Aiaiai... das ist schon lange her... Nach The Burning Hell faktisk. So geht das nicht weiter, da muss mal wieder was geschehen, schriftlich gesehen. Allerdings halten sich die Ereignisse in relativen Grenzen. Ich konzentriere mich nämlich zur Abwechslung mal ein bißchen auf die Uni. So nebenbei quasi.
Aber es bleibt auch immer noch Zeit für die ein oder andere Zerstreuung...
So gab es beispielsweise zwei muntere, wenn auch sehr verschiedene Samstagskonzerte im Mono.
Bei der ersten Band handelt es sich um "Aurora Plastic Monster". Es ist der zehnte Oktober und ich befinde mich mit Esther und Daniel in den Lokalitäten meines musikalischen Vertrauens. Die Bühne wird erklommen von drei munteren Gestalten, überraschenderweise von zwei weiblichen und einem jungen Mann. Das ist so ein Phänomen, dass ich an mir öfter mal beobachte: Frauen in Bands. Damit tue ich mich schwer. Ich weiß nicht warum, aber am schlimmsten finde ich es, wenn sie singen... Irgendwie sind mir Frauen immer zu "möchtegern" um in mein Bild von vernünftigem Rock´n´Roll zu passen, aber Ausnahmen bestätigen ja die Regeln... und ab und an bin ich durchaus gewillt, mein stures Köpfchen auch mal was einsehen zu lassen. So auch an diesem Abend. Die Band hat drei Instrumente: ein auf Orgel gestimmtes Keyboard, einen dröhnenden E-Bass und das wuchtige Schlagzeug. Eigentlich sind es sogar vier Instrumente, wenn man die Mundharmonika mitzählt, die sich der Schlagzeuger ab und an vor sein Mündchen klemmt. Eine Frau am Bass also und eine am Keyboard... und dann ist es noch nicht mal ein Kontrabass... Und überhaupt sehen die total verrucht aus... Aber dann beginnen sie zu spielen! Mit Schmackes.

Die Frau und ihr Bass sind unglaublich, sie haut in die Saiten als gäbe es kein morgen mehr und auch die anderen beiden legen sich ordentlich ins Zeug, der Gesang wechselt zwischen Bassistin und Schlagzeuger hin und her und das Mono ist so voll, wie ich es noch nie gesehen habe und das samstags gegen sechs. Esther ist das Ganze etwas zu laut und sie stopft sich ein bißchen Papier in die Ohren um das röhrende Monster von Bass wenigstens ein bißchen auf Abstand zu halten, aber eigentlich ist das ein unmögliches Unterfangen.
Auch Daniel ist nicht ganz so begeistert, weil es sich nicht ganz um seine Art von Musik handelt, aber da ich ja nichts gegen bodenständigen, ehrlichen Rock habe, lasse ich mich durchaus von dieser Band begeistern, die die einzige ist, die hier bisher eine Zugabe spielen musste... Leider lohnt es sich nicht einen Link von denen anzugeben, da sie zu den Bands zählen, die leider nur live und nicht auf Platte funktionieren. Aber immerhin besser als gar nichts!
Wir lassen den Abend vorne im Q ausklingen, bevor sich jeder von uns langsam auf den Heimweg macht.
Selbstverständlich kehre ich mit ganz anderer Gesellschaft eine Woche später zu den YumYums zurück.
Hierbei handelt es sich um Annas Lieblingsband, deswegen habe ich die vor ihr nicht schlecht gemacht und sie hat sich auch mit denen unterhalten und weil sie alle Platten von denen hat sogar eine CD geschenkt bekommen, aber die Musik von denen ist einfach nicht sehr gut. Das soll auch nicht heißen, dass sie schlecht sind, aber die YumYums haben den Sound einer amerikanischen Highschoolband und zwar durchgängig. Vielleicht kann man sie ganz gut mit sowas wie Blink 182 vergleichen, auf jeden Fall möchten sie bestimmt gerne wie die jungen Green Day klingen. Da aber alle ihre zwanzig Stücke identisch klingen, bleibt das wohl bei diesem Wunsch. Die Texte sind nicht besonders tiefgründig, was zugegebenermaßen auch schwer ist, wenn man alles auf "Baby" reimen muss, aber die Band strahlt trotzdem Sympathie aus. Sie spielen so lange wie noch keine andere Band im Mono davor... Über 1 1/2 Stunden. Und es kommt mir noch ein bißchen länger vor. Aber wer amerikanische Gutelaune-Musik mag und keine zu hohen Ansprüche an Gesang, Texte und Instrumentierung hat, kann bei denen durchaus auch so einige freudige Minuten verleben...Ich verziehe mich nach dem Konzert jedenfalls schnell mit Andi, dem noch merklich der gestrige Abend in den Knochen steckt. Gott sei Dank weiß er nichts mehr.
Am Abend zuvor feierte Ann-Kristin nämlich ihren Geburtstag mit dem Thema: Bad Taste. Da ich ja insgesamt nicht so viel von schlechtem Geschmack halte, war es schwierig da mitzuhalten, weil sich Ann-Kristin und Gerda echt ins Zeug geworfen haben. Und es sind sogar drei Freunde von ihr als Überraschungsgäste aus Deutschland eingeflogen...

Aber irgendwie war die Party merkwürdig. Ich bin kein Partymensch. Das wird mir mit jeder dieser teilweise recht gezwungenen Veranstaltungen deutlich. Aber was soll ich sagen... es war ja darauf ausgelegt, dass Musik und Kleidung schlecht sein sollen, also darf ich mich wohl nicht beschweren, denn immerhin hab ich was zu essen gekriegt und den anderen beim heillosen Betrinken zugeguckt. Das ist ein Unterhaltungsfaktor, den man auf keinen Fall unterschätzen darf!Vintersju.
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