Um mein Schneebedürfnis zu stillen, habe ich mir gestern den norwegischen Horrorfilm Død Snø angesehen, der wie ich finde, äußerst erwähnenswert ist.
Hier eine kurze Handlungszusammenfassung: 7 Medizinstudenten, drei Damen und vier Herren, fahren in ihren Osterferien in die Berge. Ihre Autos müssen sie parken und die letzte Strecke bis zur Hütte etwa eine Stunde lang wandern. Alle haben Spaß im Schnee und sind ausgelassen und fröhlich. Doch dann klopft ein merkwürdiger alter Einheimischer an ihre Tür und erklärt ihnen, dass sie hier verschwinden sollten, denn im 2. Weltkrieg hat sich die 3000 Einwohner starke Stadt unten am Fjord gegen die deutschen Besetzer, die sie Jahre lang gequält haben, gewehrt und die Männer in die Berge vertrieben. Deswegen lauere hier jetzt das Böse und sie sollten es lieber nicht wecken. Zynisch wie Studenten meist sind, ist den fröhlichen Norwegern das egal. Nur einer von ihnen macht sich mit dem einzigen Schneemobil, das sie haben auf um die vierte Dame zu suchen, die eigentlich schon zu ihnen hätte stoßen sollen, aber noch nicht aufgetaucht ist. Selbstverständlich ist er der einzige, der den Weg zu den Autos zurück kennt... Und so begibt es sich, dass Zombiesoldaten aus dem Zweiten Weltkrieg den jungen Menschen nach dem Leben trachten.
An dieser Stelle eines der zwei herrlichen Filmplakate:

Zugegebenermaßen hielt ich die Handlung für echt bescheuert. Aber andererseits ist die Handlung bei den meisten Horrorfilmen nicht gerade oscarverdächtig und manchmal sind die wirklich schlechten Horrorfilme dann auch wiederum die besten!
Doch Død Snø ist abgesehen von der merkwürdigen Erklärung, warum es Nazi-Zombies in den norwegischen Bergen gibt, wirklich gut! Nicht, dass er einem tatsächlich Angst einjagen würde, aber der Film hat für so ein eher abgedroschenes und klischeebeladenes Genre wirklich enorm gute und erfrischende Ideen... Und er ist richtig schön eklig. Da wird aber auch alles gezeigt. Menschen mit empfindlichem Magen (hehehe) zu Liebe, werde ich nur ein Beispiel anfügen: Auf der Suche nach der verschwundenen Sara, findet Vegard (der Herr mit dem Schneemobil) die Nazihöhle und wird direkt von zwei Zombie attakiert. Den einen macht er ganz gut fertig und spießt schließlich auch den zweiten erfolgreich an einem Bäumchen auf. Allerdings rappelt sich der andere wieder auf und reißt Vegard mit sich in den Abgrund. Dieser kann sich nur dadurch retten, dass er sich an einem Stück Darm festhält, das dem aufgespießten anderen Zombie aus dem Bauch quoll.

Und in all dem Blut, das auf dem weißen Schnee auch einfach mal richtig gut aussieht, kommt auch der Humor nicht zu kurz. Dieser ist nur durch das Wort staubtrocken zu beschreiben. Für alle Leute, die Spaß am Gruseln haben und keine Angst vor Menschen, die auseinandergerissen werden (Ups... noch ein Beispiel!), ist dieser Film wirklich empfehlenswert!
Ich persönlich werde ihn selbstfölgelich nicht als Spaß, sondern als Übung zum Hör-Verstehen verbuchen! Das ist ja klar...
Vintersju.
Und im Übrigen stehe ich jetzt regelmäßig im Wald. Denn dort, wo man sonst aus dem Bjerke-Turm den Hintereingang nehmen konnte, steht jetzt ein riesiger Wald aus Weihnachtsbäumen. Es ist Juletresalg. Worauf wartet der Schnee also eigentlich noch?
oh, ein film für mich... *hust*
AntwortenLöscheni love your blogs, this should not end