Mittwoch, 14. September 2011

For hjertet er livet enkelt.

Hach...
Ich schiebe mal eine kleine Buchempfehlung ein. Unmittelbar nach dem ich hier Ende Juli angekommen bin, habe ich mir "Min Kamp I" von Karl Ove Knausgård gekauft, habe aber erst jetzt richtig angefangen, es zu lesen.


Zunächst ist zu sagen, dass der Titel recht kontrovers ist, denn er würde sich direkt mit "Mein Kampf" übersetzen, wie man vielleicht vermuten kann. Das hat hier in Norwegen schon einiges an Diskussionen ausgelöst und ist in Deutschland schlicht und ergreifend nicht machbar, deswegen heisst das Buch dort "Sterben".
Karl Ove Knausgård hat sich vorgenommen, die Geschichte seines Lebens zu erzählen. Allerdings folgt er nicht dem standardisierten Schema einer Biografie, sondern hat seinen sehr eigenen Stil. Insgesamt gibt es sechs Bücher in dieser Reihe und das Thema des ersten ist der Tod seines Vaters.
Marlene und ich hatten ja die große Freude den Mann auf der Leipziger Buchmesse zu sehen und waren sehr von ihm begeistert. Umso froher macht es mich, dass mir das Buch nun tatsächlich so gut gefällt.
Es ist radikal ehrlich geschrieben und mir gefallen viele der Gedanken, die so im Kopfe des Herrn Knausgård vorgehen. Viele kleine Sachen, die einem zunächst unbedeutend erscheinen, füllt er mit viel Gewicht und Seitenumfang. Das sagt mir sehr zu, ich fühle mich in solchen Momenten immer liebevoll an die diverse Seiten anhaltende Beschreibung der Röcke der Großmutter in der Blechtrommel zurückerinnert...

Ansonsten gibt es nicht all zu viel neues. Mein rechtes Ohr lässt momentan aufgrund der Erkältung keine Geräusche durch. Da hoffe ich, dass der Luftdruck im Flugzeug am Freitag eventuell was dran ändern kann.

Außerdem habe ich im Seminar am Montag die Meinung meines Professors mit meinen Ansichten entkräftet. Das hat sich ziemlich gut angefühlt...


Und heute war dann auch tatsächlich mal wieder Sonnenschein. Das hab ich ja dank des wunderbaren Wetterdienstes auf der Aftenpostenhomepage vorhergesehen und mich deswegen ein bißchen in der Stadt umhergetrieben.
Momentan ziehe ich allerdings ernsthaft in Erwägung, mir ein gebrauchtes Fahrrad und eine Regenhose zuzulegen... Mal sehen, ob sich da gute Angebote finden lassen.

Desweiteren hat mir Mirjam gestern von einer Stellenausschreibung zur Hausaufgabenhilfe für Deutsch in einer Schule erzählt, die sie entdeckt hat, aber nicht wirklich nutzen kann, da man schon auch norwegisch sprechen sollte.
Da werde ich mir mal einen Lebenslauf basteln und sehen, was daraus wird.

Zunächst warten aber noch diverse Seiten Systemic Functional Grammar und eine Textanalyse auf mich...


Und aus sich näherndem Anlass ist das Lied des Tages: Fly Away von Jarle Bernhoft.

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