Mittwoch, 24. März 2010

Eg var ei flua på veggen her om dagen. Eg kunne fly, og ingen visste kor eg var hen...

Meine logischen Überlegungen haben mich zu dem Schluß gebracht, dass heute ein guter Tag zum Packen wäre. Denn ich habe morgen an meinem Geburtstag sicherlich keine Lust großartig meine Tasche zu packen und am 21. muss ich ja putzen. Und das wird eine ganze Weile dauern. Deswegen schmeiße ich also schon mal so viel wie möglich Zeug in meine Tasche oder aber in den Müll. Das Zimmer sieht schon wieder ähnlich leer und deswegen nur begrenzt gastfreundlich aus. Es erinnert mich an die ersten Tage hier. Die Poster sind alle abgenommen und zusammengerollt, die Bilder und Postkarten alle bereits sicher verstaut. Auch die Essensvorräte in meinem Regal neigen sich dem Ende, allerdings werde ich die wohl nicht mehr ganz aufgebraucht kriegen. Wir ernähren uns immernoch von Zahls Chilli.
Allerdings darf man nicht vergessen, dass heute Samstag ist und Samstag ist bekannter Weise Mono Tag. Heute ist also zunächst einmal die letzte Möglichkeit zu den von mir so wertgeschätzten umsonstigen Lördagsgodt-Konzerten zu gehen. Doch vorher ereignet sich noch anderes! Denn Zahls Freund Joe aus Trondheim kommt heute nach Oslo, weil er morgen früh wieder nach Berlin zurückfährt und er hat uns gebeten, ihm doch mal ein bißchen die Stadt zu zeigen.
Also holen wir Joe, den Zweimetermann am Bahnhof ab und führen ihn ein wenig durch die Straßen. Zunächst einmal direkt zum Youngstorget. Auch dort ist gerade so etwas wie ein Weihnachtsmarkt. Man kann den nicht wirklich von dem Markt unterscheiden, der sonst auch immer auf dem Youngstorget ist, aber was soll´s. Immerhin gibt es auch hier einen deutschen Stand und auch Joe scheint Bratwurst vermisst zu haben, denn auch er will unbedingt eine haben und wir haben nun den direkten Vergleich zu der auf dem Rathausplatz und ich muss sagen, die Wurst mit Wassernähe gewinnt eindeutig. Auch wenn diese hier ziemlich körnig ist, was ich eigentlich gar nicht so schlecht finde. Die andere war einfach besser.
Wir haben nicht wirklich Lust enorm viel rumzurennen und Joe verlangt Gott sei Dank auch nicht wirkliches Sightseeing. Deswegen können wir uns einfach ganz entspannt ins Mono setzen. Tatsächlich sind wir so früh da, dass wir auf der Couch sitzen können, die heute extrem bühnennah aufgebaut ist. Plätze in der ersten Reihe ohne stehen zu müssen, sozusagen! Das ist ganz nach meinem Geschmack!
Und ebenso ist die Band. Zunächst bin ich enorm skeptisch, da die Band 4 Mitglieder hat und allein 3 davon Frauen sind. Aber sie rocken ziemlich gut. Zahl ist von Phone Joan sogar so begeistert, dass sie danach noch versucht von Sängerin und Gitarrist ein Album zu erstehen, doch leider gibt es noch keins. Da muss sie sich wohl noch bis Februar gedulden. Allerdings hat sie dadurch etwas worauf sie sich freuen kann und sowas ist auch nie zu verachten!


Nach dem Konzert verabschiede ich mich mental vom Mono. Alle haben Hunger und wir beschließen mal wieder zum Döner nach Grönland zu gehen. Das hat sich schon als Tradition bewährt, dass wann immer Zahl Menschen aus Trondheim hier hat, die erstmal zum Döner nach Grönland entführt werden. Das sagt jede Menge über die Kebap-Situation in Trondheim aus, finde ich...



Eine neue Ausgabe der Fan wird hierbei von uns nach Veranstaltungshinweisen durchstöbert, aber so richtig bietet dieser präweihnachtliche Samstagabend nichts, worauf wir uns alle einigen könnten. Außerdem hat Joe noch keinen Schlafplatz und um sich um den zu kümmern, bräuchte er Internet.
Satt und leicht müde verlassen wir das nächtliche Grönland um uns im Cafe Sör wiederzufinden. Hier gibt es Internet für die Gäste und auch wenn Joe das meiste seines Gepäcks sicher im Bahnhof eingeschlossen hat, seinen Laptop hat er dabei!
Ein anderer Freund der beiden aus Trondheim, der heute so gegen Mitternacht eintreffen soll, kann bei einem Freund übernachten, bei dem wohl auch noch Platz für Joe wäre. Also gehen wir den dann wohl nachher auch noch abholen. Bis es allerdings soweit ist, spielen Zahl und ich Zwei-Farben-Mensch-Ärger-Dich-Nicht und lauschen dem herrlich angenehmen DJ, der heute im Sör auflegt.


Kurz vor Mitternacht gehen wir zum Bahnhof. Dort kommt dann auch die Person an, auf die wir gewartet haben. Leider habe ich auch seinen Namen vergessen. Das tut mir Leid, dass das so oft vorkommt..., aber das sind auch einfach zu viele Menschen!
Der Übernachtungsmensch ist noch auf einem Konzert in der Sentrum Scene und deswegen wollen die beiden gerne wissen, wo sie denn bis der nach Hause geht anständig die Nacht verbringen könnten. Zahl schlägt das Revolver vor und aus purer Nächstenliebe eskortieren wir die beiden Ortsunkundigen noch zu besagtem Ort, auf dass sie dort ihren Spaß haben mögen. Wir müssen sehen, dass wir den letzten Bus nach Hause kriegen. Denn es ist schon nach 0 Uhr. Das wird mir schlagartig bewusst, als ich dort stehe, in einer Seitengasse, die zum Hintereingang des Revolvers führt und mir Joe und ein Mensch, dessen Namen ich nicht mehr weiß Happy Birthday vorsingen. Das ist eine enorm surreale Situation. Und auf einmal bin ich 22. Und es sind nur noch 2 Tage bis zur Abreise. Höchste Zeit schlafen zu gehen und den Kopf auszuschalten...

Vintersju.

1 Kommentar:

  1. Pst. Phone Joan´s record "The Early Sounds Of Joan" is ready for release any day now. Stay tuned for updates on our website (www.myspace.com/phonejoan) :)

    Elisabeth/Phone Joan

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