Mittwoch, 18. November 2009

Gåsehud betyr at det er ting på ferde

Trondheim, ZAHL

Es ist eine Weile her, dass ich mit den Franzosen und den beiden italienischen Mädchen unterwegs war.
Wir treffen uns alle an der Bushaltestelle in Moholt und wollen zu Max fahren, der mit anderen Medizinern am anderen Ende der Stadt in einem Holzhaus wohnt.
Die Mädchen sind unglaublich hübschgemacht, die Jungs tragen Plastiktüten mit Bier und Schnaps und ich bekomme während der Busfahrt enormes Nasenbluten, was ich später, beim Entdecken des Nordlichtes am selben Abend, mit den starken Auswirkungen des Erdmagnetfelds auf meinen Kopf in Verbindung setze...
Der Bus hält unweit des Weststrandes der Stadt. Wir gehen durch ein idyllisch, nächtlich erleuchtetes Gründerzeitviertel, was dem Herbst alle Ehre macht.
Hereingelassen werden wir von Romain, Max' französischem Mitbewohner, der von Hans aufgrund dessen magerer Französischkenntnisse nur Romeng genannt wird.


Wir wundern uns alle, warum Romain diese Aussprache so leicht hinnimmt und sich nicht wie wir alle lustig macht über Hans, bis wir erfahren, dass er aus einer Gegend in Frankreich stammt, wo der Name tatsächlich als Romeng ausgesprochen wird.
Auf wessen Seite sind jetzt die Lacher? hmmm...
Ich bin immer noch erkältet und brauche deshalb den ganzen Teevorrat der Wohngemeinschaft auf, während Fanny mal wieder ihren neuen Liebling, Vodka Kalinka, kreisen lässt.
Jean Bap macht Pasta mit norwegischer Pölse und Ketchup und wir hören merkwürdige neopsychedelische Musik.


Wir sind irgendwie gerade wieder alle beieinander und das alte Sommerkursgefühl kommt auf. Wir spinnen alle ein bisschen rum und fühlen uns mal wieder gut, so wie wir sind. Ein erleichternder Abend zwischen all den trüben Tagen...


Die hübschgemachten Mädels nehmen irgendwann den letzten Bus zurück in die Innenstadt, durstig und bereit zum Tanzen.
Ich laufe mit den Jungs zurück auf den Markt, beziehungsweise kommen Max und mir unterwegs all die anderen Jungs abhanden. Max kann nicht mehr so klar denken und erzählt die ein oder anderen interessanten Sachen, die ich wohlverschlossen in meinem Köpfchen behalte.

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