Dienstag, 23. August 2011

Erlend Loerdag

Am Samstagabend war ich bei einer Lesung im Chateau Neuf, dem großen Veranstaltungsgebäude der norwegischen Studentenvereinigung.
Es las aus seinem neuen Buch: Erlend Loe.

Das ist ein Autor, von dem hab ich schon so einiges gelesen.
Unter anderem die schönen Kinderbücher über Kurt den Truckfahrer, Naiv. Super, Fakta om Finland, Doppler, L, Muleum und Stille Dager i Mixing Part.

Ich orientiere mich ja an meinen Mitmenschen und habe deswegen beschlossen, nicht wie sonst schon eine Stunde früher da zu sein, sondern diesmal auch einfach kurz vor Beginn der Veranstaltung aufzutauchen.
Als ich also da rein marschiere, sitzt vor dem Raum der Lesung der werte Autor und wartet auf den Beginn. Im Raum an sich war es dann doch überraschend voll. Ich musste mir sogar einen Stuhl von draußen holen, um mich noch gemütlich dazu gesellen zu können, es gab allerdings auch einige Leute, die stehen mussten. Von daher war mein Timing wohl ziemlich perfekt.


Meine Situierung war es allerdings nicht. Ich saß nämlich nahe der Eingangstür, die sehr oft auf und zu ging und da außerhalb des Raumes eine Bar war, ertönte bei jeder Öffnung laute Musik. Zu dem las Herr Loe sehr schnell. Und er nuschelte. Und er ist ursprünglich aus Trondheim, wenn ich mich richtig erinnere. Alles Tatsachen, die nicht gerade zu besserer Verständlichkeit führen. Doch was soll man machen. Man will da ja nicht sitzen und doof aussehen, also lacht man schön mit, auch wenn man vielleicht nicht den Witz mitgekriegt hat...
Ganz vor verschlossenen Türen stand ich dann auch nicht, der groben Handlung konnte ich schon folgen, aber das ganze hat ein mulmiges Gefühl hinterlassen, weil ich mir doch mehr Verstehen von mir selber erhofft hätte.
Ein bisschen Erleichterung verschaffte mir dann die sich anschließende Fragerunde, da musste der Herr nämlich über seine Antworten nachdenken und hat auch in normalem Tempo gesprochen. Puh. Also doch nicht alles hoffnungslos.


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