Freitag, 16. Oktober 2009

For I must be travelling on, now, cause theres too many places Ive got to see.


Trondheim / Lofoten, 23.-27. September, ZAHL

Der Regen in Moholt verspricht ein Wochenende, an dem man drin bleiben möchte, mit Tee und Schokolade, ein Wochenende, an dem man ausschläft, ein Wochenende, wie gemacht für Filmnächte oder Harry Potter.
Ich stehe vor einem großen Berg Gepäck und frage mich, was davon ich hier lassen sollte. Denn ich werde keinesfalls hier bleiben – ich fahre auf die Lofoten.
Die Fähren sollten dieses Wochenende, trotz des verheerenden Regens, von den nördlichen Hafenstädten ablegen. Wir hoffen es auf jeden Fall.
Die Lofoten. Eine Inselgruppe jenseits des Polarkreises, der perfekte Ort, wenn man die Einsamkeit sucht…Moment… Einsamkeit?
Ich bin unterwegs mit 52 Erasmusstudenten, laut, durstig, voller Pläne, voller Unsinn im Kopf.
Ich komme einfach nicht von dem Gedanken weg, dass ich mich in einem nicht enden wollenden Ferienlager befinde. Die Leute um mich herum sind alterlos.
Ich liebe lange Busfahrten. Allerdings war das, bevor ich eine SO lange Busfahrt gemacht habe. Neben mir sitzt Rosan aus den Niederlanden, auf der anderen Seite Jean-Bap, der Bier und Weintrauben spendiert. Wir reden über Filme, Cocktails und…Norwegen.
Organisiert wird diese Fahrt vom ESN – dem internationalen Erasmus Studenten Netzwerk. Die Organisatoren sind bekannt und beliebt: Frederik und Stine zusammen mit der quirligen Asta. Die lassen uns dann auch erstmal gegenseitig kennenlernen, indem sie uns in diesem engen Bus speeddaten lassen. Die am Gang Sitzenden wechseln also alle zwei Minuten zu dem Sitz nach hinten, um einen neuen Sitznachbarn „kennenzulernen“. Bei diesem Speeddating habe ich meine ersten Begegnungen mit Francesco, Chiara, Jelmer und einigen andern witzigen Gestalten. Außerdem ziehe ich mir einige blaue Flecke zu, da es wirklich nicht einfach ist, sich in einem Bus fortzubewegen, vor allem nicht, wenn es noch 20 andere Leute vorhaben.
Die Jungs und Mädels vom ESN haben Filme mitgebracht. Wir dürfen wählen zwischen „Bruce Allmächtig“, „die Mumie“, einen Film, den Jule unglaublich gut findet, dessen Namen ich aber schon wieder vergessen habe und „Notting Hill“, den Stine ausgesucht hat, entschuldigt sich Frederik. Alle Mädchen schreien bei „Notting Hill“, die Jungs bei dem Jule-Film. Wir sehen also den Jule-Film, weil Jungs nun mal lauter schreien können.
Ich sitze ganz hinten, weswegen ich so gut wie gar nichts verstehe (was auch an dem furchtbaren amerikanischen Akzent liegen kann) und der Schlaf mich übermannt. Ich wache in der letzten Szene auf und alle schimpfen mit mir, weil ich den Film verpasst habe. Ich verspreche, ihn auf Deutsch nochmal zu sehen, wenn mir nur der Titel wieder einfallen würde.

Wir stoppen mitten in der Nacht an einer Tankstelle und versorgen uns mit Snacks und heißen Getränken. Ich plaudere ein bisschen mit Asta und präsentiere Frederik stolz meine neuen Schuhe, Entenschuhe, die ich nach langem, unerträglichem Suchen endlich gefunden habe. Als die beiden die dänische Fahne als Markenzeichen der Schuhe entdecken, fordern sie mich auf, diese abzuschneiden, weil sie mich sonst nicht weiter mitnehmen könne und absichtlich an der Tankstelle vergessen wollen. Na herzlichen Dank auch.
Ich stöbere ein bisschen in dem CD- und DVD-Angebot der Tankstelle und entdecke einige Schmuckstücke. Doch ich habe schon gesagt, dass ich mein Geld für Unmengen von Postkarten ausgeben werde und deswegen nichts übrig ist für die Essentials von Leonard Cohen.

Als die Sonne aufgeht steht der Bus am Kai in einer kleinen Stadt am Ende der Welt. Wir warten auf die Fähre, der Regen hat sich verzogen und vor uns glitzert das Meer und ragen schwarze Berge in den Himmel. Es ist still und kühl. Niemand spricht, alle sind irgendwie beieinander und trotzdem ist jeder für sich; mit seligem, verschlafenem Blick.
Ich balanciere auf den Steinen und versuche, so dicht wie möglich an den Reiher heranzukommen, der auf dem modrigen Steg nach Frühstück Ausschau hält. In meinen Ohren: „Hoppipolla“, in meinem Bauch, Milchreis mit Himbeersoße, in meinem Kopf das Bild von einem Fuchs, in meinem Brustkorb ein leichter Überdruck.




Auf der Fähre schlafe ich mit dem Kopf auf Astas Schoß ein und verpasse so den Wal, der draußen im kalten Meer seine Kreise zieht.
Nach weiteren zwei Stunden Busfahrt kommen wir in das Wikingerdorf.
Wir dürfen ein original Wikingerboot rudern, stellen uns aber so blöd dabei an, dass die sehr gereizte Frau vom Museum fast zur Weißglut gebracht wird. Wir amüsieren uns über sie und über uns und steuern den Hafen des Dorfes an, wo wir herumgeführt werden und zur Belohnung im großen Wikingersaal Abendbrot bekommen: Lammsuppe mit Gemüse, Fladenbrot mit Schmand und Met. Wir bekommen alle einen Umhang, Kristina und Björn dinieren am Königstisch in roten Gewändern und einige der Jungs lassen es sich nehmen und probieren Kettenhemden und Helme an. Es ist eben doch wie im Ferienlager und alle wollen spielen.


















In der Abenddämmerung fährt uns der Bus nach Å.
Å ist ein kleines Dorf im südlichen Zipfel der Lofoten.
Die Hütten, in denen wir schlafen, sind auf Pfählen gebaut und ragen teilweise ins Wasser hinein, sie sind knallrot mit blauen Türen. Blaue Türen waren in der Vergangenheit (ich weiß nicht mehr, zu welcher Zeit) ein Statussymbol. Blaue Farbe war nämlich die teuerste überhaupt und halbwegs gutverdienende Menschen hatten gerade mal genug Geld, um sich Farbe zu kaufen, die für eine Tür reichte. Man kann also heute in den alten Fischerdörfern noch sehen, wo die Händler und Kaufleute gelebt haben.


Ich teile mir ein Zimmer mit Jean-Bap in einer kleinen Hütte. Unsere Hüttenpartner sind Timur und Kitti aus Österreich, Jon aus dem Baskenland und Chiara, die kleine Italienerin, die unglaublich gute Muffins gebacken hat.
Wir weihen die Dusche ein, hören den Meerwind gegen die Fensterscheiben rauschen und machen uns auf den Weg in die große Hütte, wo zum Quiz, Tanz und kennenlernen eingeladen wurde. Total übermüdet sitzen wir in den Sesseln, schlürfen Bier und rätseln an einem ziemlich guten Quiz herum. Die ersten gehen nach und nach, auch ich will mich langsam auf den Weg machen, doch Jean-Bap entdeckt zwei Männer, die sich in unsere traute Runde geschummelt haben, packt mich am Arm und zieht mich mit zu ihnen, dieser neugierige Franzose. Es handelt sich bei den beiden Herren um den Besitzer der Hütten und den Barkeeper der Dorfkneipe. Sie freuen sich, dass endlich mal ein bisschen Leben in ihr Dorf kommt und wollen nicht, dass wir schon schlafen gehen – sie laden uns in ihre Kneipe ein. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und diejenigen, die noch nicht dem Schlaf zum Opfer gefallen sind, laufen den beiden hinterher in eine urige Kneipe direkt über dem Meer.
Dort sitzt nur ein einziger alter Mann, der einige Skizzen auf Zettel kritzelt. Die Architekturstudenten versammeln sich um ihn und diskutieren mit ihm über den Grundriss eines….ja, was soll das sein? Ein Boot? Er gibt jedenfalls großzügig von seinem Jägermeister ab, der Barkeeper öffnet alle Hähne des Vodkas und des Biers und jeder darf sich bedienen. Gruselige 90er Musik tönt aus den Boxen und es kommen immer mehr aus den Betten gerissenen Erasmen. Als der Vodka alle ist, zaubert der Barkeeper Tequila, Rum und Martini hinter dem Tresen hervor. Er selbst ist wohl am betrunkensten und tanzt zwischen uns umher. Jon nimmt irgendwann das Zepter in die Hand und schenkt uns ein. Soviel Gastfreundschaft sind wir nicht gewohnt und sind völlig perplex.








Stine wird von dem Barkeeper zum Tanz aufgefordert, der anbietet, uns die ganze Insel zu zeigen und extra dafür nicht in seinen Italienurlaub zu fahren.
Joe sucht verzweifelt nach guter Musik
Gegen drei mache ich mich auf den Weg ins Bett.
Jean-Bap ist schon lange da und schläft seelenruhig in der Koje über mir.
Kurz vor dem Einschlafen werde ich jedoch von üblen Gerüchen und Würgegeräuschen geweckt. Hmmm, der Jägermeister ist ihm wohl nicht bekommen. Ich fliehe hüpfend in meinem Schlafsack in das Gemeinschaftszimmer der Hütte, wo es eine 1.50m lange Couch gibt, die ich einem speienden Franzosen über mir vorziehe.


Wir verbringen den Freitag am Meer. In den Bergen. In der Wildnis. Im peitschenden Regen setzten wir mit einem winzigen Fischerboot auf die andere Seite der Bucht über, wo uns ein Einheimischer empfängt, der aussieht, wie Johnny Depp. Er und der Bootsführer geleiten uns durch das Land, über Stock und Stein bis hin zum Atlantik. Wie ein Tier auf der Lauer liegt er unter uns, der Strand ist breit, unberührt und verweht. Alle machen an dem steilen Abgrund zwischen Berg und Strand eine Pause, das Meer zieht mich jedoch an wie ein Magnet und ich purzele den steilen Abhang herunter.
Der Strand sieht aus, als wären hier im Krieg einige Soldaten und Munition gestrandet und als hätte seitdem nie mal wieder jemand diesen Fleck Erde betreten. Im Sand liegen Felgen, Kanonenkugeln und rostige Ölfässer. Es gibt keine Fußspuren, keine Zeichen von Tieren oder irgendeinem Leben. Der Regen lässt nach und dann entdecken wir doch Überreste eines Lebewesens: Ein Stück Walskelett!
Das Meer wird unruhiger und schubst seine Wellen gegen die schwarzen Felsen. Jemand meint, eine Robbe im Wasser zu entdecken und tatsächlich steckt da jemand seine dunkle Schnauze ab und zu aus der Gischt heraus.
Um den Lofotentest zu bestehen und somit die Legitimation zu bekommen, hier länger zu bleiben, müssen wir alle Tran und Stockfisch probieren, den Johnny Depp großzügig verteilt.
Der Atlantik. Den haben nicht mal meine guten neuen Schuhe ohne Schaden überlebt. Er ist ein wildes Tier und mir trotz nasser Füße so unglaublich sympathisch. Ich werde ihn in mein Herz schließen, oft an ihn denken und ihn das ein oder andere Mal besuchen kommen.





















Wieder zurück in der Hütte wird mein Mittagsschlaf von gelangweilten Südeuropäern gestört, die unbedingt Fernsehen gucken müssen, obwohl sie kein Wort Norwegisch verstehen.
Nicht mal die heiße Dusche schafft es, den Atlantik von mir abzuspülen und ich nehme ihn mit in die große Hütte, wo wir uns wieder alle treffen.
Es wird Zeit, den Leuten deutsche Trinkspiele beizubringen – mit Erfolg. Joe ist Musikverantwortlicher, was mir gar nicht gefällt, doch all den andern anscheinend, denn sie tanzen sich die Seele aus dem Leib zu furchtbarer 90er Jahre Disko.
Ein eigentlich gemütlicher Abend wird zu einer Party mit allem was dazu gehört: Limbo, Tanzkontest und Trinkspielen. Wir spielen Kubb mit leeren Bierdosen. Der schüchterne Franzose Johan legt in der Mitte des tanzenden Pulks plötzlich einen unblaublichen Breakdance hin und in dem ganzen Szenario komme ich mir vor wie in einem amerikanischen Teeniefilm.



Janina lädt mich ein, mein Schlafdomizil doch auf das Sofa in der Küche ihrer Hütte zu verlegen, die ist immerhin zwei Meter lang. Ich nehme das Angebot an und ziehe um. Als ich ins Bett gehe ist der Kamin sogar noch ein bisschen warm…

Zum Frühstück gibt es Mousse au Chocolate und heißen Tee. Samstag ist und Asta ist schon ganz aufgedreht wegen der Party, die am Abend steigen wird. Stine ist ein bisschen verzweifelt, weil Asta so hohe Erwartungen hat und dabei vergisst, wie schön die Abende vorher waren.

Erstmal geht es jedoch wieder los, die Gegend erkunden.
Im Stockfischmuseum empfängt uns ein witziger bärtiger Kerl, der viele Geschichten vom Land und seinen Leuten kennt. Er hat einige witzige Anekdoten über Italiener und Franzosen auf Lager und hält seine toten Fische unterm Arm, wie ein Kind sein Kuscheltier.
Ich kaufe ihm einige seiner Postkarten an und er erzählt von dem Fotografen, den es hier auf die Insel verschlagen hat und all seine guten Fotos dagelassen hat.
Wir treiben uns noch ein bisschen in der Gegend herum, springen über Bäche, an Wasserfällen vorbei, an Seen entlang. Eigentlich wollten wir den großen schwarzen Berg erklimmen, doch der Bootsführer vom Vortag, der uns heute die Natur zeigt, meint, es wäre zu gefährlich, denn ein Unwetter zieht auf und es würde uns dort oben an die Felswände klatschen. Also sehen wir einen Film über den Mythos Lofoten, bei dem die Hälfte der Leute in den Ledercouchen einschläft.
Bevor wir wieder unter die Duschen dürfen bekommen wir Mittag: Walfleisch und eine großartige Gemüsesuppe mit Kartoffeln. Wal muss man ja mal probiert haben, denk ich mir, auch wenn es ethisch vielleicht nicht so korrekt ist. Ich bin ganz froh, dass es mir nicht so sehr schmeckt, es ist wie sehr zähes, trockenes Rindfleisch. Aber von der Gemüsesuppe kann ich nicht genug bekommen.

In der ESN Hütte, in der ich jetzt Dank Janina wohne, wird heftig für den letzten Abend vorbereitet. Stine stellt uns zum Putzen und Kochen an, alle sind in „Letzter-Abend-Fieber“ und tänzeln umeinander herum.
Das ESN Team hat ein sagenhaftes Abendessen für uns gezaubert. Wir sitzen in dem großen Partysaal unter der geschichtsträchtigen Dorfkneipe. Es gibt eimerweise Vodka-O und einen kleinen Bierhaushalt. Ohne mich wiederholen zu wollen gibt es auch heute wieder sagenhafte Trinkspiele, tiefgründige Gespräche am Fenster mit Stine, die da in eine Decke gehüllt sitzt und raucht und einen Tanz mit dem schüchternen Breakdancefranzosen, der ja auch in meinem Rock’n’Roll Tanzkurs war.
Irgendwann verschlägt es mich in die Küche unserer Hütte, wo ich Janina treffe, die sich mit mir Leberwurstbrote schmiert. Irgendwann kommt auch noch ein ziemlich betrunkener Daniel, lässt sich neben uns auf die Couch fallen und plaudert mit uns.
Janina und ich wollen uns nochmal das weitere Partygeschehen ansehen und treffen auf einen Rest tanzender Menschen, alle anderen sind irgendwo abgestürzt. Francesco schläft auf einem Stuhl, Joe mit all seinen Klamotten im Bett. Irgendwer hat ihm einen Bart gemalt, dessen Abdruck sich auf seinem Kissen wiederfindet. Asta zeigt uns ausgeflippten norwegischen Hip Hop und verrät uns den Text, dass wir jetzt also mitrappen können.





Ich kann nicht schlafen. Ich bin nicht ein bisschen müde und setze mich mit meinen Kopfhörern in den Sessel vor dem Kamin. Irgendwann kommt Asta in ihrer Schlafhose und redet mit mir auf Norwegisch. Ich verstehe alles und antworte, ohne zu wissen, dass ich gerade wirklich norsk gesprochen habe. Erst als sie wieder in ihrem Bett ist fällt es mir auf und ich muss grinsen. Ich frag mich, warum ich nicht schlafen kann und warte draußen auf dem Steg in meinem Schlafsack auf den Sonnenaufgang.
Ich tauche meine Hände und die Füße in das eisige Wasser und verwerfe den Gedanken, mal eben hier reinzuspringen. Stattdessen nehme ich eine furchtbar guttuende heiße und lange Dusche. Als Janina aufwacht, denkt sie gar nicht lange darüber nach und springt ins Meer. Herregud!
Nach und nach erwacht die ganze Hütte und trifft sich zum Frühstück in der Kaminküche. Als aus dem Radio „Rock around the clock“ schallt, fangen alle an, mitzusingen und am Küchentisch sitzend zu jiven. In Schlafshorts und mit verwuschelten Haaren.
Jeder in der Hütte bekommt seinen Arbeitsbereich zugewiesen, denn es gibt noch allerhand zu tun, bevor der Bus uns zur Fähre fährt.
Wir haben einen etwas längeren Weg vor uns als eigentlich geplant, denn wegen Unwetterwarnungen fahren die nächstgelegenen Fähren heute nicht.
Also muss alles in Zeitraffung geschehen.

Die Fähre die wir kriegen, ist die letzte, die für heute fährt. Und das ist auch ganz gut so, denn der Wellengang ist unglaublich und Vale verschwindet für einige Zeit auf dem Klo. Mich wundert, dass es nicht mehr sind nach diesem Abend gestern. Joe und ich wagen uns an Deck, wo Chiara ganz verträumt über die Reling in den Sonnenuntergang schaut. Die Wellen bäumen sich auf und das Boot steht teilweise in einem sehr gefährlichen Winkel zur Wasseroberfläche.











Joe und mir ist langweilig. Alle schlafen noch ein bisschen den Rausch vom Vorabend aus und wir wollen Karten spielen. Die Karten sind jedoch unten im Bus bei den Taschen.
„Also, was spielen wir jetzt?“
„Lass mich in meinen Rucksack gucken, vielleicht habe ich doch noch ein Kartenspiel da…oder nein! Las uns Erste Hilfe spielen!“
Alles klar!
Der Bus stoppt am Polarkreis. Es ist dunkel, glatt und voller Schnee. Der Fahrer rät uns, nicht auszusteigen, da es sehr gefährlich sein könnte wegen der Glätte und der Dunkelheit.
Wir machen Halt in Mo i Rana. Die Pizzeria hat extra für uns länger offen.
Ich spüre die Krankheit in mir aufsteigen und will einfach nur einen Tee. Den bekomme ich auch, sogar ohne etwas zu bezahlen. Die Pizza ist erdenklich schlecht und ich freue mich auf meinen letzten Milchreis, der im Bus auf mich wartet.
Während der Weiterfahrt bekommen wir doch noch „Notting Hill“ geboten.
Ich kann wieder nicht schlafen, das schon seit länger als 24 Stunden. Nicht ein bisschen Müdigkeit überkommt mich, dafür aber die Wolke des Wahnsinns

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