Samstag, 6. August 2011

Sonnenwochenende

Ich merke jetzt schon, dass ich faul bin, was den Blog angeht.
Und das ist nicht gut so. Also werde ich jetzt mal ein wenig meine Tasten verhauen.

Letztes Wochenende war ich noch mit Eltern unterwegs. Hach, das waren ein paar schöne und entspannende Tage - wenn man mal davon absieht, dass es in so einer Campingplatzhütte keine Toilette gibt, sondern man um selbige aufzusuchen in ein extra Haus gehen muss. In diesem gibt es dann nicht mal die Auswahl zwischen Toilette oder Dusche, nein, da ist alles Toilette UND Dusche, gepackt in so genannte Kombiräume. Das hat durchaus Vorteile, kann man sagen, aber doof ist es in jedem Fall, wenn man nur mal schnell auf die Toilette will, aber 10 Leute vor einem stehen um zu duschen.
Schön anzuschauen, waren all die Birken, die auf dem Campingplatz (und auch sonst überall) hier stehen. Aber auch diese bergen einen versteckten Nachteil. Denn Birken verlieren so kleine Birkendingsis.
So genau weiß ich nicht, was die sind. Ich hoffe sie dienen der Birke nicht, um neue Birken auszusähen, denn es gibt davon Millionen! Und die fliegen überall rum. Gerne auch ins Essen, wenn man zum Grillen gemütlich draußen sitzt. Und die kleben auch auf der Haut. Besonders wenn es über 30° sind und man das ganze noch durch Schweiß begünstigt.

Aber zum Wochenende zurück. Wir haben einige Unternehmungen gemacht, ohne uns dabei abzuhetzen. Und wie eigentlich immer, spielte Kaffee trinken eine große Rolle.
Am Samstag waren wir hauptsächlich in der Stadt, haben der Mutter ein paar neue Klamotten besorgt und uns einen generellen Überblick verschafft, ob noch alles beim Alten ist.
Wir waren auch am Dom, aber über alles, was damit im Zusammenhang steht, möchte ich nochmal einzeln schreiben.
Deswegen lieber ein paar Impressionen.




Am Sonntag sind wir dann in den Norden der Stadt aufgebrochen. Unser eigentliches Ziel war die neue Holmenkollen-Schanze. Die ist aber vom Bogstad Campingplatz aus nicht direkt zu erreichen. Also sind wir zunächst mit dem Bus bis nach Røa gefahren, in Røa dann in die T-Ban gestiegen, um bis Majorstuen zu kommen. Dort steigt man normalerweise in eine andere T-Ban, da aber an diesem Wochenende (und wie sich später herausstellen sollte NUR an diesem Wochenende) dort gebaut wurde, mussten wir einen Bus nehmen - einen Bus, der bei 33° und vollbepackt mit Touristen bergan eine Viertelstunde bis zum Holmenkollen fährt. Wir hingegegen sind eine halbe Stunde gefahren, weil wir zum Frognerseteret wollten.
Da sieht es so aus:

Und der Ausblick ist in etwa so:
Kurz gesagt: Nicht schlecht.
Nur leider ist das Holz so stark geteert da oben, dass es auch so riecht. Ich glaube in dem Restaurant würde ich es nicht besonders lange aushalten, wenn ich auch noch was essen sollte. Außerdem heizt sich so ein Tisch auf der Terasse da auch ganz schön auf... Vorsicht mit den Armen, wenn man die gerne mal ablegt.

Von dort oben sind wir dann ganz gemütlich Richtung Holmenkollen herunter spaziert. Wenn man mich fragt, ist runter immer eine gute Richtung.

Gut, man mag wissen, dass ich nicht der größte Anhänger von so genanntem Sport bin, deswegen hielt sich mein Interesse in überschaubaren Grenzen. Aber da oben ist es wirklich sehr schön. Bombastische Aussicht inklusive.
Und irgendwie komisch ist diese neue Schanze ja auch, so komplett ohne hintere Stütze...

Als wir dort so über das Gelände streiften, fiel mir eine Statue ins Auge, die nicht etwa von einem berühmten Skispringer war, sondern von einem Hund. Ich hab mal sicherheitshalber ein Foto von der Bikkja i Bakken gemacht und mir vorgenommen das mal zu recherchieren.
Dabei herausgekommen ist, dass man wohl schon seit 50 Jahren in den Pausen des Skispringens zur großen Freude des Publikums einen Hund vorführt. Das finden hier alle so gut, dass man da direkt mal ne Statue gegossen hat, die nun in der Nähe der königlichen Loge weilt. Aha. Können wohl nur Hundemenschen verstehen, sowas.

Dann wollten wir gerne auf die Schanze. Wir ist hierbei ein sehr euphemistischer Ausdruck, denn ich hatte da eigentlich keine große Lust drauf, weil es a) ziemlich teuer ist, b) meine Eltern schon oben auf der alten Schanze waren und c) man eine halbe Stunde warten muss, bis man nach oben kommt.
Da andere Stimmen aber der Meinung waren, dass das mit der halben Stunde da nur so steht und dass sich oben eine Bar befindet, haben wir uns in die Schlange eingegliedert und keine halbe, sondern eine Dreiviertelstunde gewartet.
Selbstverständlich gab es oben keine Bar, aber für den Ausblick hat es sich dann doch gelohnt.
Ich bin leider ein bißchen zu doof mit meiner Kamera Panoramaaufnahmen zu machen, aber das kann ich ja noch ein bißchen üben.





Bei der ganzen in-der-Schlange-Steherei haben wir das Skispringmuseum eigentlich links liegen lassen. Doch beim Hinausgehen habe ich dann doch den Freund eines jeden Wilbur-Sympathisanten entdeckt:
Ein SCHNEEBIEST!

Im Anschluss wollten wir eigentlich noch im Holmenkollenrestaurant einen Kaffee trinken. Hier lag aber ein ähnliches Problem wie bei der T-Ban vor. Das Restaurant macht erst am 1. August wieder auf. Es war aber leider der 31. Juli.
Aber gegen einen Kaffee in Aker Brygge kann man ja im Allgemeinen auch nichts sagen...

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