Mittwoch, 25. November 2009

"You look like Magnum P.I.!" -"This is going nowhere... I´m bringing back the moustache!"

Das, was vor wenigen Monaten noch die Hornbrille war, ist dieser Tage auf Oslos Straßen der Schnurrbart.
Nicht, dass die Hornbrille ihre Macht als Statussymbol verloren hätte, nein, viel häufiger trifft man eine Kombination aus beidem an. Männliche Hornbrillenträger lassen sich also vermehrt einen Schnurrbart stehen. Sie kommen in allen Farben und Formen und vor allem auch an den jüngsten Mitbürgern dieser Stadt, die Gesichtsbehaarung aufweisen. Es ist höchst merkwürdig...
Worin liegt die Erklärung für dieses Phänomen?
Ich persönlich habe mir zwei Theorien erdacht.
Nummer 1: Popkultur. Mit der Veröffentlichung von Quentin Tarantinos Inglourious Basterds haben viele junge, beeinflussbare Menschen Brad Pitt einen Schnurrbart durch das Frankreich des Zweiten Weltkrieges tragen sehen und sich vielleicht gedacht, dass sie auch gerne so aussehen würden wie frisch aus den 40ern gefallen.

Nummer 2: Retro. Es ist ja so, dass mehr und mehr Vertreter der Weiblichkeit sich letzthin klamottentechnisch stark an den 80ern orientieren. Alles ist grell oder glitzert. Schon oft erfüllte es mich mit Schrecken, wenn mir eine lebende Diskokugel auf dünnen Beinchen entgegengestelzt kam... Vielleicht ist es also den Männern ein Bedürfnis angemessen beschissen auszusehen und sie lassen sich aus diesem Grund einen Oberlippenbart stehen...
Mir missfällt dieser Trend in den meisten Fällen. Eigentlich darf nur Howard Moon einen Schnurrbart tragen und selbst der versprüht eine leicht pädophile Aura.

Andererseits befinden wir uns ja auch in der Dunkelzeit und es wird kalt. Vielleicht friert der Norweger, der trotz Minusgraden gerne noch zum Kaffee oder Weinchentrinken draußen sitzt, ja nur an der Oberlippe und muss diese deswegen schützen.
So oder so ist der Schnurrbartspuck hoffentlich im Frühjahr vorbei...

Vintersju.

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