, nachher jemanden vorbeizuschicken. Das ist gut. Marlene und ich sind ja da.
Der Vorbeikommende sieht aber schon beim Öffnen der Tür irgendwie zu jung für einen Klempner aus. Schnell stellt sich heraus, dass dieser Eindruck nicht täuscht. Er macht nämlich nicht mehr, als einmal um die Ecke zu schauen, sich den Schaden zu notieren und uns eine Telefonnummer von einer Klempnerfirma zu geben. Mit denen sollen wir einen Termin machen.
Selbstverständlich ist Palme bei seiner Rückkehr von diesen Neuigkeiten nicht all zu begeistert. Die Laune steigert sich auch nicht, als die Leute von der Firma ihm sagen, dass der früheste Termin am Mittwoch ist. Aber daran ändern können wir nichts. Oder?
Zunächst wische ich den ganzen Dreck aus der Küche. Dann schrauben wir den Abfluss auf und entfernen alles, was in unserer Reichweite zu entfernen ist. Natürlich liegt dort nicht das Problem... Also schrauben wir in der Küche den Abfluss auf und gestalten einen Kleiderbügel zum Reiniger um. Dabei werden eklige Sachen ans Licht gefördert, aber wirklich hilfreich ist auch das nicht.
Der letzte Ausweg: Ich rufe den Experten an - den Vater. Doch auch der rät uns, lieber auf professionelle Menschen zu warten.

Also waschen wir uns mit in einem Glas aufgefangenen Wasser vor der Tür die Hände und tüfteln ein Duschen-, Abwaschen- und alles mögliche andere System über einem Eimer aus, den man dann in der (Gott sei Dank nach wie vor funktionierenden) Toilette entleeren kann. Wie der Holländer sagen würde: Lekker.

Kein Wunder also, dass Palme so schnell wie möglich aufbrechen möchte. Muffig geht's in die Stadt. Und da essen meist gegen schlechte Laune hilft, besorgen wir uns erstmal eine Tüte Pommes und essen diese an einer Gracht.


Da habe ich auch einen Vogel gesehen, von dem keiner so richtig weiß, was er ist, aber ich finde den sehr schön. Deswegen habe ich ihn Birdram, Lieblingsvogel getauft.


Wichtiger war dann aber doch der dritte und letzte Schokoladenkuchen - der von Albert Heijn. Das ist eine Art Gedenktorte, denn das erste Mal haben wir die bei unserem unvergesslich-wunderbaren Amsterdam-Urlaub vor einigen Jahren gegessen. (Kowa hat mit seinen Fingern reingetatscht.)
Wir hatten die wärmsten Erinnerungen und mussten selbstverständlich testen, ob diese trügerisch waren und im Nachhinein glorifiziert wurden. Hier ist also das gute Stück:



Und wenige, genussvolle Minuten später: Zufriedene Gesichter!
(Die Reihenfolge war übrigens perfekt: Beginnen mit dem norwegischen Überkuchen, dann kleine Flaute mit der Daim-Torte und ein hervorragender Abschluss mit der Chocolate Mousse-Geburtstagsvariation, die wirklich ausgezeichnet ist.)



Wir sind dann noch ein bißchen durch die Gegend getingelt bevor wir zu 21 Uhr in der Stammkneipe der hiesigen Studenten einkehrten. Die liegt in einer schönen kleinen Seitengasse mit ganzjähriger Weihnachtsbeleuchtung.


Palme wollte hier seine Geburtstagsfeierlichkeiten halten und tat dies auch mit einer wirklich großen Anzahl internationaler Studenten. Spannend war's. Und sehr lustig, das kann man nicht anders sagen. Er hat da schon 'nen guten Haufen um sich. Details lasse ich dann aber doch aus. Der Humor liegt sicherlich nicht jedem.

Auf dem Heimweg haben wir dann noch ein schönes Kitschfoto gemacht.


Im wahrsten Sinne des Wortes herzallerliebst.

Dagens Låt: I Love The Smell - Vic Reeves & Bob Mortimer

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